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Sonntag, 3. August 2014

5. Vulkan Crosstriathlon Schalkenmehren

...vorgezogener Saisonabschluss 2014...


Die Maararena - VCT 2014

Die Woche konnte überhaupt nicht "bescheidener" für mich beginnen. Am Donnerstag hatte ich einen Termin zum MRT im Krankenhaus in Koblenz und das Ergebnis haute mich voll aus den Socken. Nach den Schmerzen in der Achillessehne, mit denen ich seit November 2013 zu kämpfen habe, diagnostizierten die Ärzte bei mir nun eine Schleimbeutelentzündung mit Wassereinlagerung im rechten Sprunggelenk. 6 Monate Laufverbot war die klare und deutliche Empfehlung der behandelnden Orthopädin. Mein Entsetzen muss mir in dem Moment ins Gesicht gemeißelt gewesen sein, denn die Ärztin schaute mich erstaunt an und meinte dann, "...naja, mindestens drei Monate nicht laufen, dann locker wieder anfangen, aber sofort aufhören wenn es wieder weh tut..."

Die Saison 2014 ist für mich damit gelaufen und das große Rennen nächste Woche in Wiesbaden kann ich getrost abhaken. Denn eins steht fest, ich hab keinen Bock, dass das in meinem Fuß chronisch wird !!! Daher gibt es jetzt Quarkwickel gegen die Entzündung.

Aber da war ja noch der Vulkan Crosstriathlon in Schalkenmehren. Einer meiner Lieblingswettkämpfe. er fand an diesem Wochenende bereits zum 5. mal statt. Ich hatte mich erst vor ein paar Tagen dazu entschieden dort an den Start zu gehen, da das Liga Rennen der 1. RTV in Kaiserslautern abgesagt wurde. Dieses eine Rennen wollte ich noch machen, bevor ich die Schuhe für drei Monate an den Nagel hänge.

Nina und ich fuhren also am Samstag den 02.08.2014 nach Schalkenmehren in die Vulkaneifel. Ich selbst war in der Woche bereits zweimal dort, um die MTB Strecke abzufahren. Denn heute sollte es auf jede Sekunde ankommen, daher musste ich alle Kurven und Anstiege auswendig kennen.

Beim Einschwimmen - VCT 2014
Um 14:30 Uhr bezog ich mit meinen Gleichgesinnten die Wechselzone und bereitete dort alles für das Rennen vor. Im Anschluss ging das allgemeine Gefachsimpel los. Wie immer sehr nett und lustig, gehört wohl einfach dazu. Nach dem ich mir noch einen Kuss bei Nina abgeholt hatte, ging ich um 15:15 Uhr zum Einschwimmen an den Schwimmstart. Dort erfolgte dann später auch die obligatorische Rennbesprechung, in der Organisator Lothar Kasper uns noch einmal den genauen Ablauf des Rennens erklärte. Uns erwartete auf der Vulkan-Distanz laut Lothar in den nächsten Stunden eine 1,5 km lange Schwimmstrecke, die aus zwei Runden mit einem Landgang bestand. Zwei Radrunden mit einer Länge von je 15 km gefolgt von drei Laufrunden. Bei dem warmen und trockenen Wetter konnte das ganze nur Spaß machen, auch wenn aufgrund des Neoverbotes schon einige am nörgeln waren.

Sven Steffens beim Landgang - VCT Schalkenmehren 2014
Landgang


Schwimmstart  - VCT Schalkenmehren 2014
Um 16:00 Uhr viel dann der Startschuss und die 66 Athleten der Vulkan Distanz gingen auf die Strecke. Das gesamte Schwimmen war eigentlich immer eine recht harte und zum Teil auch brutale Angelegenheit. Ständig hatte ich Füße im Gesicht, oder ein Schwimmer kam von der Seite an und wollte über mich drüber schwimmen. Zum teil blieb mir nichts anderes übrig als kurz zu Stoppen und die Rüpel ein paar Armschläge ziehen zu lassen. Der Landgang war eine recht entspannte Sache, hier konnte ich sogar drei Mitstreiter überholen und so beendete ich nach 00:30:51 Minuten als 38. das Schwimmen und lief in die Wechselzone zu den Bikes.

