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Sonntag, 21. Juli 2013

Challenge Roth 2013

Mein längster ganzer Tag


Mein Abenteuer Challenge Roth begann am Freitag dem 12.Juli. Im Konvoi fuhren Christian Sieben, Nina und ich mit der kompletten Ausrüstung und Koffern für den anschließenden Urlaub Richtung Nürnberg über die A6. Nach gut 3 1/2 Stunden fahrt, kamen wir in Roth am Expo Gelände des Triathlon Parks an und stellten dort unsere Autos ab, um unsere Startunterlagen abzuholen.

Nach einem kurzen Boxenstop bei Thorsten Neuls von DEXTRO Energy ging es über das Messegelände. Für den Anreisetag hatten wir uns vorgenommen Neuheiten zu bestaunen, Giveaways an den Herstellerständen abzugreifen und alte und neue Bekannte zu treffen. Anschließend ging es nach Hilpoltstein ins Hotel. Naja, nicht direkt nach Hilpoltstein. Wie sich herausstellte war unser Hotel im Bezirk K und damit nicht im Ort sondern etwas außerhalb, es war aber immer noch nahe genug, um schnell mit dem Auto überall hinzukommen. Und so ging es am Abend wieder zurück nach Roth, um Nudeln zu essen und an der Eröffnungsfeier teilzunehmen, naja sagen wir anwesend zu sein. Das Essen hat uns an diesem Abend mehr gefesselt als die Party. Da die Nudeln an diesem Tag in Roth wohl Mangelware waren, gab es nach der Pasta als Nachtisch noch einen Döner.

Der Samstag, begann sehr entspannt bei einem gemütlichen Team-Frühstück mit allen Startern und Lebenspartnern der im Hotel untergebrachten Tri-Friends. Nach einem kurzen Entspannungskakao ging es dann zur letzten Trainingseinheit vor dem Rennen. Ein Koppeltraining Richtung Solarer Berg. Auf dem Plan standen 20km Rennrad mit 3x 1min max Speed und einem anschließenden lockeren Koppellauf über 3km. Christian und ich machten diese Radeinheit zusammen, um gemeinsam Druck auf dem Rad aufbauen zu können und so rasten wir Richtung Roth. Am Solarer Berg fuhren wir zum ersten mal den wohl berühmtesten Abschnitt des Rother Rennens und konnten uns zu dem Zeitpunkt noch nicht vorstellen, was uns nur einen Tag später genau dort erwarten sollte. 

Am Nachmittag ging es an den Schwimmstart zum Check-In der Fahrräder. Hierbei hatten wir auch die Gelegenheit, uns die Wechselzone genauer anzuschauen und uns die Laufwege einzuprägen. Hier erhielten wir einen ersten Eindruck, von dem was uns am nächsten Tag erwarten sollte. Anschließend ging es wieder zum Messegelände nach Roth. Leute treffen, Souvenirs kaufen und natürlich Essen. Gegen Abend gingen wir mit einem Teil des Teams, nach einem kurzen Zwischenstopp bei einem Imbiss, in eine Pizzeria um vor dem Rennen nochmal richtig Kohlenhydrate zu Bunkern. Mit vollem Bauch, ging es dann zurück ins Hotel, um die letzten Vorbereitungen abzuschließen und früh schlafen zu gehen.  

Sonntag RACE DAY
Der Tag begann um 4:00 Uhr morgens. Nach einem ausgewogenem Frühstück ging es an den Main-Donau Kanal in dem das Schwimmen stattfand. Es starteten 16 Startgruppen, die erste mit den Profis um 06:30, ich war in Startgruppe 9 eingeteilt und startete um 07:25h als vorletzter Tri-Friend. Somit hatte ich an diesem Tag genug Leute zum überholen vor mir auf der Strecke.

Die ersten Profis verließen den Kanal bereits als ich mich um 07:20h für meinen Start vorbereitete. Fünf Minuten später, war das Rennen und mein erster längster ganzer Tag auch für mich offiziell eröffnet. 3,8km Freiwasser schwimmen, 180km Radfahren und 42,192km Laufen lagen jetzt noch zwischen mir und meinem großen Ziel, dem SUB10 Finish. Das Wetter war sonnig, das Wasser ca. 22°C warm und so arbeitete ich mich Armzug für Armzug im Neoprenanzug den Main-Donau Kanal entlang Richtung erstem Wendepunkt. Vor dort ging es zurück Richtung Start und entlang unzähliger Menschenmengen, die das Schwimmen als Auftakt des Rennens hautnah mitverfolgen wollten. Laut Veranstalter waren Sonntags übrigens über 240.000 Menschen an den Strecken rings um Roth, um die Athleten anzufeuern.

Nach 01:05:12 kam ich dann nach offiziell 3,8km aus dem Wasser. Bei der Auswertung meiner GPS Uhr musste ich mit erschrecken feststellen, das ich wohl mehrere Schlenker geschwommen bin. So 100%ig würde ich mich auf diese Daten aber doch nicht verlassen. Zickzack schwimmen ok, aber einmal im Gegenverkehr schwimmen, hm... daran kann ich mich nicht erinnern. Laut GPS soll ich übrigens 4,23km geschwommen sein :)

Nachdem mir freundliche Helfer aus dem Kanal geholfen hatten, ging es im Laufschritt zum Wechselzelt. Unterwegs musste ich noch schnell den Wechselbeutel für den Neo aufnehmen und dann ging es im gewohnten Triathlon-Sprint Tempo aus der schwarzen Pelle raus und rauf auf die Radstrecke.

Hier galt es 180km auf zwei Runden à 90km zu fahren. Gemäß Streckenbeschreibung erwarteten uns auf dieser Strecke 1.500 Höhenmeter und mehrere Stimmungsnester wie zum Beispiel Greding oder den Solarer Berg in Hilpoltstein. Der "Magic Moment - Solar Hill" ist das Markenzeichen der Challenge Roth und macht dieses Rennen durch seine atemberaubende Stimmung und einmalige Atmosphäre in der ganzen Welt berühmt und so einmalig.

