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Dienstag, 10. Dezember 2013

Off-Season 2013



Das war die Off-Season 2013


Seit meinem letzten Wettkampf in München sind nun knapp neun Wochen vergangen, in der Zeit haben mein Trainingsplan und ich getrennte Wege eingeschlagen. Sport nach Lust und Laune oder auch einfach mal nix machen stand auf dem Programm. In dieser Zeit, habe ich viele neue Sachen ausprobiert und neue Bewegungserfahrungen gesammelt.

Crossfit Box Augsburg
So habe ich z.B. an einem achtwöchigen Crossfit Basisworkshop teilgenommen. Hierzu besuchte ich die Rebook Crossfit Box Augsburg und lernte neben "richtigen" Kniebeugen, Kettlebell swings, Turkish get ups, Front und Back Squats, Olympisches Kreuzheben ... und nebenbei den Begriff Muskelkater neu zu definieren. 

Nachhaltig in Erinnerung blieb mir ein ganz besonderer WOD (Workout of the day). Am ende der Übungsstunde machen wir einen WOD bestehend aus wallball und squats. Ziel des WOD war es einen 5kg schweren Medizinball 3m hoch an die Wand zu werfen, aufzufangen und dann eine tiefe Kniebeuge zu machen. Das ganze für 30 Sekunden ohne Pause. Als kurze Erholung durften wir nach dem ersten Durchgang 10 Sekunden verschnaufen, bevor es an die anderen 11 Runden ging. Ich glaube ich hatte noch nie so Muskelkater in den Oberschenkeln und ich behaupte meine Beine sind eigentlich ganz gut trainiert. 

Danke für die Schmerzerfahrung Jaz!


An den Wochenenden zog es mich mit ein paar Leuten vom Team X-Sport Kastellaun back to the roots and to the woods. So waren wir in der Ehrbachklamm und im Baybachklamm zum trail running. Das hat super viel Spaß gemacht! Die Wege sind übrigens auch zum Wandern echte Klassiker, die jeder mal gegangen sein sollte. Etwas Trittsicherheit ist bei dem Wetter zu empfehlen. Die Wege sind von der Aussicht und der Lage einfach ein Traum. Also wer noch nicht da war, nix wie hin!!!





Hallenbad Aqua Fit Kastellaun
Natürlich hab ich auch noch normale Sachen wie Schwimmen, Radfahren und Laufen gemacht. Das absolute Highlight war eine Schwimmeinheit von 100 x 100 m. Hierfür hatten wir uns den letzten öffentlichen Schwimmtag im Hallenbad Kastellaun ausgesucht. Zu dritt gingen wir an den Start, Abgangzeit 02:00 Minuten. Nach 4,575 km spielte mein Magen nicht mehr mit und ich musste aussteigen. Nur Christian Sieben schwamm die 10km in 03:20 Stunden durch und wurde von uns zum "Aquaman" gekürt ("Aquaman sucks" I know :) 

Nochmal ein dickes Dankeschön an das Team vom Hallenbad Aqua Fit für die Verlängerung des Sportschwimmens. Ende 2014 kommen wir garantiert wieder für diese Einheit vorbei.

Hallenbad Aqua Fit Kastellaun - C7
Hallenbad Aqua Fit Kastellaun - Verpflegung 





Spinning Marathon
Als zweite verrückte Einheit der Off-Season, bestritt ich einen 4 Stunden Spinning Marathon im Gesundheitszentrum Hunsrück. Mit von der Partie war natürlich C7 der solche Events zu lieben scheint. Während ich in den vier Stunden brav den Anweisungen der Coachs folgte (hoch, runter, vor, zurück, leichter, schwerer) verfiel Christian öfter mal in einen Trittfrequenzwahn und strampelte mehrere Minuten was das Zeug hielt. Das sein Bike dabei nicht umkippte war wohl reines Glück. Nach vier Stunden und einer frischen Dusche folgte das Abschluss Nudel essen, bei dem wir die verbrannten Kohlenhydrate direkt wieder nachschieben konnten.

Auf diesem Weg ein Dankeschön an die Organisatoren und die Spinning Coachs des Gesundheitszentrum Hunsrück! Ihr habt das echt klasse gemacht ! Ich komme nächstes Jahr gerne wieder vorbei, vielleicht dann ja für fünf Stunden :)


Die restlichen Tage verbrachte ich entweder mit extrem Couching, extrem Relaxen oder mit Stabitraining. Jetzt mit knapp sieben Kilogramm mehr auf der Hüfte neigt sich die ruhige und schöne Zeit wieder dem Ende zu. Die Ziele für 2014 sind bereits klar definiert (DM Mitteldistanz, Kraichgau und EM Mitteldistanz, Wiesbaden), dort will ich versuchen eine Zielzeit unter 04:30:00 zu erzielen. (In Wiesbaden aufgrund des Streckenprofils darf es auch etwas langsamer sein). Aber auch in der Liga wird wieder angegriffen. An den Rennen in der 1.RTV werde ich wieder für den VfR Simmern an den Start gehen, hoffentlich mit mehr Erfolg als in dieser Saison.

Es geht also wieder los !

Wir sehen uns im Ziel

Montag, 16. September 2013

münz extrem Kannenbäckerlauf

Am 08.09.2013 hat mich mal wieder das Cross-/Hindernisslauf Fieber gepackt!
Wer mich kennt, weiß dass ich mich ab und zu beim Sport auch gerne mal dreckig mache oder mich über, unter und durch Hindernisse quäle. Nach einer erfolgreichen Triathlon Saison, war es nun endlich mal wieder an der Zeit und deshalb hat es mich in den WW verschlagen.