Ab auf die MTB Strecke - VCT Schalkenmehren 2014
Nach dem ich Socken, Schuhe, Brille, Helm und Startnummer angelegt hatte ging es dann erst mal durch die Wechselzone bis an die Stelle wo wir auf die Räder steigen durften und dann gleich einen Anstieg hoch. Ab jetzt war es an der Zeit verlorene Plätze wieder gut zu machen. Da ich die Strecke sehr gut kannte, konnte ich recht kräfteschonend starten und einige Plätze gut machen. An den doch recht steilen Passagen musste ich dann doch ganz gut drücken um an den anderen dran zu bleiben. Doch die Form war einfach nicht die von 2013. In Runde zwei wurde ich kurz nervös. Mein rechter Fuß begann zu schmerzen und ich überlegte kurz das Rennen abzubrechen. Ich entschied mich jedoch dagegen und verschob diese schwere Entscheidung auf die Laufstrecke. Sollte hier der Fuß weh tun, wäre das definitiv mein erstes DNF. Ich beendete die zwei Radrunden dann mit einer Zeit von 01:42:03 und wechselte die Radschuhe gegen die Laufschuhe.

Bilderservice von SPORTOGRAF : http://www.sportograf.com/de/shop/event/2370#event



Die Brücke - VCT 2014
Jetzt kam der entscheidende Moment, würde der Fuß auf den ersten Metern schmerzen? Er tat es nicht und so konnte ich relativ glücklich in die letzte Disziplin starten. Die Laufstrecke in Schalkenmehren ist aufgrund ihrer Schräglage sehr speziell. Aber mir macht das nichts aus und mit den richtigen Schuhen ist das auch überhaupt kein Problem, daher konnte ich beim laufen viele Plätze gutmachen. Es machte sich jedoch bemerkbar, dass ich in den letzten Monaten das Laufen aufgrund meiner Verletzungen vernachlässigt hatte. Meine letzte Koppeleinheit war im Juni beim der 70.3 Challenge in Kraichgau und das machte sich jetzt in Form schwerer und müder Beine bemerkbar. Besonders an der sehr steilen Brücke hatte ich zu kämpfe und wäre um ein Haar runtergefallen.  Ich beendete dann endlich nach langen 00:44:44 Minuten den Lauf und lief überglücklich über die Ziellinie. 

auf in Runde zwei - VCT 2014
Gesamtzeit:   02:57:38 
Gesamtplatz:          29.
AK M35                    5.


In der Wertung zur Rheinland-Pfalz Meisterschaft, blieb mir die Titelverteidigung leider verwehrt, aber rückblickend bin ich mit dem Titel Vize Rheinland-Pfalz Meister M35 mehr als zufrieden, denn ehrlich gesagt hätte ich vorher damit nicht gerechnet. Gewonnen hat übrigens der Altmeister Marc Pschebizin in einer Zeit von 02:25:16. Er konnte sich auf der Laufstrecke gegen Gunner Keitzel vom DLC Aachen durchsetzten, der mit einer Zeit von 02:27:59 zweiter wurde.

Siegerehrung Rheinland-Pfalz Meisterschaften M35


Alles in allem, wieder einmal ein sehr schönes und super organisiertes Rennen in Schalkenmehren. Das Team um Lothar Kasper hat wieder einmal ganze Arbeit geleistet und hat abends auf der Rockdisco hoffentlich noch richtig die Kuh fliegen lassen. 
Nächstes Jahr bin ich bestimmt wieder am Start und dann wird wieder angegriffen !!!