Die Radstrecke ging ich genau nach Plan an. Im Vorfeld hatte ich mit meinem Coach die Marschrichtung für das Rennen besprochen und so hatten wir für das Radfahren festgelegt, das ich mich auf dem Rad bei 200-210 Watt bewegen sollte. Bei den Bergen und Stimmungsnestern sollte ich verstärkt auf die Wattwerte achten, da die Zuschauer am Streckenrand uns Athleten die
Berge hoch peitschen würden. Und so arbeitete ich Kilometer für Kilometer der Stecke nach Plan ab. Nach knapp 70km kam ich dann auch zum ersten mal in Hilpoltstein an. Hier erwartete mich der Solarer Berg. Der Berg, der Triathletenherzen höher schlagen lässt und einen für jede verregnete Trainingseinheit 1.000 fach entschädigen sollte. 

Bereits als ich unten um die Kurve fuhr, gingen mir die Nackenhaare hoch knapp 40.000 Menschen drängten sich auf kleinstem Raum direkt am Streckenrand und feuerten die Athleten diesen Berg hoch an, wahrlich ein Magischer Triathlon Moment. Da vor mir eine etwas langsamerer Radgruppe war und überholen auf diesem Streckenabschnitt so gut wie unmöglich war, genoss ich die Fahrt hoch und saugte soviel positive Atmosphäre wie nur möglich in mich auf. Es war der reine Wahnsinn, so was hatte ich bisher nur bei der Tour de France im Fernsehen gesehen und jetzt erlebte ich es live und mitten drin. HAMMER !!! Ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich an diesen Moment zurück denke.

Mit einem Grinsen im Gesicht fuhr ich weiter und konnte nach 05:06:22 die 180km als erledigt abhacken. Mit einer solchen Zeit hatte ich im Vorfeld nicht gerechnet. Das ist ein Schnitt von knapp 35 km/h auf 180km Streckenlänge. Mein Plan SUB10 schien aufzugehen, jetzt musste ich nur noch einen Marathon unter 03:47:00 laufen. Es schien möglich zu sein...

Marathon 42,192 km laufen, der Weltrekord liegt bei 02:03:38, 2011 gelaufen in Berlin durch Patrick Makau Musyoki. Profi Triathleten laufen diese Strecke nach dem Schwimmen und Radfahren noch in unter 02:50:00, ich hatte jetzt nur noch 03:47:00 bis zu meinem ersten Langdistanz Finish. Zeit genug um den Traum des SUB10 Finish zu erfüllen und so ging ich die ersten Kilometer mit 4:50 min/km an. Im laufe des Tages, war das Wetter zum leid der Läufer immer besser geworden. An der Laufstrecke am Kanal stand die Luft und Lufttemperaturen um die 25-28°C machten das Laufen nicht gerade leichter.

Auf der Strecke begegneten mir nach Linda, die ich bereits auf der Radstrecke getroffen hatte, die anderen Teammitglieder der Tri-Friends. In den kurzen Momenten wurden schnell Informationen ausgetauscht und danach wieder auf Tunnelblick geschaltet. Für mich liefen die 42,192km ganz gut. Ich trank an jedem Verpflegungsstand Cola und nahm an jedem zweiten ein Gel zu mir, um mir verlorene Energie und Flüssigkeit wieder zuzuführen. Die Versorgung durch die Streckenposten war echt genial, neben Gels und Cola gab es noch Wasser, Isotonische Sportgetränke, Obst, Riegel und sogar klare Brühe. Aber gerade Wasser war an diesem Tag ein wichtiger Schlüssel für den Erfolg. Gefühlte 20 Liter Wasser schüttete ich mir zur Kühlung meines Körpers wegen der Hitze über Kopf, Arme, Brust und Rücken. Ohne diese Zusatzkühlung wäre bereits nach dem Halbmarathon für mich Schluss gewesen.

In der Zwischenzeit waren die Profis sowie die schnellsten Starter des Tages im Ziel eingelaufen und wurden in der DATEV Arena von unzähligen Zuschauern würdig in Empfang genommen. Das Männer Rennen gewann der Wahl-Luxemburger Dirk Bockel in 07:52:01 vor dem Titelverteidiger James Cunname aus Südafrika. Bei den Frauen kamen während ich noch lief, die Schweizerin Caroline Steffen in 08:40:35 und die Niederländerin Yvonne van Vlerken als zweite im Ziel an.

Mein angepeilte Renntempo von 04:50 min/km konnte ich bis zur Hälfte der Rennstrecke ganz gut halten, entschied mich dann aber auf Rat meines Coachs dazu, dass Tempo auf 05:10 min/km zu verlangsamen. Schließlich wollte ich mein SUB10 Ziel nicht durch eine Wanderpause auf der Marathonstrecke in Gefahr bringen. Zwischen Kilometer 27 und 31 quälte ich mich dann mit Seitenstechen über die Strecke und kämpfte mich Stück für Stück Richtung Roth und damit Richtung Ziel.

Auf dem Weg zum Ziel überholte ich noch den einen oder anderen Sportler und bog gegen Ende zu derr Ehrenrunde am Rohter Markplatz ab.

Jetzt knapp 2 Kilometer vor dem Ziel machten sich dann doch noch erste Krämpfe in meinen Füßen bemerkbar. Zeit zum dehnen nahm ich mir jedoch keine, sondern versuchte die Füße beim Laufen zu lockern und so den Krämpfen entgegenzuwirken. Mein Plan ging auf und nach knapp 03:28:00 betrat ich den Zielkanal am Tri-Park in Roth. Hier standen wieder einmal Jörg und Hannes die mich bereits des öfteren an der Strecke angefeuert hatten und riefen mir schon Glückwünsche für das tolle Rennen zu. Alle anderen Freunde warteten in der DATEV Arena auf unseren Zeileinlauf und nach 03:30:17 war es dann auch endlich für mich soweit. Ich überquerte in einer Gesamtzeit von 09:46:36 die Ziellinie und war damit ein SUB10 Triathlet. 


