Posts mit dem Label X-Terra Germany werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label X-Terra Germany werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 20. September 2012

Crossduathlon Ahrweiler

Abschlussrennen der X-Trails Regio Tour Eifel


Samstag 15.09.2012 Ahrweiler / Rheinland-Pfalz

Heute fand das letzte der vier Regio Tour Rennen statt. Nach Schleiden, Büttgenbach und Schalkenmehren ging es dieses mal nach Ahrweiler. Um genauer zu sein nach Grafschaft und dort in den Bölinger Wald. Dort war mitten im Wald der Start- Zielbereich, die Anmeldung und ein Getränke- und Grillstand des heuteigen Rennens aufgebaut.

Nachdem ich meine Unterlagen abgeholt hatte, ging ich in die Wechselzone um dort alles vorzubereiten. Also Startnummer am Mountainbike und Nummernband festmachen, Laufschuhe raus stellen und eine Matte für den Wechsel bereit legen. Danach machte ich mich auf die MTB-Strecke um sie vor dem Rennen einmal abzufahren. Das habe ich bei den vorherigen Rennen auch so gemacht und es hat sich als gut und sinnvoll erwiesen, denn so weiß man genau wo die Engstellen, die Steigungen, die rasanten Abfahrten und die Gefahrenstellen auf der Rennstrecke liegen.


Nachdem ich wieder in der Wechselzone war, entdecke ich die üblichen Verdächtigen, so zum Beispiel Thorsten  Langer der bereits zwei der drei Regio Tour Rennen gewonnen hat und damit die Serie anführt. Eric Vliegen ein belgischer Biathlet, der wie Langer nach dem Biathlon den Duathlon für sich entdeckt hat und Mathias Frohn, der in der Szene zu den besten MTB-Fahrern zählt. Diese drei werden wohl am ende die drei ersten Plätze unter sich ausmachen. Mein Ziel ist es heute Sebastian Loben zu schlagen. Sebastian ist ein wesentlich besserer MTB Fahrer, aber auf der Laufstrecke konnte ich ihn dieses Jahr bereits zweimal schlagen. Daher wollte ich dort heute besonders Gas geben und angreifen.

Um 15:50 Uhr fiel der Startschuss und die 25 Starter auf der X-Distanz eröffneten das schnelle Sprintrennen über die Distanzen 6km Laufen, 18km MTB und nochmal 3km Laufen.
Da meine einzige Chance im Laufen lag, musste ich gleich Angreifen und alles geben um Loben hinter mir zu lassen. So hielt ich mich an die Spitzengruppe und versuchte an ihr dran zu bleiben. Die Laufstrecke ging über feste Waldwege, erst bergauf um nach der Hälfte wieder zurück Richtung Start zu verlaufen, dort wurde dann gewendet und das ganze noch einmal gelaufen um auf die 6km zu kommen. Nach den zwei Runden war ich mit einer Laufzeit von 00:21:08 Minuten auf Rang 9 und hatte noch 4 Athleten vor mir in Sichtweite.

Nachdem ich die Laufschuhe gegen die Radschuhe und das MTB eingetauscht hatte ging es auf die Radstrecke. Das erste Stück war ein Zubringer auf die eigentliche Rennstrecke, dort mussten dann drei Runden gefahren werden bevor wir wieder zurück zur Wechselzone fahren durften. Aber erst mal zu den drei Runden.

Es ging über Feld- und Wiesenwege Richtung Wald um dort dann über Wurzeltrails Richtung Eva-Turm zu fahren. Der Eva-Turm wurde uns bei der Rennbesprechung bereits als Gefahrenstelle genannt und hier war auch wirklich die einzige "schwierige" Stelle des Rennens. Am Turm angekommen, ging es hinter einer Kuppe steil bergab über Wurzeln und zwischen Bäumen hindurch.  Aufgrund des Tempos konnte man an manchen Stellen gute Sprünge hinlegen oder wie der ein oder andere Staffelfahrer sein Bike schieben :)
So schlimm wie im Race-Briefing beschrieben war diese Abfahrt jedoch nicht. Dennoch waren 4 Sanitäter vor Ort und einige Bäume mit Strohballen gepolstert. Sicherheit geht eben vor. Nach der Abfahrt ging es weiter bergab, bevor es dann an den einzigen Berg des Rennens ging. Hier passierte es dann auch, Loben zog an mir vorbei und hatte damit meinen Vorsprung von 2 Minuten vom Laufen zunichte gemacht. Ich versuchte an ihm dran zu bleiben, hatte jedoch nicht die Beine dafür, so musste ich nach einigen Minuten abreißen lassen.