Samstag, 5. Juli 2014

1. Nibelungen Triathlon Worms

2. Rennen der 1. Triathlon Rheinland-Liga 2014


Am 29.06.2014 ging es für das Team vom VfR Simmern zu dem zweiten Rennen der 1. Rheinland-Liga. Mit am Start waren neben mir Holger Michels, Stefan Scherer und seit "Jahren" zum ersten mal wieder Thomas Wendling. In dieser Konstellation war es unser Auftrag den Klassenerhalt des Teams in der Liga zu sichern.

Bereits um 09:30 Uhr mussten wir unser Startunterlagen in Worms in Empfang nehmen. Da der Start des Ligarennen erst für 13:00 Uhr angesetzt war, konnten wir nachdem unsere Laufsachen in der Wechselzone deponiert hatten noch ein zweites Frühstück zu uns nehmen und was viel wichtiger war, nochmal ein richtiges stilles Örtchen besuchen. Was unglaublich befreiend war :)

Der Start fand im Wasser des Hafenbeckens in Worms statt und Pünktlich zum Startschuss fing es zu Regnen an. Als letztes gingen wir von der 1. RTV auf die Strecke und jagten den vor uns gestarteten Jedermännern hinterher. Nach 00:14:22 kam ich als 39. mit einer eher mittelmäßigen Schwimmleistung aus dem Hafenbecken. An meiner Seite war bereits Stefan und gemeinsam liefen wir dicht an dicht in die Wechselzone 1 und an unsere Räder. Da ich mir keine Socken anzog und meine Schuhe am Rad fixiert waren, konnte ich nachdem ich meine Startnummer an und den Helm auf hatte, vor Stefan auf die Stecke gehen.

Hier machte ich gleich mächtig Dampf. Im leichten Regen konnte ich schnell mein Tempo finden und so meine Position im Feld festigen. Die Radstrecke war trotz des leichten Regens sehr schnell. Vielen der Startern ging es dennoch nicht schnell genug und so fanden sich auf der Strecke schnell kleine Gruppen die zusammen im Wind lutschten. Sauer und fluchend vor dieser "Fairness" zog ich mit mächtig viel Wut im Bauch an einer dieser Gruppen vorbei und zeigte ihnen, dass es mit Willen und Muckies in den Beinen noch schneller geht als im Windschatten anderer. So konnte ich mich auf Platz 29 vorarbeiten und nach 00:34:05 die 20 km lange Radstrecke durch Worms Richtung Wechselzone zwei verlassen. 

Zufrieden mit dieser guten Leistung ging ich dann auf die Laufstrecke, vor der ich Aufgrund meiner Achillessehenverletzung den meisten Respekt hatte. Denn Freitags musst ich bereits nach 3 km meine letzte Laufeinheit abbrechen. Die Schmerzen in der Sehne waren einfach nicht mehr auszuhalten. 

Mit diesem unguten Gefühl in den Beinen ging ich auf die Laufstrecke. Alles oder nichts war die Devise für mich in diesem Rennen und so ging ich die 2 Runden des 5 km langen Laufs auch an. Das Laufen an sich war eher unspektakulär. Der Schmerz im Fuß hielt sich in Grenzen und ich musst nur wenige an mir vorüber ziehen lassen, da ich kein hohes Tempo angehen konnte. Nach 00:19:29 überquerte ich dann endlich den Zielbogen. Nicht gerade Bestzeit aber mit Rückblick auf das seit Monaten fehlende Lauftraining doch noch zufriedenstellend. 