WOW !!! Was ein Gefühl! Den Tränen nahe, warf ich nochmal einen Blick zurück in die Arena um diesen Moment aufzusaugen und für später abzuspeichern. Das sind die Momente für die man sich im Winter quält. Für die man am Wochenende um 06:00 Uhr aufsteht um Radfahren zu gehen oder abends um 20:00h noch einmal Laufen geht. Die unschönen Tage und Momente gehen - aber der Stolz, den man beim Überschreiten der Ziellinie erlebt, der bleibt für immer !!!


Mit einer Gesamtzeit von 09:46:36 belegte ich am Ende den 221. Platz von 3407 Einzelstartern und in meiner Altersklasse den 67. Platz. In der Wertung zu den deutschen Meisterschaften über die Triathlon Langdistanz erreichte ich mit der Zeit den 122. Platz in der Gesamtwertung und den 38. Platz in der Altersklasse 30-34.
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Samstag, 20. Juli 2013

Honiglauf Horn

 Letzter Härtetest vor der Challenge Roth


Am 06.Juli, genau eine Woche vor meinem Triathlon Langdistanzdebüt fand der Honiglauf in Horn statt. Für uns Triathleten stand an diesem Tag neben dem Radfahren die Teilnahme am 10km Lauf in Horn natürlich im Trainingsplan, denn wo kann man schon besser und härter Trainieren als unter richtigen Wettkampfbedingungen.

So fuhren wir von Kastellaun mit dem Rad nach Horn und meldeten uns dort für den 10km Volkslauf Lauf an. Mit der Startnummer in der Beintasche ging es dann, nach dem 3km Schüler-Lauf U10-U16 an dem unser jüngstes Tri-Friends Mitglied erfolgreich teilgenommen hatte (Fabio Michels 3.Platz gesamt, 1. Platz AK ) wieder auf die Radstrecke, um vor dem eigentlichen Lauf noch einige Kilometer zu sammeln. Nach 80km und zwei sehr schönen und schnellen Intervallen im zweier Verfolgungszeitradfahren ging es dann für uns in Horn ans eingemachte.

Das Starterfeld über die 10km Strecke war überaus gut, wenn nicht hervorragend besetzt. Neben dem lokal Matador Christian Rötsch, waren auch drei Kenianer am Start Biwott Sammy, Kaino Patrick und Biwott Gladys die alle drei für TaquitoscantinayBar Koble an den Start gingen. Damit war bereits vor dem Start klar, an wen das Sieger-Honigglas gehen würde. Für die Tri-Friends gingen Wendling Thomas, Michels Holger, Lettau Fred, Sieben Christian, Klockner Margit, Kemmer Linda und natürlich ich an den Start, Ziel letzte Tempohärte vor Roth zu sammeln.

Das Rennen begann gleich mit einem richtigen Paukenschlag. Nach dem Start bildete sich auf den ersten 50m eine kleine Gruppe die versuchte mit den zwei männlichen Kenianern Schritt zu halten, aber bereits nach dem Ortsschild von Horn zeigte sich, das diese beiden Jungs ihresgleichen auf dem Hunsrück vergeblich suchten. Schritt für Schritt vergrößerte sich Ihr Vorsprung auf das Verfolgerfeld und so machten die beiden auf den kommenden 8km Platz eins unter sich aus.

Ich schlug mich zu der Zeit noch ungefähr auf Rang 10 liegend durch und versuchte das Tempo gleichmäßig hoch zu halten. Aber lange sollte ich diesen Platz nicht inne haben, denn es waren noch einige Laufexperten wie zum Beispiel Peter Christ vom X-Sport Kastellaun in meinem Windschatten. Und so kam es wie es kommen musste, die Läufer schlossen zu mir auf und überholten mich letztendlich. Aber nicht ohne Gegenwehr. So lieferte ich mir ab Kilometer 5 mit Raimund Krzywik vom Team Naheland Bad Kreuznach ein Kopf an Kopfrennen bei dem er sich an einer Steigung im Wald, bei Kilometer 7 an die Spitze setzte und die Führungsarbeit übernahm. Ich blieb dran und nahm seinen Schritt auf.  So liefen wir bis Kilometer 9 hintereinander durch den Wald, bis ich zum Angriff blies.



Als wir Kilometer neun passierten war für mich klar, das ich angreifen musste, denn sonst würde es vor dem Ziel  eine Sprintentscheidung zwischen uns geben. Also erhöhte ich meine Schrittfrequenz und zog mit schnellen, kraftvollen Schritten an ihm vorbei.  Als ich vom Wald kommend auf die Horner Hauptstraße abbog, musste ich das Tempo noch einige hundert Meter hoch halten und konnte so meinen erkämpften Vorsprung über die Ziellinie retten. So kam ich am ende als gesamt 13. in Horn an. In der AK belegte ich den 4. Platz mit einer Gesamtzeit von 00:38:25.18, was auf der anspruchsvollen Laufstrecke in Horn schon eine recht gute Leistung darstellt.

10. Thomas Wendling 00:37:10.57
13. Sven Steffens 00:38:25.18
17. Holger Michels 00:39:29.56
21. Fred Lettau 00:40:59.34
24. Christian Sieben 00:42:29.26
36. Margit Klockner 00:42:59.80
93. Linda Kemmer 00:53:10.99

ERGEBNISLISTE 10km Honiglauf Horn 2013

Der Sieg ging wie bereits zu erwarten war an einen Kenianer. Biwott Sammy war an diesem Tag der schnellste der 130 Teilnehmer des Horner Honig Lauf über die 10km. Der Läufer des Team TaquitoscantinayBar Koble  gewann das Rennen vor seinen Teamkollegen in einer Zeit von 00:30:30. Bester nicht Kenianer war an diesem Tag Christian Rötsch der in einer Zeit von 00:35:13 auf den dritten Platz lief.



