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Mittwoch, 26. Dezember 2012

Planung für 2013

Was macht man als Sportler bei schlechtem Wetter und nach der Trainingseinheit ???
RICHTIG, man meldet sich für Wettkämpfe im neuen Jahr an :)
Alles mit einem Auge auf die Challenge Roth ausgerichtet, für den einen "Alles oder nichts Tag" 2013.

Bis jetzt stehen folgende Termine 2013 fest:

März
10.03.2013 - 6. Int. Trierer BMW-Cloppenburg X-Duathlon, Rhl-Pf. Meisterschaften - Trier


April
21.04.2013 - Powerman Holland, Duathlon Europameisterschaften - Horst aan de Maas


Mai
05.05.2013 - Internationaler Citytriathlon - Koblenz
19.05.2013 - Tauris Triathlon, Militärmeisterschaften Koblenz - Mülheim Kärlich 


Juni
02.06.2013 - Mussbach Triathlon - Mussbach
23.06.2013 - Mittelmosel Sprint Triathlon, Rhl-Pf Meisterschaften - Zell (Mosel)


Juli
14.07.2013 - Challenge Roth, Europameisterschaften Triathlon Langdistanz - Roth


August
04.08.2013 - Sassenberg Triathlon, Militärmeisterschaften - Warendorf (????)

Hinter dem Wettkampf im August stehen noch die Fragezeichen, da ich noch nicht sagen kann, ob ich nach Roth überhaupt noch Triathlon machen will. Für alle Wettkämpfe nach dem 14.06. wird die Entscheidung erst nach den 226 Kilometern in Roth fallen.

Ob und welche Wettkämpfe (Volkslauf, Duathlon, Triathlon...) 2013 noch dazu kommen werden weiß ich noch nicht, der eine oder andere wird es aber sicherlich noch sein.
Denn wo kann man besser und härter Trainieren, als auf einem Wettkampf unter Gleichgesinnten!?!?


Freitag, 7. September 2012

Cologne Triathlon Weekend 2012

Mein längster halber Tag 

Samstag 01.09.2012

Das Auto ist gepackt, Nina und ich machen uns auf die Reise nach Köln. Sonntag starte ich dort auf meiner ersten Triathlon Mitteldistanz über 1,9km Schwimmen, 90km Radfahren und 21km laufen. Doch das war bei der Anreise alles noch weit weg.

Ein anderes Problem beschäftigte uns erst mal viel mehr. Das Hotel, dass ich im Vorfeld gebucht hatte, hatte für uns nur noch ein Raucherzimmer frei und das geht ja mal überhaupt gar nicht !!! Also wieder aus checken und neues Hotel suchen. Das ist gar nicht so einfach, in einer Stadt in der neben ein großes Triathlon Event auch noch eine Messe stattfindet. Für ein paar Euro mehr konnten wir uns aber noch ein Zimmer in der Innenstadt sichern.

Doch bevor wir unser Zimmer bezogen, ging es in die WZ1. Das ist die erste Wechselzone beim Schwimmstart am Fühlinger See Köln/Niehl, wo ich morgen nach dem Schwimmen auf das Zeitfahrrad wechseln werde. Hier bereitete ich bereits Samstags alles für das Rennen vor, somit ersparte ich mir Sonntags den ganzen Stress. Da es keine festen Stellplätze für die Räder gab, stellte ich meins direkt an einen Mittelgang, so dass ich es Sonntags schnell greifen kann. Nach einem kurzen Besuch der "Triathlon Messe" am See trafen wir uns in Köln mit Linda und Andi auf einen Teller Nudeln um anschließend total müde ins Bett zu fallen.

Sonntag 02.09.2012

08:00 Uhr der Wecker klingelt und Nina und ich rollen uns aus dem Bett. Nach einem reichhaltigen Frühstück machen wir uns mit dem Auto auf den Weg zum Zielbereich am Kölner Rheinufer. Hier tauschten wir unseren bequemen Sitzplatz im Auto gegen einen Stehplatz im Shuttle-Bus ein, der uns zum Schwimmstart an den Fühlinger See brachte. Da wir noch jede menge Zeit hatten, konnte ich in der Wechselzone die letzten Vorbereitungen in aller ruhe abschließen (Helm positionieren, Riegel aufs Oberrohr kleben, Getränke auffüllen usw.) und mich anschließend noch bis kurz vor dem Start in die Sonne zu legen um noch Kraft zu tanken, schließlich wollte ich ja das Rennen mit einer Zeit unter 5 Stunden beenden.