Weiter geht es am 07.09.2014 am Bostalsee wo wir den Rheinland-Pfalzmeister über die Sprint-Distanz suchen werden.
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Donnerstag, 15. Mai 2014

3. Internationale Citytriathlon & Firmentriathlon Koblenz

Start in die Triathlonsaison 2014


3. Int. Citytriathlon Koblenz - Sven Steffens im Wasser
Am Sonntag den 04.05.2014 war es endlich wieder soweit, im Beatusbad Koblenz fand zum dritten mal der Internationale Citytriathlon und Firmentriathlon Koblenz statt. Dieser stellt für mich seit drei Jahren den Auftakt zur Triathlonsaison dar. Dies war die perfekte Gelegenheit für einen ersten Formtest und um alte und neue Bekannte und Freunde wieder zu sehen. Ich muss sagen, es werden von Jahr zu Jahr immer mehr Leute die man im Start- Zielbereich kennt. Schön !!! :)

Geschwommen wurde wie immer im Beatusbad auf einer 25 m Bahn. Insgesamt mussten
500 m am Stück geschwommen werden. Das Hauptproblem hierbei war nicht das schwimmen an sich, sondern das schwimmen mit fünf Personen auf einer Bahn. Aber hierfür finden normalerweise im Vorfeld unter den Startern absprachen statt. Bei uns auf der Bahn lief das auch so und doch ganz anders ab.

Ich startete in Lauf 15  auf Bahn 2 und nach der Zuteilung der farbigen Bademützen gingen wir ins Wasser. Dort klärten wir, wer auf welcher Position starten sollte, damit die langsamen die schnelleren nicht behindern sollten. Wir waren gerade dabei uns um zugliedern, als das Startsignal ertönte. Ich hatte dabei das Pech, das ich mit dem Rücken zum Wasser stand und mich am Beckenrand nicht abstoßen konnte. So geriet ich auf dem ersten Meter bereits in die berüchtigte Triathlon-Waschmaschine und war einer der Hauptakteure des Gerangels auf Bahn zwei. Nachdem ich mich durchgesetzt hatte und an der Spitze des Schwimmerdfeldes war, baute ich meinen Vorsprung von Bahn zu Bahn aus und konnte relativ zügig die anderen Schwimmer überrunden. Natürlich gefällt das nicht jedem und manch einer versucht sich breit zu machen oder einen irgendwie anders zu behindern. Da ich in dem Fall eher schmerzfrei bin, schwamm ich einfach über den anderen drüber und so konnte ich nach 00:07:58 Minuten als zweiter direkt hinter dem Führenden der 15. Starterwelle das Wasser verlassen.

3. Int. Citytriathlon Koblenz - Sven Steffens 2 Radrunde
In der Wechselzone hatte ich dann nur knapp 10 Meter Rückstand auf den Führenden. Da mein Fahrrad ganz am Anfang der Wechselzone stand, konnte ich es mir gleich schnappen und schon in der Wechselzone die ersten Meter zum führenden gut machen. Nachdem ich auf dem Sattel war, dauerte es nicht mehr lange und ich lag in Führung. So wurde ich in kürzester Zeit, vom Jäger zum gejagten. Ich machte natürlich direkt ordentlich druck auf dem Rad, aber da ich in dieser Disziplin eher ein Jäger Typ bin, konnte ich meinen Vorsprung nicht so deutlich wie erhofft ausbauen. Insgesamt benötigte ich für die 5 Runden
à 4 km dann doch noch 00:33:13 Minuten. 

3. Int. Citytriathlon Koblenz - Sven Steffens Flash Radrunde
In der Wechselzone ging dann alles wieder ganz schnell. Rad weg, Helm ab, Laufschuhe an und Gas. Am Anfang schmerzte mein rechter Fuß noch ein wenig, aber mit der Zeit konnte ich über den Schmerz hinauslaufen und ihn verdrängen. Nach und nach sammelte ich Läufer aus den anderen Startgruppen ein und verbesserte meine Position im Gesamtfeld. Für die zwei Runden je 2,5 km benötigte ich 19:06 Minuten und beendete so in einer Zeit von 01:00:17 als Gesamt 20. von 323 Startern das Rennen. In der AK belegte ich mit dieser Zeit ganz knapp den zweiten Platz. Da wäre mehr drin gewesen ;)



3. Int. Citytriathlon Koblenz - Sven Steffens auf dem Weg zur letzten Laufrunde
Alles in allem bin ich mit dem Rennen aber sehr zufrieden. Die Form für die kurzen Rennformate passt, Triathlon macht auch im Jahr 2014 noch Sau viel Spaß und am Rest muss ich noch arbeiten. 