Eine gelungene Generalprobe für die Tri-Friends, der Grundstein für das Rennen in Roth war gelegt und so ging es für uns nach einer kleinen Stärkung bei Kaffee und Kuchen am Ende wieder mit dem Rad zurück nach Kastellaun und der Challenge Roth entgegen.

Montag, 1. Juli 2013

Challenge Roth - 255 Tage der Vorbereitung

DATEV Challenge Roth - Deutsche Triathlon Langdistanzmeisterschaften 2013


Das Projekt Alarmstufe Roth begann vor genau 242 Tagen mit der ersten Trainingseinheit, ein lockerer 10km Lauf. Diese Einheit wird morgen genau 11 Tage vor Roth wieder auf meinem Plan stehen.

Das Projekt Roth, das sind 3,8km Schwimmen, 180 km Radfahren und anschließend ein Marathon mit 42,192 km. Gefeiert werden an diesem Tag alle, die das Abenteuer wagen und für sich gewinnen werden. Egal welche Zeit am ende auf der Anzeigentafel stehen wird. An diesem Tag ist jeder Finisher ein Sieger.

Wir Tri-Friends haben in den letzten 255 Tagen, zwischen Tag eins und dem Zieleinlauf viel geopfert, viel investiert und auf vieles verzichtet. Aber nicht nur wir haben in dieser Zeit auf vieles verzichtet auch unsere Freunde und unsere Familien. In vielen Situationen wird sich der ein oder andere wiederfinden. Die Radtour mit der Freundin, das lockere Joggen mit Arbeitskollegen oder Freunden aus der Clique. Schwimmen mit alten Freunden aus dem Vereinen oder der Reifenwechsel mit dem Vater. Jeder hat seinen Beitrag für dieses Projekt geleistet und dafür möchte ich euch danken!


In den letzten 242 Tagen bin ich ungefähr 1.947,3 km gelaufen, bin 4.715,79 km Radgefahren und mehr als 85 km geschwommen. Über 386:43:51 std/min/sec Sport kann ich in meinem Trainingsplan bis heute nachweisen. Da fehlen zwar noch ein paar Einheiten, aber ich denke den Großteil habe ich dokumentiert und kann jetzt darauf zurückblicken. WOW !!!

Ein Einsatz, der sich in Roth sicherlich auszahlen wird.




Am Ende werde ich auf ein wirklich tolles Jahr mit einer tollen Truppe zurückblicken können! Die vielen Einheiten mit Andrè Hergenröder, Holger Michels, Christian Sieben, Margit Klockner, Andreas und Linda Kemmer, Stefan Scherer, Fred Lettau, Torsten Camphausen, Jens Roth, Andreas Theobald, Pascal Mayer, Björn Schneider und und und....
Ich war auf Teneriffa, in Enkirch an der Mosel und daheim in speziellen Trainingslagern um mich auf meine erste Langdistanz vorzubereiten. Einheiten von über 7 Stunden waren in dieser Zeit keine Seltenheit. Dennoch hat es mich nicht von meinem Ziel abgebracht, sondern geformt und gebrannt (soweit man in Schnee und Regen von brennen reden kann).


Ein besonderes DANKESCHÖN gilt meiner Freundin, meinen Eltern und meinem Coach die mich auf diesem Weg begleitet haben !!!


Jetzt dauert es noch 11 Tage bis die Ernte eingefahren werden kann. Ich hoffe meine Träume und Ziele, die ich mir persönlich mit einer Zielzeit von unter 10 Stunden gesetzt habe werden in Erfüllung  gehen! Der Grundstein ist gelegt, nur noch 11 Tage.

Be part of it.


Dienstag, 25. Juni 2013

5. PACCOR Mittelmosel Triathlon 23.06.2013

3. Rennen der 1. RTV Liga & Rheinland-Pfalz Meisterschaften über die Triathlon Sprint Distanz


Das Rennen sorgte bereits morgens um 07:00 Uhr für Unruhe in unserem Team. Per Email wurden wir benachrichtigt, dass die Schwimmstrecke sich auf Grund der starken Strömung der Mosel von ca. 800m auf 1.500m erhöht wurde. Nach ein paar Minuten des schaudern kam dann erneut eine Mail in der alles wieder widerrufen wurde. So waren wir bereits am frühen morgen nervös und wussten nicht so richtig was uns erwarten würde, dennoch fuhren wir guten Mutes nach Zell an die Mosel, schließlich wollten wir Angreifen! Und unsere Tabellenposition in der 1. RTV Liga verbessern.

Das Team des VfR Simmern traf sich um 09:30h an der Wechselzone des Mittelmosel Triathlon am Festplatz in Zell, um gemeinsam einzuchecken. Mit dabei Altmeister Andrè Hergenröder, Holger Michels, Stefan Scherer, Christopher Meerkamp und ich. Da wir die Startunterlagen bereits am Vortag abgeholt hatten konnten wir gleich in die Wechselzone gehen um dort unsere Ausrüstung vorzubereiten und die Streckführung im Wechselbereich abzugehen.
 Gegenüber des Vorjahres hatte sich hier einiges verändert. Aber dazu später mehr. In der Wechselzone warteten auch Michael Faber, Pascal Mayer und Björn Schneider vom TriTeam Motorklause die ihren ersten Triathlon als Staffel bestritten. Nach einer kurzen Begrüßung zogen Michael und ich dann auch schon los Richtung Schwimmstart. 

Gemeinsam mit Michael und Andrè bereitete ich mich in den letzten Minuten auf den Start vor. Kurz vor 11 Uhr ging es dann ins Wasser, der Startlinie entgegen.