Es ging nach Höhr-Grenzhausen um von dort im Rahmen des münz extrem Kannenbäckerlaufs nach Ransbach-Baumbach zu laufen. Aber da das viel zu einfach ist, wurden auf die anspruchsvolle Trailstrecke noch 14 Hindernisse aufgebaut, die es schnellstmöglich zu überwinden galt. Hier warteten unter anderem so Hindernisse wie die "Westerwälder Wand", Strohballenberge oder auch mal ein Bach. Quasi ein kleiner Strongman Run nur nicht in der Eifel sondern im Westerwald.



Das Streckenprofil war das Salz in der Suppe. Die Hindernisse waren nicht so schwierig wie erwartet und so konnten wir richtig Tempo machen. Wenn da nicht diese steilen Anstiege gewesen wären...... 





Gestartet wurde in 4er Gruppen mit 10sec Zeitversatz. Damit sollte verhindert werden, dass zu viele Sportler an den Hindernissen warten müssen. Da ich in der 4. Startgruppe an den Start ging, hatte ich dieses Problem jedoch gleich ausgeschlossen und so konnte ich mich auf das Überholen konzentrieren. Bereits nach 3 Kilometern war ich auf Position vier und näherte mich Schritt für Schritt den beiden Läufern auf 3 und 2. Bei Kilometer acht hatte ich sie dann auch gestellt und durchquerte mit ihnen zusammen das strömende Wasserhindernis, den Bach. Leider konnte ich am Berg das Tempo nicht mehr halten und musste Sie wieder ziehen lassen.

Im weiteren Rennverlauf konnte ich immer mal wieder an die Position drei heran laufen, aber nie an dem Sportler vorbei ziehen. Zwei Kilometer vor dem Ziel verließen mich dann meine Kräfte und ich musste die anderen ziehen lassen und so begnügte ich mich damit, Rang vier zu verteidigen. Auf den letzten 100 m hatte der Veranstalter dann nochmal vier "Hindernisse" für uns aufgebaut. Einmal mussten wir die Treppen an einer Häuserfront ablaufen, dann unter einem Bauzaun drunter durch kriechen, durch ein Wasserbecken laufen und zum guten Schluss noch über einen Reifenstapel klettern, bevor es ins Ziel ging.

Nach 01:06:36 überquerte ich 17 sec nach dem dritten das Ziel. Somit konnte ich den Platz vier mit über einer Minute Vorsprung ins Ziel retten. In der AK belegte ich einen glücklichen 2. Platz. Jetzt wird es Zeit, dass die Saison sich dem Ende zuneigt, denn so ausgebrannt und müde wie nach diesem Lauf war ich schon lange nicht mehr. Aber noch ist nicht aller Tage Abend und jetzt warten nur noch 3 Wettkämpfe vor der Off-Season auf mich.

Donnerstag, 20. September 2012

Crossduathlon Ahrweiler

Abschlussrennen der X-Trails Regio Tour Eifel


Samstag 15.09.2012 Ahrweiler / Rheinland-Pfalz

Heute fand das letzte der vier Regio Tour Rennen statt. Nach Schleiden, Büttgenbach und Schalkenmehren ging es dieses mal nach Ahrweiler. Um genauer zu sein nach Grafschaft und dort in den Bölinger Wald. Dort war mitten im Wald der Start- Zielbereich, die Anmeldung und ein Getränke- und Grillstand des heuteigen Rennens aufgebaut.

Nachdem ich meine Unterlagen abgeholt hatte, ging ich in die Wechselzone um dort alles vorzubereiten. Also Startnummer am Mountainbike und Nummernband festmachen, Laufschuhe raus stellen und eine Matte für den Wechsel bereit legen. Danach machte ich mich auf die MTB-Strecke um sie vor dem Rennen einmal abzufahren. Das habe ich bei den vorherigen Rennen auch so gemacht und es hat sich als gut und sinnvoll erwiesen, denn so weiß man genau wo die Engstellen, die Steigungen, die rasanten Abfahrten und die Gefahrenstellen auf der Rennstrecke liegen.


Nachdem ich wieder in der Wechselzone war, entdecke ich die üblichen Verdächtigen, so zum Beispiel Thorsten  Langer der bereits zwei der drei Regio Tour Rennen gewonnen hat und damit die Serie anführt. Eric Vliegen ein belgischer Biathlet, der wie Langer nach dem Biathlon den Duathlon für sich entdeckt hat und Mathias Frohn, der in der Szene zu den besten MTB-Fahrern zählt. Diese drei werden wohl am ende die drei ersten Plätze unter sich ausmachen. Mein Ziel ist es heute Sebastian Loben zu schlagen. Sebastian ist ein wesentlich besserer MTB Fahrer, aber auf der Laufstrecke konnte ich ihn dieses Jahr bereits zweimal schlagen. Daher wollte ich dort heute besonders Gas geben und angreifen.