Am 25.05. geht es ins zweite Rennen der Saison, dann zum Saisonauftakt der 1. Rheinland-Liga in Hachenburg.





Fotos: Nina Decker

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Sonntag, 19. Januar 2014

5. OIE Nahe-Crosslauf-Serie

Atzenkleb Crosslauf in Oberbrombach


Neues Jahr, neues Glück. So verschlug es mich am 18.01.2014 zum ersten Wettkampf der neuen Saison nach Oberbrombach zur alljährlichen OIE Nahe-Crosslauf Serie.

Das Wetter war gut und daher der Lauf stark besucht. Ich hatte zuerst das Gefühl, ich wäre beim falschen Wettkampf. Noch nie hatte ich in den letzten Jahren, bei einem Crosslauf , einen so vollen Parkplatz gesehen. Anscheinend hatte sich der Crosslauf in der Region sehr gut etabliert und herumgesprochen. Nachdem ich meine Startunterlagen abgeholt hatte, zog ich mich an der Stecke um und feuerte hierbei den einen oder anderen Bekannten an. Diese liefen zu der Zeit in dem Rennen der Mitteldistanz (3.700m).

Da das Wetter mit 2°-3°C noch recht gut zum laufen war, mir der Boden jedoch nass erschien und die Strecke zu 100% über Wald- und Wiesenwege verlief, entschied ich mich vor dem Rennen für einen Laufschuh mit Spikes, von denen ich mir einen besseren Grip erhoffte. Da ich aber nichts dem Zufall überlassen wollte ging es zum einlaufen direkt auf die Cross Stecke.

Wie erwartet war der Boden durch den Regen der letzten Tage sehr tief und schwer geworden. Die Kurven waren durch die Rennen zuvor ausgetreten und sehr matschig, was meine Wahl der Laufschuhe nur noch festigte. So ging es um 15:20 Uhr an den Start des ersten Wettkampfs im Jahr 2014, der zudem meine Premiere bei den "SENIOREN" in der AK M35 darstellte.
(Senioren ... #ARG#, seit gestern fühle ich mich "alt")

Atzenkleb Crosslauf - Streckenverlauf
Nachdem der Startschuss fiel, ging es gleich schnell zur Sache. Eine zwanzigköpfige Gruppe eilte nach vorne, wurde aber durch die engen und matschigen Wege schnell in die Länge gezogen. Ich versuchte mich in dieser Gruppe gut zu positionieren und wählte erst einmal ein weniger aggressives Tempo, um hinten heraus noch genug Energie für die steilen Anstiege zu haben.




Gelaufen wurde übrigens auf einem Rundkurs von knapp 1,23km Länge, bei dem es entweder Bergab, oder Bergauf ging. Insgesamt mussten 6 Runden gelaufen werden (7.400m), in denen jeweils 50 Höhenmeter über einen kleinen Trail überwunden werden mussten.

Ich wurde in der Gruppe recht schnell nach hinten durchgereicht, hielt mich jedoch im Windschatten der anderen Läufer und versuchte nicht abreißen zu lassen. Für mich war das Tempo, zu dem frühen Zeitpunkt in der Saison einfach zu hoch.
Am ende erreichte ich nach 33:00,20 Minuten als gesamt 18. das Ziel. Nicht meine Bestzeit in dem Rennen, aber immer noch besser als am Anfang erwartet. In der AK35 belegte ich mit der Zeit den dritten Platz und sicherte mir so mein erstes Podest in der neuen Altersklasse.