Was sich als eine weitere Herausforderung des Tages herausstellte. Aufgrund der starken Strömung wurden wir Sportler von der Mosel sehr schnell Richtung Startlinie geschoben, dagegen an schwimmen war sinnlos. Wir versuchten so gut es ging die Linie zu halten und warteten auf den erlösenden Startschuss. Wann dieser fiel, weiß ich nicht mehr! Neben mir fragte jemand, "War das das Startsignal?" und ein anderer rief "JA!!! Schwimm los !" und schon setzte sich das ganze Starterfeld in Bewegung. Dank der starken Strömung kamen wir sehr schnell voran und die Mosel verwandelte sich binnen Sekunden in ein Haifischbecken, in dem es von rotierenden Armen und Beinen nur so wimmelte. Der Begriff Waschmaschine für den Start eines Traithlon Rennens wurde hier wiedermal zu 100% bestätigt. Mit nur einem Schlag auf den Kopf und einen Tritt unter das Kinn kam ich aber sehr gut durch und konnte bereits nach 0:08:03min das Wasser verlassen. 

In der Wechselzone machte sich bereits Christopher für das Radfahren fertig. Mit einer Schwimmzeit von 0:08:02min war er  nur ganz knapp vor mir aus dem Wasser gekommen und ich hatte es eilig ! Ich zog meinen Neo aus, warf ihn über die Mittelstange des Geländers an dem mein Rad hing, schnappte mir mein Rad und lief so schnell ich konnte aus der Wechselzone raus. Dann kurz vor dem MMT Brücke der Unsterblichkeit unter der man auf die eigentliche Strecke laufen musste, viel mir etwas auf! Da fehlt was !!! Meine Startnummer !!! Ich hatte tatsächlich in der Eile vergessen meine Startnummer anzulegen. Was für eine Panne! Ein absoluter Anfängerfehler. Also Rad abstellen und zurück an meinen Platz laufen, Startnummer an und wieder weg. Hierbei traf ich die anderen Jungs vom Team die mich verwundert anschauten. Andrè reif nur "Was willst du noch hier?" und schon war ich wieder unterwegs Richtung Rad. Das Radfahren verlief anundfür sich ganz gut und ich konnte schnell fahrt aufnehmen. Mit der Hauptgruppe der Radfahrer, die das Windschattenverbot nicht ganz so ernst nahmen, konnte ich jedoch nicht mithalten.



Da stelle sich mir doch glatt die Frage, was hat der Schiedsrichter auf dem Motorrad dabei eigentlich gemacht??? Es sollte doch eigentlich auffallen wenn knapp 15 Mann dicht auf dicht fahren.... #ohne Worte#. 
Nachdem der Monte Barlo erobert war, ging es mit knapp 70 km/h wieder talabwärts Richtung Zell. Kurz vor der Wechselzone zog ich bereits die Schuhe aus und bereitete mich auf das Absteigen vom fahrenden Fahrrad vor. Nach, für meine Verhältnisse starken 0:32:33min überquerte ich dann die Zeitmatte in der Wechselzone um auf das Laufen zu wechseln. 

Rad auf den Halter knallen, Schuhe an, DEXTRO Kappe aufsetzten und schon war ich wieder unterwegs Richtung MMT Brücke, dieses mal hatte ich aber alles dabei. Die Laufstrecke ging unter der Holzbrücke, direkt scharf links und entlang der Hauptstraße Richtung Zell-Merl. Nach 1,25km konnten wir uns dann dort an einem Verpflegungsstand mit neuer Energie versorgen, bevor es entlang der Mosel wieder zurück nach Zell ging. Diese Runde mussten wir zweimal laufen und ich konnte allmählich die Plätze gut machen, die ich beim Radfahren eingebüßt hatte. Nach einem starken Zielsprint auf die MMT Brücke zu, konnte ich in einer Zeit von 01:01:54 die MMT Brücke und anschließende Ziellinie als 25. in der Ligawertung, als 39. in der Gesamtwertung und als 9. in der AK30 überqueren. 

Völlig fertig von dem harten Wettkampf und der Vorbelastung aus den letzten intensiven Trainingswochen vor Roth, ließ ich mich in der Zielzone über den Zaun hängen und war fix und fertig. Mein persönliches Zell-Ziel, die Zeit vom letzten Jahr zu unterbieten, hatte ich erreicht (ich war 02:16min schneller als 2012). Jedoch ärgert mich der verpatzte Wechsel heute noch sehr. Da wären wohl noch knappe 30-40 Sekunden drin gewesen, knappe 12 Plätze in der Gesamtwertung :(

Unser Team beendete mit ganz guten Ergebnissen den Renntag in Zell. Andrè Hergenröder belegte mit einer Zeit vom 00:59:40 den 12. Platz und wurde Rheinland-Pfalz Meister in der AK30. Holger Michels erreichte nach 01:03:23 als 59. das Ziel, knapp gefolgt von Stefan Scherer mit 01:05:20 der damit den 92. Platz belegte. Christopher Meerkamp wurde mit 01:07:37 126. Damit lieferten wir das 5. beste Teamergebnis des Tages ab und konnten in der Wertung der 1.RTV Liga die Rote Laterne an den ALV Mainz übergeben. 

Auf der olympischen Distanz gingen übrigens Christian Sieben, Linda und Andreas Kemmer an den Start. Christian würde mit einer überragenden Leistung gesamt 5., Andreas belegte Platz 61. und Linda wurde bei den Frauen 11. Alles in allem super Ergebnisse die unsere gute Trainingsform für Roth widerspiegelten. 

Die Jungs vom TriTeam Motorklause schlugen sich auch richtig gut !!! Mit einer sehr guten Schwimmleistung von Michael Faber ging das Team nach 00:10:21min als siebte auf die Radstrecke. Hier konnte Pascal Mayer die Postion halten und verschaffte damit nach 20 gefahrenen Kilometern und einer Zeit von 00:39:16min Björn Schneider eine gute Angriffsposition für die letzten 5 Laufkilometer. Björn konnte dort sogar noch einen Platz gutmachen und beendete nach nur 00:22:09min das Rennen. Gemeinsam schafften es die drei Freunde auf eine Zeit von 01:14:27 und sicherten sich damit den 7. Platz in der Wertung der Sprint Staffeln. Ein Ergebnis, dass sich sehen lassen kann. Vielleicht sieht man den einen oder anderen ja nächstes Jahr wieder am Start in Zell.