Nach 00:55:03 Minuten beendete ich als 20. das MTB-Rennen und ging mit 4 anderen Athleten in die Wechselzone. Hier hieß es dann, schnell das Bike weg und die Laufschuhe an. Zu dritt gingen wir dann gleichzeitig auf die Laufstrecke und ich startete meinen verzweifelten Versuch die Zeit auf Loben so kurz wie möglich zu halten. Nach einigen hundert Metern konnte ich meine zwei Begleiter abschütteln um den nächsten Läufer vor mir ins Visier nehmen. Dieser wurde jedoch von Krämpfen gequält und dadurch in kürzester Zeit von mir eingeholt. Auf dem letzten Stück hatte ich Stefan Peters vom RSC Untermosel vor mir und konnte von Minute zu Minute den Abstand auf ihn verkürzen. Ca. 500m vor dem Ziel zog ich an ihm vorbei  und machte mich auf, um auf den letzten Meter Richtung Ziel noch Zeit gut zu machen. Mit einer Zeit von 00:10:12 Minuten beendete ich den Abschlusslauf über 3km als viert schnellster des Tages.

Ich beendet das Rennen in einer Gesamtzeit von 01:26:23 und belegte damit den 13. Platz. In der AK30 erreichte ich den 3. Platz und in der Serienwertung der X-Trails Regio Tour Eifel einen guten 6. Platz.

Der Sieg wurde wie zu anfangs von mir vermutet zwischen  Thorsten  Langer, Eric Vliegen und Mathias Frohn ausgemacht. Langer gewann mit einer Zeit von 01:12:32 das Rennen, nur 8 Sekunden hinter Langer erreichte Frohn das Ziel, Vliegen kam kurz dahinter ins Ziel.

Somit fand die X-Trail Regio Tour Eifel für mich ein überraschen gutes Ende und damit auch die Saison 2012. Das muss Roth nächstes Jahr erst mal toppen!!! ; )

Jetzt wird aber erstmal die Off-Saison ausgiebig genutzt und die Füße hochgelegt !!! Denn ab November geht das Ironman Training los. Also bis dann !!!

Link zur Ergebnisliste Ahrweiler

Link zum X-Trails Regio Tour Eifel Ranking




Mittwoch, 25. April 2012

Rennbericht 15. Eifeler Sparkassen Crossduathlon


Auftaktrennen zur
X-terra Germany Tour &
X-terra Regio Tour


Sonntag 22.04.2012, 12:00 Uhr in Schleiden/Eifel

Nach 170km Anreise nahm ich kurz vor Rennbeginn meine Startunterlagen am Infostand am Schleidener Sportplatz entgegen. Die Zeit reichte gerade noch um die 3,7km lange Laufstrecke einmal in Augenschein zu nehmen. Dies erwies sich schon als gar nicht so einfach, denn viele der eingeteilten Streckenposten wussten nicht so recht in welche Richtung sie mich schicken sollten. Wir hatten halt typisches Aprilwetter 7°C "warm", ein ständiger Sonne, Wolken Mix und das Wetter versprach nicht besser zu werden. Ich wollte nicht unbedingt nass in der Startbox auf das "GO" warten und lief daher auf gut Glück los..

Sven Steffens beim einlaufen

Nach 30min und ca. 4,5km erreichte ich wieder die Wechselzone, pünktlich zur Rennbesprechnung. Noch schnell die letzten Vorbereitungen in der Wechselzone abschließen und dann ging es schon an den Start.

Das Teilnehmerfeld stand dicht gedrängt an der Startlinie und wartete auf den Startschuss. Darunter der X-Terra Germany Vorjahressieger Lars Erik Fricke sowie der Vorjahressieger des Eifeler Sparkassen Crossduathlons Thorsten Langer.

Startschuss Crossduathlon Schleiden

Um 13:30 Uhr fiel der Startschuss und wir liefen mit Vollgas los. Am Anfang wurde eine kleine Schleife gelaufen um das Läuferfeld zu entzerren. Dann ging es über einen kleinen Weg zum ersten Berg und der zog sich... Statt wie geplant hier etwas Energie zu sparen blieb ich am Hauptfeld dran und erhöhte oben angekommen das Tempo.

Das Gelände war für einen Crosslauf echt klasse gewählt. Der Berg hatte das Hauptfeld nun soweit entzerrt das auch die engen und schwierigen Passagen auf den Trails ohne Behinderung gelaufen werden konnten.