Sven Steffens - Start Cologne Triathlon Weekend - Fühlinger See12:20 Uhr es wird Zeit, ich muss ins Wasser. Also Neo an und Nina einen Abschiedskuss
geben, wir werden uns jetzt mehrere Stunden nicht mehr sehen.  Naja, ich sehe Sie nicht mehr, Dank ihres Teleobjektivs, hat sie mich fast immer voll im Blick.

12:30 Uhr der Startschuss, Böller erschallen über dem See. Aus der ersten Reihe starte ich ins Rennen. Das Schwimmen im Fühlinger See ist spitze. Klares, warmes Wasser und in ca. 1,5m tiefe gibt es Leinen für die Orientierung im Freiwasser. Es geht gleich richtig zur Sache, von allen Seiten schlagen Arme und Beine auf einen ein. Es dauerte eine ganze Weile bis ich "frei" und in meinem Rhythmus schwimmen konnte. Doch dann lief es richtig gut. Nach 00:29:52 Minuten hatte ich bereits die erste Disziplin die 1,9km schwimmen hinter mir. Jetzt nur noch 90km Radfahren und 21km laufen. Damit habe ich meine Ankündigung im Schwimmkurs von Ute Mückel im Frühjahr wahrgemacht. Damals sagte ich zu Ute, dass ich die 1,9km unbedingt unter 30 Minuten schwimmen wolle. Geschafft ;)

Helfende Hände führten mich an der Treppe aus dem See, hinauf Richtung WZ1. Dort tauschte ich Neo, Badekappe und Schwimmbrille gegen Zeitfahrhelm, Sonnenbrille und Zeitfahrrad und machte mich auf die Radstrecke, meine "Paradedisziplin".
Sven Steffens - Start Cologne Triathlon Weekend - Radrunde

Mein Ziel war es, über die recht flache Radstrecke im Kölner Umland einen 35iger Schnitt zu fahren und an diesen Plan hielt ich mich. Auch als immer mehr Radfahrer an mir vorbei zogen ließ ich mich davon nicht anstecken und machte mein Ding. Nach 02:34:55 beendete ich die zweite Disziplin und betrat die WZ2, um dort das Fahrrad abzustellen und die Laufschuhe anzulegen. Da ich in den Brooks Laufschuhen keine Zipper habe, setzte ich mich auf die Wiese und band mir gemütlich meine Schuhe, wie es sich gehört schön mit Doppelknoten. Dann ging es in die letzte und dritte Disziplin den Halbmarathon.

Beim Laufen hatte ich dieses Jahr immer gute Ergebnisse erzielt und ich freute mich schon richtig darauf, schließlich ist das Rennen danach ja auch vorbei. Es lief auch von Anfang an wirklich gut. Ich verließ die Wechselzone mit einem 3:35 min/km Tempo und musste mich erst mal bremsen um nicht gleich am Anfang meine ganze Energie zu verblasen. Doch es lief total klasse und so konnte ich die ersten 6km unter 4min/km laufen. Jetzt musste ich mich jedoch bremsen, denn sonst hätte ich hinten raus evtl. nicht mehr genug Energie für das Rennen gehabt. So pendelte ich mich auf ein 4:15min/km Tempo ein und lief Kilometer für Kilometer mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Sven Steffens - Start Cologne Triathlon Weekend - Halbmarathon
An den Verpflegungspunkten versorgte ich mich auf Rat meines Coachs Andrè Hergenröder immer fleißig mit Cola und Wasser. Das Wasser zum kühlen über den Kopf und dann versuchen möglichst viel Cola zu trinken und nicht über Gesicht und der Brust zu verteilen. Das half auch richtig gut und ich merkte immer kurz vor den Verpflegungspunkten wie die Kraft mich verließ und nach der Cola wieder langsam in die Beine zurück floss. Nach 01:34:44 beendete ich meinen Halbmarathon und mit 04:43:53 meinen ersten Mitteldistanz Triathlon. Im Ziel gab es dann die obligatorische Finisher Medaille, eine Blumenkette und
das Finisher T-Shirt.