Um 15:50 Uhr fiel der Startschuss und die 25 Starter auf der X-Distanz eröffneten das schnelle Sprintrennen über die Distanzen 6km Laufen, 18km MTB und nochmal 3km Laufen.
Da meine einzige Chance im Laufen lag, musste ich gleich Angreifen und alles geben um Loben hinter mir zu lassen. So hielt ich mich an die Spitzengruppe und versuchte an ihr dran zu bleiben. Die Laufstrecke ging über feste Waldwege, erst bergauf um nach der Hälfte wieder zurück Richtung Start zu verlaufen, dort wurde dann gewendet und das ganze noch einmal gelaufen um auf die 6km zu kommen. Nach den zwei Runden war ich mit einer Laufzeit von 00:21:08 Minuten auf Rang 9 und hatte noch 4 Athleten vor mir in Sichtweite.

Nachdem ich die Laufschuhe gegen die Radschuhe und das MTB eingetauscht hatte ging es auf die Radstrecke. Das erste Stück war ein Zubringer auf die eigentliche Rennstrecke, dort mussten dann drei Runden gefahren werden bevor wir wieder zurück zur Wechselzone fahren durften. Aber erst mal zu den drei Runden.

Es ging über Feld- und Wiesenwege Richtung Wald um dort dann über Wurzeltrails Richtung Eva-Turm zu fahren. Der Eva-Turm wurde uns bei der Rennbesprechung bereits als Gefahrenstelle genannt und hier war auch wirklich die einzige "schwierige" Stelle des Rennens. Am Turm angekommen, ging es hinter einer Kuppe steil bergab über Wurzeln und zwischen Bäumen hindurch.  Aufgrund des Tempos konnte man an manchen Stellen gute Sprünge hinlegen oder wie der ein oder andere Staffelfahrer sein Bike schieben :)
So schlimm wie im Race-Briefing beschrieben war diese Abfahrt jedoch nicht. Dennoch waren 4 Sanitäter vor Ort und einige Bäume mit Strohballen gepolstert. Sicherheit geht eben vor. Nach der Abfahrt ging es weiter bergab, bevor es dann an den einzigen Berg des Rennens ging. Hier passierte es dann auch, Loben zog an mir vorbei und hatte damit meinen Vorsprung von 2 Minuten vom Laufen zunichte gemacht. Ich versuchte an ihm dran zu bleiben, hatte jedoch nicht die Beine dafür, so musste ich nach einigen Minuten abreißen lassen.

Nach 00:55:03 Minuten beendete ich als 20. das MTB-Rennen und ging mit 4 anderen Athleten in die Wechselzone. Hier hieß es dann, schnell das Bike weg und die Laufschuhe an. Zu dritt gingen wir dann gleichzeitig auf die Laufstrecke und ich startete meinen verzweifelten Versuch die Zeit auf Loben so kurz wie möglich zu halten. Nach einigen hundert Metern konnte ich meine zwei Begleiter abschütteln um den nächsten Läufer vor mir ins Visier nehmen. Dieser wurde jedoch von Krämpfen gequält und dadurch in kürzester Zeit von mir eingeholt. Auf dem letzten Stück hatte ich Stefan Peters vom RSC Untermosel vor mir und konnte von Minute zu Minute den Abstand auf ihn verkürzen. Ca. 500m vor dem Ziel zog ich an ihm vorbei  und machte mich auf, um auf den letzten Meter Richtung Ziel noch Zeit gut zu machen. Mit einer Zeit von 00:10:12 Minuten beendete ich den Abschlusslauf über 3km als viert schnellster des Tages.

Ich beendet das Rennen in einer Gesamtzeit von 01:26:23 und belegte damit den 13. Platz. In der AK30 erreichte ich den 3. Platz und in der Serienwertung der X-Trails Regio Tour Eifel einen guten 6. Platz.

Der Sieg wurde wie zu anfangs von mir vermutet zwischen  Thorsten  Langer, Eric Vliegen und Mathias Frohn ausgemacht. Langer gewann mit einer Zeit von 01:12:32 das Rennen, nur 8 Sekunden hinter Langer erreichte Frohn das Ziel, Vliegen kam kurz dahinter ins Ziel.

Somit fand die X-Trail Regio Tour Eifel für mich ein überraschen gutes Ende und damit auch die Saison 2012. Das muss Roth nächstes Jahr erst mal toppen!!! ; )

Jetzt wird aber erstmal die Off-Saison ausgiebig genutzt und die Füße hochgelegt !!! Denn ab November geht das Ironman Training los. Also bis dann !!!

Link zur Ergebnisliste Ahrweiler

Link zum X-Trails Regio Tour Eifel Ranking




Samstag, 25. August 2012

Cross Duathlon Bütgenbach (Belgien)

Eine Rutschpartie in Belgien.


Samstag 28.07.2012 die Reise geht ins km entfernte Bütgenbach. Im Rahmen der Eifel Regio X-Trail Serie findet hier das 2. von vier Rennen statt.

Ein Cross-Duathlon über 6 km Laufen, 16 km MTB fahren und einem abschließenden 3km lauf. Das Wetter war den ganzen Tag über schon feucht fröhlich, aber das bringt ja erst den richtigen Kick bei einer Crossveranstalltung, denn trocken kann jeder !

Nach der Anmeldung ging es gleich auf die MTB-Strecke um den Streckverlauf kennenzulernen. Hier fand ich  auch gleich die kniffeligen Stellen auf dem Kurs und konnte mir diese für den späteren Rennverlauf einigermaßen merken. Zurück am Start-/Zielbereich richtete ich meine Wechselzone ein und bereitete mich auf den Start vor.