Link zu den Ergebnislisten des Mittelmosel Triathlon.

Jetzt sind es nur noch 19 Tage bis zum GROßEN TAG in Roth!
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Sonntag, 12. Mai 2013

28. sebamed Mailauf Boppard

Am Mittwoch, den 07.05.2013 wurde zum 28. mal der Bopparder Mailauf ausgetragen. Die Tri-Friends Christian Sieben, Thomas Wendling, Holger Michels und ich, nahmen hierbei am Hauptlauf über 5km teil.

Gestartet wurde abends um 19 Uhr am Bopparder Rheinufer. Für die 5 km des Hauptlaufes mussten 3 1/2 Runden durch die Bopparder Altstadt gelaufen werden. Ein an sich flacher, aber verwinkelter Laufkurs mit einer einer kleinen Steigung.

Der Startschuss viel Pünktlich um 19 Uhr und ich hatte mich hinter Thomas, Christian und Holger am Startbogen eingeordnet. Es sollte eigentlich ein härter Trainingslauf werden, aber wir gaben von Anfang an Vollgas. Der erste Kilometer wurde in 3:21 min gelaufen und ich konnte meine Position hinter den Jungs festigen.

In Runde zwei zog ich dann an Holger und Christian vorbei und näherte mich langsam aber stetig Thomas, der trotz der Warnung seiner Freundin nicht mit meinem näherkommen rechnete. In Runde drei hatte ich dann den Abstand zu Thomas auf nur 5m reduziert und wir näherten uns gemeinsam den letzten Metern der Strecke.

Auf der Zielgeraden konnte ich mit Thomas gleichziehen und klatschte ihm mit den Worten: "Auf geht's, zieh an !!"  auf den Hintern. Und so liefen wir im Zielsprint gemeinsam über die Linie. In der Auswertung des Fotofinishs war dann ganz klar zu erkennen, das wir Zeitgleich über die Ziellinie gelaufen waren. Am ende hatte ich gegenüber Thomas 2 Sekunden Vorsprung, wodurch ich gesamt Platz 7 und in der Altersklasse AK30 den 3. Platz belegte.


Zielsprint Thomas & Sven

Insgesamt hatte das Team der Tri-Friends mal wieder zugeschlagen und sich super Plätze im Gesamtfeld des Bopparder sebamed Mailauf gesichert und nebenbei gab es über die 5 km dreimal persönliche Bestzeiten:

7. Sven Steffens           17:41
8. Thomas Wendling    17:43
13. Christian Sieben    18:17
15. Holger Michels      18:20
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Donnerstag, 9. Mai 2013

Triathlon Trainingslager Enkirch/Mosel 2013

  ...vom Trainingskilometern und dem Volkslauf Laubach 2013

Wie bereits 2012 startete die Trainingsgemeinschaft der Hunsrücker Tri-Friends auch 2013 mit einem gemeinsamen Triathlon Trainingslager in die neue Saison. Die Ziele und Herausforderungen an die einzelnen Teilnehmer sind dieses Jahr wieder enorm und so nutzen unter anderem Christian Sieben, Thomas Wendling, Margit Klockner und Sven Steffens die Möglichkeit ein paar Tage gemeinsam zu trainieren.


Hotel Loosen in Enkirch
Am Mittwoch, 24.04.2013 bezogen wir ein kleines Doppelzimmer mit Beistellbett im Haus Loosen in Enkirch. Nachdem wir es uns so gut wie möglich gemütlich gemacht hatten, starteten wir mit unserer ersten Trainingseinheit. 80km locker einrollen stand auf dem Programm, hierzu kam noch Linda Kemmer dazu und so rollten wir gemeinsam Richtung Bernkastel-Kues los.

Das einrollen verlief leider nicht so entspannt wie wir es uns erhofft hatten. Bereits nach wenigen Kilometern musste Linda einer rollenden Rentner-Panzersperre ausweichen und verfing sich dabei bei Christian im Lenker, wodurch Sie stürzte. Die Schuld lag natürlich bei uns, bei wem denn sonst ??!!?? Gegenseitige Rücksichtnahme hört nämlich ab einem Alter von 55 auf !!! Also Entschuldigung nochmal, Ihr D..pen !!!

Nachdem Linda den kleinen Schock überwunden hatte, ging es weiter mit unserer kleinen Runde. Nach 86km, 8 verloren Radflaschen, vielen dummen Sprüchen und einem schnellen 3km Koppellauf war unser erster Trainingseinheit dann auch schon vorbei.

Beim Dehnen entschlossen wir uns dann unser herrliches kleines Zimmer gegen ein Zweizimmer Appartement einzutauschen, in dem Doppelzimmer hätten wir niemals drei Tage ausgehalten. Alleine unsere Wäsche wäre schön Tödlich gewesen. Und unser DEXTRO Vorrat musste ja auch noch irgendwohin !!!
DEXTRO

An dieser Stelle nochmal ein DICKES Dankeschön an Thorsten Neuls der uns im gesamten Trainingslager mit maximaler Energie versorgt hat !!!

Nach einem kurzen Stopp im Hallenbad in Zell und ca. 2.300 geschwommenen Metern ging es endlich zum Essen in eine Pizzeria. Essen und Fußball schauen, herrlich !!!! So kann ein sportlicher Tag enden.

Donnerstag, 25.04.2013
Es ging früh raus. Bereits um 07:00 starteten wir mit einem 10km Morgenlauf in den Tag. Locker laufen zum wach werden und den Kreislauf in schwung zu bringen. Danach fielen wir über das Frühstücksbuffet mit frischen Brötchen und Eiern her. Nach getaner Arbeit starteten wir dann zu unserer zweiten Einheit des Tages, 160km Radfahren standen auf dem Plan.