Jetzt wollte ich nur noch in den Finisherbereich und was kühles trinken. Außerdem mussten die anderen ja auch hier sein, bzw. bald eintreffen. Ich war ja schließlich nicht alleine aus dem Hunsrück aufgebrochen um dieses Rennen zu bestreiten.

Mit dabei waren an diesem Tag auf der Ironman-Distanz Christian Sieben (09:39:50), Fred Lettau
(10:40:35) und Andreas Kemmer (11:22:29) und mit mir auf der "Halben" Holger Michel (04:50:34).

Mit meiner Zielzeit bin ich überaus zufrieden und glücklich. Mein Coach meinte ich hätte wohl vor Monaten mal von einer 04:40:00 als absolute Traumzeit gesprochen, doch dass ich dieser Traumzeit so nahe kommen würde hätte ich im Vorfeld niemals für möglich gehalten. Ein DICKES DANKESCHÖN geht an alle die am Streckenrand waren und mich angefeuert haben. Besonders an Andrè der als Coach eine super Arbeit geleistet hat und mir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stand.




Zum guten Schluss danke ich Nina. Die mich fast immer zu meinen Wettkämpfen begleitet, mein Nörgeln und mein Gezicke tapfer ertragen hat. Immer klasse Fotos von den Events schießt und ganz oft auf mich verzichten muss, wenn mal wieder eine lange Trainingseinheit ansteht. DANKE SCHATZ !!!

Jetzt werden erst mal die Füße hochgelegt und relaxt, bis im November das Training für meinen
"längsten Tag"
in Roth 2013 startet.


Link zur Ergebnisliste


Ausschnitt aus Rhein-Hunsrück Zeitung vom 06.09.2012

Montag, 25. Juni 2012

4. Mittelmosel Triathlon in Zell

...oder wie das Leben einem so spielt.


Dieses Wochenende, ging es zum Heimtriathlon nach Zell. Hier hat 2009 meine Leidenschaft für den Triathlonsport begonnen und seit dem komme ich immer wieder her um meine persönliche Bestzeit aus dem Vorjahr nach unten zu korrigieren. Seit letztem Jahr steht diese bei 01:06:51.



Das Organisationsteam hatte wiedermal eine tolle Arbeit geleistet und bot den Teilnehmer auf den Strecken:

Olympisch (1,5 km  40 km – 10 km)
Sprint (0,75 km – 20 km  5 km)
Staffel Olympisch (1,5 km   40 km – 10 km) und
Staffel Sprint (0,75 km  20 km – 5 km)

ein Rennen das in der Region einmalig ist und seinesgleichen sucht.


Sven Steffens Wasserstart Mittelmosel Triathlon Zell


Das Rennen startete wie immer in der Mosel, die trotz des eher bescheidenen Sommers mit 19-20°C doch recht warm war.

Mit einiger Verzögerung, fiel kurz nach
10 Uhr, der Startschuss für die Sprinter, bei denen dieses Jahr in Zell zum ersten mal der Titel des Rheinland-Pfalz Meisters zu vergeben war.

Und es ging gleich richtig zur Sache, die Bezeichnung der Auftaktdisziplin als Waschmaschine bestätigte sich hier mal wieder. Unter Armschlägen, Fußtritten und Wellen kämpfte ich mich erstaunlich schlecht durch die Mosel und konnte als 50. unter wildem Gedränge nach nur 08:12min das schwimmen über 750m beenden.