Gesamtsieger wurde Stefan Hinze ein Berglaufspezialist der LG DUV Kaiserslautern mit einer Zeit von 00:28:37,2 Minuten. Zweiter wurde Christian Cullmann vom VfL Algenrodt der in 00:29:12,60 Minuten das Ziel erreichte.Auf der Mitteldistanz siegte Florian Lauck von der LSG Saarbrücken-Sulzbachtal in einer Zeit von 00:13:05,7 Minuten. Sechster wurde Dirk Müller, 16. Wilhelm Storr, 24. Holger Rhein alle vom Hunsrück Marathon e.V., 28. wurde vom TEAM X-Sport Kastellaun Freddy Martin.


Link zu Serie

Link zu den AK-Ergebnissen


Ergebnisse Atzenkleb Crosslauf Langdistanz
Ergebnisliste Langdistanz 18.01.2014 - 7,4 km

Ergebnisse Atzenkleb Crosslauf Mitteldistanz
Ergebnisliste Mitteldistanz 18.01.2014 - 3,7 km

Dienstag, 10. Dezember 2013

Off-Season 2013



Das war die Off-Season 2013


Seit meinem letzten Wettkampf in München sind nun knapp neun Wochen vergangen, in der Zeit haben mein Trainingsplan und ich getrennte Wege eingeschlagen. Sport nach Lust und Laune oder auch einfach mal nix machen stand auf dem Programm. In dieser Zeit, habe ich viele neue Sachen ausprobiert und neue Bewegungserfahrungen gesammelt.

Crossfit Box Augsburg
So habe ich z.B. an einem achtwöchigen Crossfit Basisworkshop teilgenommen. Hierzu besuchte ich die Rebook Crossfit Box Augsburg und lernte neben "richtigen" Kniebeugen, Kettlebell swings, Turkish get ups, Front und Back Squats, Olympisches Kreuzheben ... und nebenbei den Begriff Muskelkater neu zu definieren. 

Nachhaltig in Erinnerung blieb mir ein ganz besonderer WOD (Workout of the day). Am ende der Übungsstunde machen wir einen WOD bestehend aus wallball und squats. Ziel des WOD war es einen 5kg schweren Medizinball 3m hoch an die Wand zu werfen, aufzufangen und dann eine tiefe Kniebeuge zu machen. Das ganze für 30 Sekunden ohne Pause. Als kurze Erholung durften wir nach dem ersten Durchgang 10 Sekunden verschnaufen, bevor es an die anderen 11 Runden ging. Ich glaube ich hatte noch nie so Muskelkater in den Oberschenkeln und ich behaupte meine Beine sind eigentlich ganz gut trainiert. 

Danke für die Schmerzerfahrung Jaz!


An den Wochenenden zog es mich mit ein paar Leuten vom Team X-Sport Kastellaun back to the roots and to the woods. So waren wir in der Ehrbachklamm und im Baybachklamm zum trail running. Das hat super viel Spaß gemacht! Die Wege sind übrigens auch zum Wandern echte Klassiker, die jeder mal gegangen sein sollte. Etwas Trittsicherheit ist bei dem Wetter zu empfehlen. Die Wege sind von der Aussicht und der Lage einfach ein Traum. Also wer noch nicht da war, nix wie hin!!!





Hallenbad Aqua Fit Kastellaun
Natürlich hab ich auch noch normale Sachen wie Schwimmen, Radfahren und Laufen gemacht. Das absolute Highlight war eine Schwimmeinheit von 100 x 100 m. Hierfür hatten wir uns den letzten öffentlichen Schwimmtag im Hallenbad Kastellaun ausgesucht. Zu dritt gingen wir an den Start, Abgangzeit 02:00 Minuten. Nach 4,575 km spielte mein Magen nicht mehr mit und ich musste aussteigen. Nur Christian Sieben schwamm die 10km in 03:20 Stunden durch und wurde von uns zum "Aquaman" gekürt ("Aquaman sucks" I know :) 

Nochmal ein dickes Dankeschön an das Team vom Hallenbad Aqua Fit für die Verlängerung des Sportschwimmens. Ende 2014 kommen wir garantiert wieder für diese Einheit vorbei.