Und diese 160km führten uns in die "wunderschöne" Eifel. Berg auf und Berg ab eroberten wir so unsere Kilometer und verdienten uns so am ende der Tour in Cochem ein Eis. Bevor es entlang der Mosel über Zell wieder nach Enkirch ging. Dort angekommen sprangen wir in unsere Laufschuhe und Koppelten 6km im zügigen Renntempo hintendrauf. Am ende des Tages hatten wir nicht nur eine Super ausfahrt hinter uns, sondern auch den ersten deutschen Sonnenbrand der Saison.

Team Tri-Friends
Freitag, 26.04.2013
Nach dem Morgenlauf und dem leckeren Frühstück starteten wir Richtung Trier in einen verregneten Tag. Auf dem Plan standen für heute 120km Rennrad und 3 km Koppeln, aber die sind aufgrund des Wettergottes ausgefallen.
Die Streckenführung war an diesem Tag sehr einfach: "Wir fahren einfach solange an der Mosel, bis auf der Uhr 60km steht. Dann drehen wir um!" Und gesagt, getan, ging es auch schon los. Die Jungs/Mädels hatten alle Richtig gute Beine und so standen wir bereits wieder nach 03:58:31 Std in Enkirch auf dem Hof. Knapper 30iger Schnitt auf 120km :)
Zum Laufen hatte an diesem Tag aufgrund des starken Regen keiner mehr Lust und so ging es Abends nach Zell ins Schwimmbad.
Hier hatte Stefan dann die "tolle" Idee 10x 200m mit Abgang 4 min zu schwimmen und das zogen wir dann auch durch. Am ende sind wir die 200m immer unter 2:10 - 2:15 geschwommen und waren danach total am kaputt.

Team Tri-Friends
Samstag, 27.04.2013
Das Wetter wird immer schlechter. Da wir unser Lager nur bis Samstag in Enkirch bezogen hatten, ging es nach dem Frühstück wieder auf den Hunsrück und zurück in den "Winter". Auf dem Heimweg konnte man schön beobachten, wie die Temperaturanzeige im Auto fiel. In Kastellaun waren es dann am ende nur noch 2,5°C, kaum zu glauben, das wir zwei Tage vorher noch 26°C hatten.

So ging es an diesem Tag nach einem kurzen Besuch im Hallenbad Kastellaun daheim auf die Rolle. Abends ging es dann nach Laubach zum Volkslauf über 10km. Im Vorjahr waren wir auch schon in Laubach am Start gewesen, damals noch bei gefühlten 45°C, dieses mal bei 4°C mit Langarmshirt und dicken Laufklamotten.

Strecke Volkslauf Laubach
Laufstrecke 10km Volkslauf (2 Runden)
Der Lauf war für mich wie immer sehr schnell. Ich hielt mich aufgrund meiner Erfahrungen aus dem Vorjahr  am Anfang etwas zurück, um dann in der zweiten Runde nochmal einen drauf packen zu können. So konnte ich mich in der zweiten Runde von Holger absetzten und zu Christian und Torsten aufschließen. Die beiden hatten an diesem Tag aber die besseren Beine und so konnten Sie mich ca. 1,5km vor dem Ziel stehen lassen. Am ende wurde ich mit einer Zeit von 39:54 min noch glücklicher neunter.



An dem Tag belegten von unserem Team 6 Leute, Plätze unter den Top Ten und das noch nach dem Trainingslager. Super Leistung !!!

4. Platz    Hergenröder, André 1982 X-Sport       M 30     00:37:03
6. Platz    Wendling, Thomas   1982 TRi-Friends  M 30     00:38:37
7. Platz    Eder, Torsten           1991 TRi-Friends M-H-K  00:39:24
8. Platz    Sieben, Christian      1983 TRi-Friends M 30      00:39:40
9. Platz    Steffens, Sven          1979 TRi-Friends M 30      00:39:54
10. Platz  Michels, Holger        1972 TRi-Friends M 40      00:40:57
14. Platz  Letau, Freddy          1972  TRi-Friends    M 40  00:43:13
16. Platz  Kemmer, Andreas    1979  TRi-Friends    M 30 00:43:40

Link zur Ergebnisliste 10km Volkslauf Laubach.

Abends ging es dann zum gemeinsamen Abendessen in ein Kastellauner Lokal, wo bei guter Stimmung noch lange gefachsimpelt und gelacht wurde. Ein schöner Abschluss für einen gelungen Tag.

Sonntag, 28.04.2013
Letzter Trainingstag, 80 km ausrollen.
Die letzten Tage hatten uns alle gut zugesetzt und ganz besonders das Rennen von Laubach hatte dafür gesorgt, dass der eine oder andere mit schweren Beinen auf die letzte Etappe ging. Mir persönlich ging es wie einem DURACELL Hasen mit leeren Batterien. Ich schleppte mich die 80 km hinter der Gruppe her und versuchte an den Hunsrücker Moselbergen den Anschluss an die Gruppe nicht ganz zu verlieren. Der Akku war bei mir einfach komplett leer und wen wundert das? Schließlich war ich in der letzten Woche 520 km Rad gefahren, knapp 70 km gelaufen und 6,5 km geschwommen.

Und so endete unser Trainingslager 2013. Jetzt kann es losgehen mit der Saison 2013
!!! ATTACKE !!!