Sven Steffens - Crossduathlon in Bütgenbach
Als der Startschuss viel ging es direkt sehr schnell los. Ich entschloss mich nicht mit der Spitzengruppe zu laufen, sondern blieb in der Verfolgergruppe, die das Rennen etwas langsamer anging. Es mussten 2 Runden a 3km über Schotter und Teerstraßen gelaufen werden, was eigentlich garnix mit Crosslauf zu tun hatte, von den 200-300m Wiese, durch die wir liefen mal abgesehen. Wäre der Regen nicht gewesen, wäre das wahrscheinlich eine sehr saubere Angelegenheit geworden.

Sven Steffens - Crossduathlon in Bütgenbach
Nach knappen 22:03 Minuten erreichte ich die Wechselzone und schwang mich auf meine MTB um den Anschluss an die Gruppe halten zu können. Die Streckenführung und der Regen verlangten uns während dem Rennen einiges an fahrerischem können ab und manch einer machte eine unliebsame Bekanntschaft mit dem nassen Boden. Ich konnte meine Streckenerfahrung aus der Aufwärmrunde super ausspielen und manche "große" Pfütze taktisch umfahren, während andere darin ihr MTB versenkten.

Nach 54:23 Minuten erreichten wir endlich wieder die Wechselzone und ich konnte mir erneut die Laufschuhe anziehen, mit dem ganz klaren Ziel noch einige Plätze gut zu machen. Ich war direkt an zwei Läufern dran und merkte das Sie Probleme mit dem Wetter und der Kälte hatten. Mehrmals fassten Sie sich ans Bein und gaben mir damit das Signal zum Angriff. Ich erhöhte das Tempo und zog an ihnen vorbei ohne das Sie auch nur versuchten mein Tempo mitzugehen.

Sven Steffens - Crossduathlon in Bütgenbach
Jetzt war der nächste Läufer dran und sein Vorsprung schmolz mit jedem Meter, doch es sollte spannend zwischen uns werden, denn er ging auf den letzten 500m mein Tempo mit. Doch dann merkte ich ca. 200m vor dem Ziel, dass er abreißen lässt und so konnte ich mich kurz vor dem Ziel noch einige Meter von ihm absetzten und beendete nach als gesamt 15. nach  01:29:23 das Rennen.

Ergebnisliste



Hier noch einige Impressionen von Bütgenbach:














Donnerstag, 23. August 2012

3. Cross Triathlon in Schalkenmehren

Samstag 10. August 2012 

Zum zweiten mal fanden in Schalkenmehren die Rheinland Pfalz-Meisterschaften im Cross Triathlon statt.

Für das Rennen über die olympische Distanz hatten sich im Vorfeld fast 80 Starter angemeldet. Laut Orga-Team hatten sich noch einige Sportler aufgrund der MTB-Streckenlänge und der technisch etwas anspruchsvollen Streckenführung für die kürzere Sprintdistanz umgemeldet. So gingen um 16:30 Uhr nach der Rennbesprechung nur 52 Sportler in das Schalkenmehrener Maar. Das Wasser war dieses Jahr deutlich wärmer und so fiel das warten auf den Wasserstart nicht schwer.

Auf der 1.500m langen Schwimmstrecke mussten wir zweimal einen 750m langen Dreieckkurs im Maar mit anschließendem Landgang bewältigen. Als große Herausforderung erwies sich beim Schwimmen die tiefstehende Sonne, die sogar den lokal Favoriten Jens Roth die Orientierung erschwerte und so den einen oder anderen extra Schwimmmeter bescherte.
Da in dem Rennen Neoverbot durch die Rennleitung ausgesprochen wurde, fiel meine Schwimmzeit mit 29:02 Minuten eher bescheiden aus. Als 14. verließ ich das Maar und lief in die Wechselzone um dort auf das MTB zu wechseln.

Die Strecke auf der olympischen Distanz war dieses Jahr um 10km verlängert worden, so dass am Ende der zwei Runden jeder 32km gefahren war. Das trockene Wetter versprach ein schnelles Rennen und Ausreden wie verdreckte Kette, klemmende Schaltung usw. hatten dieses Jahr keine Chance. Ich ging das Rennen auf Rat von Jens Roth etwas langsamer an, da ich die genaue Streckenführung noch nicht kannte und sich auf dem neuen Teil zwei ziemlich steile Rampen verstecken sollten.
Der trockene Boden sorge in Kurven für den einen oder anderen ungewollten halt, da wir die Kurven mit dem für die Region typischen Lavasplit viel zu schnell ansteuerten. So kam es durchaus vor, dass man einfach geradeaus weiter fuhr oder sein Bike in der Kurve nicht mehr kontrollieren konnte.
Aber der Hammer waren die zwei Rampen. Eigentlich sollten wir hier von den Warnposten gewarnt werden. Diese hatten sich aber etwas zu weit hinten, quasi genau am Berg positioniert und somit kam der Hinweis "Da gehts jetzt hoch!" zu spät. Damit hatte ich kaum noch Zeit, rechtzeitig runter zu schalten, was mich in der ersten Runde wertvolle Sekunden und Plätze kostete. In der zweiten Runde ging es dann etwas besser, da man ja ungefähr wusste, was einen erwartet. Nach 01:40:46 kam ich dann endlich als 20. in die Wechselzone und konnte das MTB gegen die Laufschuhe eintauschen.