Sven Steffens Wasserausstieg Mittelmosel Triathlon ZellDurch die Wechselzone ging es dann zum Fahrrad und somit zur zweiten Disziplin. 20km Radrennen, mit dem Highlight Zeller Barl. Doch auch das sollte mir an diesem Tag nicht so recht gelingen. Das ausziehen des Neoprenanzuges bereitete mir kleinere Probleme, aber das war zu verkraften. Beim aufsetzten des Helms, zog ich mir den Trinkschlauch meiner Aeroradflasche raus und musste diesen zwischen den Fahrrädern auf dem Boden suchen und so dauerte es 01:25min bis ich endlich die Wechselzone wieder verlassen konnte.


Und so ging es weiter. Beim anziehen des rechten Radschuhs, zog ich die Lasche aus der Öse und musste diese erst wieder einfädeln bevor ich richtig Fahrt aufnehmen konnte.

Doch dann blies ich zur Attacke und flog mit einem Schnitt von ca. 42 km/h Richtung Bullay und anschließend auf der anderen Mosel Seite zurück nach Zell. Bis zum Zeller Berg, dem Barl. Der an diesem Tag auch liebevoll Monte Barlo genannt wurde.

Hier holte mich dann auch endlich der Materialteufel ein. Mein Rad fing an zu quietschen und das hintere Rad blockierte andauernd. Also öffnete ich die Bremsen in der Hoffnung damit das Problem zu beheben.

Nee, die Bremsen waren es nicht.

Also runter vom Rad, Schnellspanner öffnen, Hinterrad ausrichten und weiter. Doch das Quietschen hörte nicht auf. Noch zweimal stieg ich ab um den Fehler zu beheben, doch ich konnte nichts finden. So fuhr ich also wild fluchend und schimpfend mit dem Quietscherad weiter und als ich oben angekommen war, lief das Rad wieder. Als ob nichts gewesen wäre. So konnte ich den einen oder anderen der Gefühlten 100 Leute, die mich am Berg überholt hatten, doch noch einholen und hinter mir zurück lassen.

Sven Steffens Laufstrecke Mittelmosel Triathlon Zell Nach 20km und einer Runde um Zell, ging es erneut in die Wechselzone und damit auf die 5km lange Wendepunktstrecke Richtung Bullay.

Den Wechsel hatte ich bereits nach 59 Sekunden beendet und griff auf der Laufstrecke nochmal an. Hier lief dann auch mal alles wie geplant. Ich sammelte nach und nach das Feld von hinten ein und konnte so noch viele Plätze gut machen. Die 5km beendete ich nach 18:59min, mehr gefrustet als glücklich über den Rennverlauf.

Mit einer Gesamtzeit von 01:04:21 wurde ich in der Gesamtwertung nur 48. und 10. in meiner Altersklasse.

Sven Steffens Zieleinlauf Mittelmosel Triathlon Zell






Schade, da wäre sicherlich mehr drin gewesen. Dennoch konnte ich meine Zeit aus dem Vorjahr um mehr als 2 Minuten verbessern, zumindest das hat geklappt.


Faris al Sultan Mittelmosel Triathlon Zell



Olympische Distanz

Zeitgleich mit meinem Zieleinlauf griff der eigentliche Star des Tages in das Radrennen der olympischen Distanz ein. Faris al Sultan der Ironman-Hawaii Sieger von 2005 und amtierende Europameister über die Triathlon-Langdistanz war nämlich zu Gast an der Mosel und jagte jetzt hinter dem Vorjahressieger Jens Roth über die Radstrecke.

Jens ging mit ca. 2:30min Vorsprung auf die Laufstecke und musste sich bei einem wirklich stark umkämpften Rennen am ende nur knapp geschlagen geben.


Jens Roth Mittelmosel Triathlon Zell

Faris al Sultan Mittelmosel Triathlon Zell

Tim Meyer Mittelmosel Triathlon Zell


Der Sieg auf der olympischen Distanz ging dieses Jahr jedoch nicht an Faris al Sultan, sondern an Tim Meyer, aus Daaden. Der bereits 2009 und 2010 sich den Sieg in Zell sichern konnte. Meinen Glückwunsch.

























TV Bericht SWR Landesschau aktuell:




Hier noch einige Links zum Rennen:


Nächstes Jahr werde ich sicherlich wieder kommen und für X-Sport Kastellaun an den Start gehen.
Und dann wird die Sub1 in Angriff genommen.