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Donnerstag, 11. April 2013

Information für alle Triathlon Fans


Ich Zitiere kurz die Pressemitteilung von sport1

"Startschuss zum Triathlon-Jahr der Superlative! Rund 20 Stunden Berichterstattung auf SPORT1"


• Die „Formel 1“ des Triathlon-Sports: Die ITU World Triathlon Series mit
Olympiasieger Jan Frodeno und Auftaktsiegerin Anne Haug ab Freitag, 12. April,
auf SPORT1


Ismaning, 10. April 2013 – SPORT1 zeigt in diesem Jahr rund 20 Stunden von den
Top-Events des Triathlon-Sports: Den Auftakt bilden die Highlights des ersten WMRennens
der ITU World Triathlon Series aus Auckland mit dem Auftaktsieg von Vize-
Weltmeisterin Anne Haug am Freitag, 12. April, ab 17:00 Uhr. Ab Juni zeigt SPORT1
zudem alle großen Rennen der IRONMAN Serie, mit dem Höhepunkt der
Weltmeisterschaften auf Hawaii, sowie die deutschen Challenge-Klassiker Kraichgau
und Roth. Geplant sind in diesem Jahr 24 Sendungen, die in der Regel freitags im
Free-TV ausgestrahlt werden. ..."

Hier ist der Link zur kompletten Pressemitteilung
Pressemitteilung sport1

Da weiß ich doch schon was ich ab jetzt Freitagsabends machen werde !!! Endlich findet unser Sport in der Öffentlichkeit mal etwas mehr Aufmerksamkeit.

ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG in Roth gehen die TriFriends an den Start !!! Also Augen auf, vielleicht seht Ihr uns ja im Fernsehen :)

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Mittwoch, 10. April 2013

Oster-Trainingslager im Hunsrück

  ...oder Trainingslager im Kühlschrank Deutschland?


Das Wetter war schlecht, kalt und es lag Schnee, also die besten Voraussetzungen für ein Triathlon Trainingslager über Ostern in der Heimat. Da Champions aber bekanntlich im Winter gemacht werden, blieb mir nichts anderes übrig als die Skiunterwäsche wieder auszupacken und an die Arbeit zu gehen. Mein Coach hatte mir ja auch extra einen total schönen Trainingsplan ausgearbeitet, also hatte ich kein Wahl.

Donnerstag 28.03.2013
Da der Karfreitag ja bekanntlich ein Feiertag ist, begann mein Trainingslager bereits donnerstags mit einem lockeren 15k lauf bei dem mich Christian Sieben begleitete.

Kastellaun im Winter
Freitag 29.03.2013Freitagmorgens war das Wetter so bescheiden, das ich mich auf die Rolle zwingen musste. Bei dem Wetter soll mal einer fit für die Saison werden! Aber dank meines neuen Wattmessers von bikes-and-more.com in Wolf/Mosel und der alten Weisheit ein Watt ist ein Watt, ganz gleich wo es gefahren wird, begann ich mit meiner 120km Einheit.

Zum Glück hab ich in dem Zimmer einen Fernseher stehen, ich glaube ohne den, hätte ich den Verstand noch ganz verloren.Anschließend ging es gleich raus, zum 16k Koppellauf.

Hier begleitete mich Misti, meine verfressene Labrador Hündin. Tja, was soll ich sagen ... wir beide müssen mehr üben! Also Sie muss mehr üben!!!Die kleine ist nach 12km immer total im Eimer und ich muss Sie dann heim bringen. Das muss sich in Zukunft ändern :)

Samstag 30.03.2013
Der Samstag begann um 9 Uhr morgens im Hallenbad Kastellaun mit einer 4km Schwimmeinheit. Hier hat es sich langsam rund gesprochen das sich ein Besuch für richtige Schwimmer lohnt. Aber zum Glück haben wir unsere Stammbahn und konnten somit fast ungestört unsere Bahnen ziehen.
Nach einer kurzen Stärkung bei Nina ging es dann aufs Rad.


Sonntag 31.03.2013

Am Sonntag hatte ich mich mit Christian Sieben zum Radfahren verabredet. Christian hatte ne schöne Runde vorbereitet und so fuhren wir von Kastellaun nach Oberwesel und entlang des Rheins nach Boppard um dann über die alte Hunsrück Höhenstraße nach Emmelshausen. Hier machten wir um der Kälte zu entfliehen einen kurzen Stopp in einem Café. Nach dem kurzen Boxenstopp, in dem die Füße mal Zeit zum auftauen hatten, ging es über den Schinderhannes Radweg dann wieder zurück nach Kastellaun. Am Ende standen 100k auf dem Tacho. Tages Soll erfüllt.
Bei so einem Wetter frage ich mich echt ernsthaft wie sich erst die Japaner oder Spanier an der Loreley gefühlt haben müssen :) Bei dem Traumhaften Wetter das wir über Ostern hatten !

Montag 01.04.2013
Am Ostermontag, dem letzten Tag des Trainingslagers ging es auf die Königsetappe.
150km mit anschließendem Koppellauf über 5km.
Das ist leichter gesagt als getan ! Finde erst mal eine Runde die so lang ist :)
Aber zum Glück haben wir ja die Mosel und den Rhein, man muss nur einmal runter und später wieder hoch, den Rest rollt man einfach am Wasser entlang und freut sich über die vereinzelten Sonnenstrahlen die einen hauch von Frühling versprühen.

So, das war mein Oster-Trainingslager.

Fazit: Gut das ich die Winterreifen noch drauf hab ! Im Schnitt waren es wohl immer 0°C oder kälter, es war bewölkt, windig und in den Wäldern lag noch Schnee. Aber dennoch habe ich es in den 5 Tagen geschafft 40,5km zu laufen, 410km Rad zufahren (davon nur 120 auf der Rolle) und 4km zu schwimmen. Ich denke das hat sich gelohnt.

Jetzt wartet am 20.04.2013 erst mal die Duathlon Europameisterschaft in Horst aan de Maas (NL) auf mich, bei der ich über die Langdistanz 15k-65k-7,5k (RUN-BIKE-RUN) an den Start gehe werde. Dann geht es nahtlos in das Triathlon Trainingslager der TriFriends über. Nochmal 5 Tage intensives Training mit den Kollegen in Enkirch an der schönen Mosel.

Sven Steffens

!!! Roth kann kommen !!!