Ab jetzt hieß es verlorene Zeit wieder gut machen und überholen, überholen, überholen. Die Crosslaufstrecke verlief über 3,3km entlang des Maar, die dreimal gelaufen werden musste. Die Organisatoren hatten extra einen breiten Streifen Wiese gemulcht und uns damit eine Cross würdige Streckenführung geboten. Das ständige hoch und runter, sowie links/rechts Kombinationen machten die Strecke in Schalkenmehren zu einer echten Herausforderung. Die ich dank meiner Salomon Speedcross 3 sehr sicher und schnell laufen konnte. Mit der fünft schnellsten Laufzeit des Tages (00:38:58) beendete ich das Rennen als gesamt 13.

Am ende reichte meine Zielzeit von 02:48:46 sogar noch zum zweiten Platz in der AK30 bei der Wertung zur Rheinland-Pfalz Meisterschaft und somit zum Titel Vize Rheinland-Pfalz Meister im Cross Triathlon 2012.

Ergebnisliste Rhl-Pf Meisterschaften Schalkenmehren

In der Wertung der X Trails Regio Tour Eifel 2012 liege ich zur Zeit auf Rang 5. Im letzten Rennen der Serie am 15. September wird sich in Ahrweiler zeigen ob ich es noch auf Platz 4 schaffe. Also Daumen DRÜCKEN!!!!

Zwischenstand X-Trails Regio Tour Eifel 2012 nach 3 von 4 Rennen

Jetzt wird erst mal getappert denn in wenigen Tagen gehe ich schon in Köln, beim Cologne Triathlon Weekend auf meine erste Mitteldistanz und da ist ganz klar das Ziel Sub5 ausgerufen!

Donnerstag, 12. Juli 2012

Trainingslager Gardasee

Vom 29.06.2012 - 04.07.2012 konnte ich dem deutschen Sommer entfliehen und mein Training in den Süden verlegen. Von Bayern ging es über die Alpen nach Cisano am Gardasee.

Tag 1. Zwischenstopp in Mittenwald

Um dem Feierabend- und Rückreiseverkehr zu entgehen machte meine Reisegruppe in Mittenwald eine Nacht Zwischenstopp um Samstags früh morgens durch den Brenner zu kommen.

Mittenwald Trailrunning
Ich nutzte natürlich die freie Zeit um mir die Gegend ein wenig näher anzuschauen und lief der Kälberalpbach entlang ins Karwendelvorgebirge.

Die Trails dort sind einfach ein Traum und jedem,  der sowas mag  nur zu empfehlen.

Nach 45 Minuten hatte ich dann auch schon die ersten 4km überwunden und war annähernd so geschafft wie nach einem 10km Lauf im flachen.

Sven Steffens auf einer Almwiese beim Ausruhen
Eine Pause hatte ich mir daher verdient.

Hinter mir ist das Karwendelmassiv von der unteren Kälberalm aus zu sehen.

Nach einer kurzen Pause hieß es Kehrtwende und zurück nach Mittenwald. Um den Tag abzurunden und die Beine wieder locker zu bekommen ging es noch einige Kilometer der Isar entlang.












2. Tag Bergwandern am  Col di Lana


Der Col di Lana ist ein ungefähr 2460 m hoher Berg in den italienischen Dolomiten.

Col di LanaDer Berg war im 1. Weltkrieg zwischen Österreichern und Italienern heftig umkämpft und ist heute ein Mahnmal des Krieges in den Dolomiten. 12 italienische Infanterie- und 14 Alpini-Kompanien unternahmen 1915/16 immer wieder verlustreiche Versuche, den zuerst vom deutschen Alpenkorps und dann von den Österreichern besetzten Gipfel zu stürmen. Deshalb wird der Berg von den Italienern unter anderem auch „Col di Sangue“, „Blutberg“ genannt. Die italienische Armee versuchte wie alle anderen kriegführenden Parteien des
1. Weltkriegs, durch den Einsatz von verhältnismäßig vielen Soldaten den Gipfel zu erobern, wobei große eigene Verluste in Kauf genommen wurden.

Der Berg wurde im Verlauf des Krieges mit unzähligen Stollen durch bohrt. Die Stollen wurden so geplant und angelegt, dass man die darüber oder darunter liegenden Stellungen der Soldaten aus dem Berg heraus sprengen konnte.

Am Col di Lana wurde eine der größten Bergmienen, mit einer gesamt Masse von 21 Tonnen gezündet, diese Miene gab dem Berg sein heutiges aussehen (roter Pfeil).

Dolomiten

Ich umwanderte das Gebiet in knappen 4 Stunden und schaute mir alte Stellungen, Kampfgräben und die Kapelle beim Gipfelkreuz an, bevor ich mich wieder auf machte um zum Gardasee zu fahren.


Tag 3 - 5 Cisano / Gardasee


Mein Tag am See begann bereits früh morgens um sechs, dass war die einzige Zeit in der es noch erträglich war Sport zu treiben.

Es ist auf dem Bild nicht so toll zu erkennen, aber um 06:29 Uhr waren es am See bereits 26°C.

Was schon recht warm ist, für die Uhrzeit.

(Und in Deutschland hat's natürlich geregnet :)  )



10k Laufstrecke nach Bardolino

1k Schwimmstrecke nach Lazise

So kam nach der 10k Laufrunde bei ständig steigenden Temperaturen, die Abkühlung im See gerade zur rechten Zeit.