Sven Steffens auf Trail beim Crossduathlon Schleiden
Hier hatten sich die Organisatoren echt Mühe gegeben und uns einen schönen Brocken zwischen die Beine geworfen. Zwischen Baumstämmen, Wurzeln, Ästen und Wassergräben schlängelte sich der Trail immer wieder hoch und runter. Nach einer Wiesenquerung ging es über einen Bach mit anschließendem Schlammloch und dann auf den letzten Kilometer vor der Wechselzone. Hier konnte man nochmal richtig Tempo machen, bevor es auf die zweite Laufrunde ging.

In Runde zwei konnte ich meine Position langsam weiter ausbauen und mich weiter nach vorne arbeiten. Ich fühlte mich gut und wollte unbedingt unter die Top 20 kommen. Kurz vor dem ersten Wechsel hatte ich mich bereits auf Platz 22 vorgekämpft. Dank eines sehr schnellen Wechsels vom Laufen aufs MTB konnte ich noch einige Plätze gut gemachen und griff die MTB-Strecke mit voller Power an.

Sven Steffens auf Trail beim Crossduathlon Schleiden

Am Anfang verlief die MTB Strecke genau wie die Laufstrecke, erst oben am Berg teilte sich die Strecke und es ging über morastigen und schweren Boden weiter in die Höhe. Hier hatte ich mit den ersten Problemen zu kämpfen. Zuviel Luft in den Reifen zwang mich zum Absteigen. In diesem Punkt hatte ich mich mit 4 Bar in den Reifen total verzockt. Manchmal ist weniger einfach mehr, bzw. lässt weniger einen weiter fahren. Naja, egal. Gas und weiter.

Sven Steffens auf dem MBT-Trail beim Crossduathlon Schleiden
Nach einer rasanten Abfahrt blieb ich in einer engen Kurve im Schlamm erneut stecken, als ich abstieg um mich zu Fuß weiter bergauf zu kämpfen ging erst mal nichts mehr bei mir. Krämpfe!!! In beiden Beinen. Was??? Wie geht das? Ich hab keine Ahnung!! Änderte jedoch nichts daran, dass ich weiter musste. Also dehnte ich die Beine und schob das Bike langsam weiter, bis ich wieder aufsteigen konnte. Ich verlor jedoch jede Menge Zeit durch dieses Schieben und damit wichtige Plätze im weiteren Rennverlauf. Immer wieder krampften meine Beine und ich konnte nichts dagegen tun, essen und trinken waren meine letzte Hoffnung. Mit den extra Kohlenhydraten, Zucker, Salz usw. war es mein Ziel meine Beine wieder locker zu bekommen. Mit jedem Kilometer viel ich aber weiter zurück und mühte mich über die Trails. Nach 01:34:19 und 23 zurückgelegten Kilometern erreichte ich wieder die Wechselzone und schlüpfte in meine Crosslaufschuhe.

Sven Steffens Crossduathlon Schleiden MTB Runde

Nachdem ich wieder auf der Laufstrecke war, machte auf einmal mein rechtes Bein dicht und ich stürzte kurz hinter dem Start-/Zielbogen. Sofort waren zwei Kampfrichter an meiner Seite und fingen an, mein Beine zu dehnen und so den Krampf zu lockern. Hier nochmal ein GROßES DANKESCHÖN an die 2 Helfer. Ich rappelte mich nach wenigen Minuten wieder auf und ging die letzten 3,7km an.

Auf der Strecke wurde mir bewusst, dass ich mit meinen Beinen kein Einzelfall war. Immer wieder sah ich am Streckenrand Läufer beim Dehnen oder gehend die letzten Kilometer zurückzulegen. Ich kämpfte mich mit meinen schweren Beinen weiter und konnte noch den einen oder anderen Läufer einholen. Viele Plätze konnte ich jedoch nicht mehr gut machen. Ich beendete mit knapp 37:06,9 Minuten Rückstand hinter dem Vorjahres- und erneutem Sieger Thorsten Langer, mit einer Zeit von 02:29:45,2 als 43igster das Rennen.

Sven Steffens Crossduathlon Schleiden Zieleinlauf

Von den gemeldeten 145 Startern erreichten am Ende 110 das Ziel und das keiner zu früh. Denn direkt nach dem Ende des Rennens schlug das Aprilwetter zu. Mit der ersten Böe löste sich das Holzdach des Infostands und flog mehrere Meter durch die Luft. Kurz darauf ging es mit Hagel und Platzregen los. Ich war zu dem Zeitpunkt bereits im Auto und machte mich auf dem Weg nach Hause.

Jetzt gilt es Fehleranalyse zu betreiben und das nächste Rennen am 01.Mai in Frankfurt ins Visier zu nehmen. Hier wir es beim Legendären Radrennen um das Frankfurter Finanzzentrum bestimmt wieder spannend werden.