Im Wasser konnte ich dann unter optimalen Bedingungen das Freiwasserschwimmen über längere Strecken trainieren, was sich hoffentlich beim Köln Triathlon im September auszahlen wird.


4. und letzter Tag

Bereits um 04:00 Uhr klingelte mein Wecker und nach einem kleinen Frühstück ging es mit einem Shuttle-Bus hinauf zum Monte Baldo auf 1600 m Höhe. Hier sollte meine längste und schnellste MTB Abfahrt aller Zeiten ihren Anfang finden.

Der Einstieg war schon etwas kniffelig und ab und an, musste das Bike ein paar hundert Meter geschoben werden, weil einfach nichts mehr ging.

Zu Schlammig und zu Steinig war der Untergrund in manchen Passagen. Böse Zungen behaupteten, überall hätte Kuhscheiße herum gelegen. Aber mir ist bis auf die paar kleinen Brocken an meinem Rucksack, am rechten Arm, dem Helm, der Brille und sonst überall keine dieser berühmt berüchtigten Kuhminen begegnet.

Nach unzähligen Trage-/Schiebepassagen war es endlich geschafft und es ging an meine wohl längste Abfahrt. Fast 40km nur unterbrochen von kleineren Rampen und Hügeln, ging es bergab Richtung Bardolino.

Am ende sollte meine Uhr mir auch noch mit einer Höchstgeschwindigkeit von 88,2 km/h bestätigen, dass dies auch meine schnellste MTB-Abfahrt war.

!!! HAMMER, unbedingt nachmachen !!! Aber immer euren eigenen Fähigkeiten anpassen, sonst kann so was ins Auge gehen !!!

Nach der Abfahrt ging es dann entlang es See zurück nach Casino um den Abend gemütlich beim Grillen und einem Glas klarem, kaltem Wasser im Whirlpool ausklingen zu lassen.

Soviel zu mein kurzes aber sehr schönes Trainingslager in den Alpen / Dolomiten und am Gardasee.
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Dienstag, 12. Juni 2012

Trainingsalltag

Der ganz normale Trainingsalltag eines sportlers, da nützt es auch nicht wenn es regnet. Wer ein Ziel hat, der muss auch bei bescheidenem Wetter seine Einheit abspulen.

Sven Steffens

Mein Coach Andre, hatte mir für die kommenden Wochen ein ganz einfaches Programm gegeben. Er meinte nur, "...mach lange Läufe...". Tja, und so ging es heute wieder raus. 23 Kilometer im Wettkampftempo hatte ich mir vorgenommen.

Wettkampftempo heißt bei mir nicht laufen bis die Zunge am Knie hängt, sondern ein konstantes und gleichmäßiges des Tempo laufen. Als Zielzeit hatte ich mir eine 1:30 für die 21km, also den Halbmarathon vorgenommen.

Das Wetter war nicht so schön, als alter Soldat würde ich sagen: "Echtes Grenadier Wetter! Die Sonne strahlt mal wieder in strömen". Die Trails um den Lech waren als solche nicht mehr zu erkennen, man hätte auch meinen können das es kleine Bäche wären, denn das Wasser stand zum teil Knöchel tief in dem Trail und so wurden die Füße gleich mal 1kg schwerer.

Das angepeilte Tempo von 4:17min/km konnte ich so leider nicht mehr halten und mein Ziel drohte zu scheitern. Aber DNF oder mein Ziel aus den Augen zu verlieren kommt für mich nicht in frage und so gab ich noch mal Gas und konnte die Einheit in 1:30:23 beenden.

Ich denke so kann ich in Köln am 02.09. beruhigt auf die Laufrunde gehen und die Sub5 angreifen.

Freitag, 25. Mai 2012

Testbericht zu Scott Laufbekleidung

Ich durfte diese Woche für den X-Sport Kastellaun, die neue Laufkollektion von Scott testen. Nach ausgiebigen Tests auf der Laufbahn und in freier Wildbahn ist hier nun mein Bericht zu den Scott Laufsachen.



Jacket Windbreaker Scott Performance


Jacket Windbreaker Scott Performance
Die Laufjacke von Scott ist echt genial. Es ist eigentlich keine reine Laufjacke, sondern eine Weste mit abnehmbaren Ärmlen, die laut Jennie auch ohne Weste als Ärmlinge (wie ein Bolero) getragen werden können.

Die Jacke ist sehr leicht und hält bei den jetzigen Temperatur gut warm. Durch Mesh-Material an den Seiten und am Rücken ist die Weste jedoch sehr leicht und luftig, so dass man sich nicht tot schwitzt. 

An der rechten Seite befindet sich eine Schlüsseltasche mit Reißverschluss und hinten ein großes Rückenfach. Dieses ist beim laufen jedoch eher schwer zugänglich und somit nicht für den Transport von Gels etc. bei Wettkämpfen geeignet.




Bolero Lauf"ärmel"
Laufweste

Die Weste ist sehr gut zu tragen und meine anfänglichen Befürchtungen,
der Reißverschluss auf der rechten Brust würde stören, wurde nach den ersten Laufmetern widerlegt.

Die Bolero "Lauf-Ärmlinge" sind nicht so mein fall gewesen. Bei schnelleren Laufeinheiten rutschen die "Ärmlinge" nach hinten und behindern eher, als das sie helfen.


Das Tank Scott Race


Scott Shirt Race
Das Laufshirt ist sehr leicht und durch den Mesh-Stoff auf dem Rücken und an den Seiten sehr atmungsaktiv, was dem Tragekomfort entgegenkommt.
Das eher kurz geschnittene Shirt ist vielleicht nicht jedermanns Sache, störte mich jedoch nicht weiter.















Die Shorts Scott Race



Die Race Shorts von Scott, sitzt sehr gut und verrutschte beim laufen keinen Zentimeter. Statt einer  Tasche hinten,  für Gels, Schlüssel oder usw., verfügt die Short nur über eine vorne eingenähte Schlüsseltasche. Wodurch die Hose bei mir in puncto Wettkampftauglichkeit einen Minuspunkt bekommt.

Im Hüftbereich (hinten) und im Schritt wurde ebenfalls ein Stück Mesh-Stoff eingenäht. Im Schritt zeigte sich bereits nach 3-5 Laufeinheiten, eine Art "Laufmasche" im Stoff, was darauf schließen lässt, dass der Stoff an dieser Stelle völlig fehl am platz ist.

Sven Steffens, Scott Laufbekleidung



Alles in allem eine (bis auf die Hose) sehr gelungene Kollektion die man sich durchaus zulegen sollte. Gerade in der Übergangszeit bietet sich die Weste/Jacke für das Laufen bei kühlerem Wetter an.

Sobald die Sonne wieder draußen ist, ist man mit dem Tank-Shirt sehr gut unterwegs.

So bringen Jacke und Shirt mit ihren leuchtenden Farben eine gewisse Frische in den Sportleralltag, die mir persönlich jedoch etwas to much ist.

Shirt und Jacke sind daher bei mir nicht mehr aus dem Training weg zu denken. Die Hose leg ich mir erst mal als Reserve zurück, falls Sie die nächsten Laufeinheiten überlebt.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Volkslauf Laubach

Samstag 28.04.2012 Volkslauf in Laubach/Hunsrück

Da für einen richtigen Triathleten ein einfacher 10.000m Lauf nur eine halbe Trainingseinheit ist, verbrachte ich den ganzen Samstag bis 16:00 Uhr mit Gipsen und Schleifen auf der Baustelle.
Dann ging es schnell per Bike nach Laubach. Nachmelden und dann mit ein paar bekannten zum einlaufen auf die Strecke.
30°C, kein Wind und kein Schatten, so gingen wir die 5km lange, wellige Laufstrecke recht gemütlich an, schließlich mussten unsere Kräfte noch für 2 weitere, schnelle Runden reichen.
Um 17:45 Uhr viel dann der Startschuss. An der Spitze setzte sich gleich eine kleine Gruppe um die Favoriten Christian Rötsch und Hannes Klingenhöfer ab. Mit dabei auch Torsten Eder, Stefan Scherer und ich.
Und die Jungs machten gleich richtig Druck. Kilometer eins war bereits nach 3:26 min absolviert. Bei Kilometer zwei lief ich noch in einer Zeit von 3:36 min mit, dann konnte ich das Tempo einfach nicht mehr mitgehen ließ mich langsam aus der Spitzengruppe zurückfallen.
Nach 40:58min beendete ich schließlich das Hitzerennen als gesamt 7. und 5. in der AK30. Nach dem Rennen hatte ich solch einen Durst, dass ich gleich durch das Ziel an den Verpflegungsstand lief. Dort tankte ich direkt das beim laufen verbratene Wasser nach.
In der Ergebnisliste steht wie zu erwarten der Name Rötsch ganz oben. Zweiter wurde in einer Zeit von 37:33min Hannes Klingerhöfer der auch für X-Sport Kastellaun am Start war.
Für mich hieß es nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Für mich stand meine erstes reines Radrennen in Eschborn am 01.Mai schon in wenigen Tagen wieder an. Bericht folgt...

Mittwoch, 25. April 2012

Rennbericht 15. Eifeler Sparkassen Crossduathlon


Auftaktrennen zur
X-terra Germany Tour &
X-terra Regio Tour


Sonntag 22.04.2012, 12:00 Uhr in Schleiden/Eifel

Nach 170km Anreise nahm ich kurz vor Rennbeginn meine Startunterlagen am Infostand am Schleidener Sportplatz entgegen. Die Zeit reichte gerade noch um die 3,7km lange Laufstrecke einmal in Augenschein zu nehmen. Dies erwies sich schon als gar nicht so einfach, denn viele der eingeteilten Streckenposten wussten nicht so recht in welche Richtung sie mich schicken sollten. Wir hatten halt typisches Aprilwetter 7°C "warm", ein ständiger Sonne, Wolken Mix und das Wetter versprach nicht besser zu werden. Ich wollte nicht unbedingt nass in der Startbox auf das "GO" warten und lief daher auf gut Glück los..

Sven Steffens beim einlaufen

Nach 30min und ca. 4,5km erreichte ich wieder die Wechselzone, pünktlich zur Rennbesprechnung. Noch schnell die letzten Vorbereitungen in der Wechselzone abschließen und dann ging es schon an den Start.

Das Teilnehmerfeld stand dicht gedrängt an der Startlinie und wartete auf den Startschuss. Darunter der X-Terra Germany Vorjahressieger Lars Erik Fricke sowie der Vorjahressieger des Eifeler Sparkassen Crossduathlons Thorsten Langer.

Startschuss Crossduathlon Schleiden

Um 13:30 Uhr fiel der Startschuss und wir liefen mit Vollgas los. Am Anfang wurde eine kleine Schleife gelaufen um das Läuferfeld zu entzerren. Dann ging es über einen kleinen Weg zum ersten Berg und der zog sich... Statt wie geplant hier etwas Energie zu sparen blieb ich am Hauptfeld dran und erhöhte oben angekommen das Tempo.

Das Gelände war für einen Crosslauf echt klasse gewählt. Der Berg hatte das Hauptfeld nun soweit entzerrt das auch die engen und schwierigen Passagen auf den Trails ohne Behinderung gelaufen werden konnten.

Sven Steffens auf Trail beim Crossduathlon Schleiden
Hier hatten sich die Organisatoren echt Mühe gegeben und uns einen schönen Brocken zwischen die Beine geworfen. Zwischen Baumstämmen, Wurzeln, Ästen und Wassergräben schlängelte sich der Trail immer wieder hoch und runter. Nach einer Wiesenquerung ging es über einen Bach mit anschließendem Schlammloch und dann auf den letzten Kilometer vor der Wechselzone. Hier konnte man nochmal richtig Tempo machen, bevor es auf die zweite Laufrunde ging.

In Runde zwei konnte ich meine Position langsam weiter ausbauen und mich weiter nach vorne arbeiten. Ich fühlte mich gut und wollte unbedingt unter die Top 20 kommen. Kurz vor dem ersten Wechsel hatte ich mich bereits auf Platz 22 vorgekämpft. Dank eines sehr schnellen Wechsels vom Laufen aufs MTB konnte ich noch einige Plätze gut gemachen und griff die MTB-Strecke mit voller Power an.

Sven Steffens auf Trail beim Crossduathlon Schleiden

Am Anfang verlief die MTB Strecke genau wie die Laufstrecke, erst oben am Berg teilte sich die Strecke und es ging über morastigen und schweren Boden weiter in die Höhe. Hier hatte ich mit den ersten Problemen zu kämpfen. Zuviel Luft in den Reifen zwang mich zum Absteigen. In diesem Punkt hatte ich mich mit 4 Bar in den Reifen total verzockt. Manchmal ist weniger einfach mehr, bzw. lässt weniger einen weiter fahren. Naja, egal. Gas und weiter.

Sven Steffens auf dem MBT-Trail beim Crossduathlon Schleiden
Nach einer rasanten Abfahrt blieb ich in einer engen Kurve im Schlamm erneut stecken, als ich abstieg um mich zu Fuß weiter bergauf zu kämpfen ging erst mal nichts mehr bei mir. Krämpfe!!! In beiden Beinen. Was??? Wie geht das? Ich hab keine Ahnung!! Änderte jedoch nichts daran, dass ich weiter musste. Also dehnte ich die Beine und schob das Bike langsam weiter, bis ich wieder aufsteigen konnte. Ich verlor jedoch jede Menge Zeit durch dieses Schieben und damit wichtige Plätze im weiteren Rennverlauf. Immer wieder krampften meine Beine und ich konnte nichts dagegen tun, essen und trinken waren meine letzte Hoffnung. Mit den extra Kohlenhydraten, Zucker, Salz usw. war es mein Ziel meine Beine wieder locker zu bekommen. Mit jedem Kilometer viel ich aber weiter zurück und mühte mich über die Trails. Nach 01:34:19 und 23 zurückgelegten Kilometern erreichte ich wieder die Wechselzone und schlüpfte in meine Crosslaufschuhe.

Sven Steffens Crossduathlon Schleiden MTB Runde

Nachdem ich wieder auf der Laufstrecke war, machte auf einmal mein rechtes Bein dicht und ich stürzte kurz hinter dem Start-/Zielbogen. Sofort waren zwei Kampfrichter an meiner Seite und fingen an, mein Beine zu dehnen und so den Krampf zu lockern. Hier nochmal ein GROßES DANKESCHÖN an die 2 Helfer. Ich rappelte mich nach wenigen Minuten wieder auf und ging die letzten 3,7km an.

Auf der Strecke wurde mir bewusst, dass ich mit meinen Beinen kein Einzelfall war. Immer wieder sah ich am Streckenrand Läufer beim Dehnen oder gehend die letzten Kilometer zurückzulegen. Ich kämpfte mich mit meinen schweren Beinen weiter und konnte noch den einen oder anderen Läufer einholen. Viele Plätze konnte ich jedoch nicht mehr gut machen. Ich beendete mit knapp 37:06,9 Minuten Rückstand hinter dem Vorjahres- und erneutem Sieger Thorsten Langer, mit einer Zeit von 02:29:45,2 als 43igster das Rennen.

Sven Steffens Crossduathlon Schleiden Zieleinlauf

Von den gemeldeten 145 Startern erreichten am Ende 110 das Ziel und das keiner zu früh. Denn direkt nach dem Ende des Rennens schlug das Aprilwetter zu. Mit der ersten Böe löste sich das Holzdach des Infostands und flog mehrere Meter durch die Luft. Kurz darauf ging es mit Hagel und Platzregen los. Ich war zu dem Zeitpunkt bereits im Auto und machte mich auf dem Weg nach Hause.

Jetzt gilt es Fehleranalyse zu betreiben und das nächste Rennen am 01.Mai in Frankfurt ins Visier zu nehmen. Hier wir es beim Legendären Radrennen um das Frankfurter Finanzzentrum bestimmt wieder spannend werden.