Hallenbad Aqua Fit Kastellaun - C7
Hallenbad Aqua Fit Kastellaun - Verpflegung 





Spinning Marathon
Als zweite verrückte Einheit der Off-Season, bestritt ich einen 4 Stunden Spinning Marathon im Gesundheitszentrum Hunsrück. Mit von der Partie war natürlich C7 der solche Events zu lieben scheint. Während ich in den vier Stunden brav den Anweisungen der Coachs folgte (hoch, runter, vor, zurück, leichter, schwerer) verfiel Christian öfter mal in einen Trittfrequenzwahn und strampelte mehrere Minuten was das Zeug hielt. Das sein Bike dabei nicht umkippte war wohl reines Glück. Nach vier Stunden und einer frischen Dusche folgte das Abschluss Nudel essen, bei dem wir die verbrannten Kohlenhydrate direkt wieder nachschieben konnten.

Auf diesem Weg ein Dankeschön an die Organisatoren und die Spinning Coachs des Gesundheitszentrum Hunsrück! Ihr habt das echt klasse gemacht ! Ich komme nächstes Jahr gerne wieder vorbei, vielleicht dann ja für fünf Stunden :)


Die restlichen Tage verbrachte ich entweder mit extrem Couching, extrem Relaxen oder mit Stabitraining. Jetzt mit knapp sieben Kilogramm mehr auf der Hüfte neigt sich die ruhige und schöne Zeit wieder dem Ende zu. Die Ziele für 2014 sind bereits klar definiert (DM Mitteldistanz, Kraichgau und EM Mitteldistanz, Wiesbaden), dort will ich versuchen eine Zielzeit unter 04:30:00 zu erzielen. (In Wiesbaden aufgrund des Streckenprofils darf es auch etwas langsamer sein). Aber auch in der Liga wird wieder angegriffen. An den Rennen in der 1.RTV werde ich wieder für den VfR Simmern an den Start gehen, hoffentlich mit mehr Erfolg als in dieser Saison.

Es geht also wieder los !

Wir sehen uns im Ziel

Montag, 23. September 2013

21. Rhein-Ahr-Triathlon

Am 15.09.2013 ging es zum letzten Rennen der 1.RTV Liga nach Remagen. Hier ging es um alles oder nichts, denn von unserem Ergebnis an diesem Tag hing der Verbleib in der 1.RTV Liga ab. Aktuell waren wir Tabellenletzter mit nur einem Punkt Abstand auf das Team vom DJK Dudweiler. Wir (Christian Sieben, Stefan Scherer, Holger Michels, Joachim Wölke und ich) mussten also alles geben, um die Liga zu halten.

Der Start in Remagen ist wie in Mainz, etwas besonderes. Da wir im Rhein geschwommen sind, ist aufgrund der starken Strömung die Strecke länger und zum es gibt keinen Wasserstart. Die Strömung würde uns bei einem Wasserstart einfach wegtreiben und so starteten wir von einer Fähre gut 2,2km entfernt vom Schwimmausstieg, mitten auf dem Rhein. 



Ich hatte mich mit Holger in der letzten Reihe aufgestellt und nach dem Startsignal sprangen wir in die Fluten. Ich hatte an diesem Tag ein gutes Gefühl im Wasser und hielt mich links nahe am Ufer, da ich hoffte die Strömung sei dort etwas schneller. Ich kam gut durch und zog an manch einem anderen Schwimmer vorbei. Nach 21:37 Minuten hatte ich die 2,2km lange Schwimmstrecke beendet und wurde von helfenden Händen aus dem Wasser gezogen. Dann ging es im Laufschritt, die knapp 600m vom Schwimmausstieg zur Wechselzone, in der auf die Räder gewechselt wurde. Und hier traf mich fast der Schlag! Mein gutes Gefühl vom Schwimmen wurde auf einen Schlag zerstört. Denn in der Wechselzone waren bereits Stefan und Joachim am Wechseln, Christian war sogar schon weg. Normal war das nicht und so beeilte ich mich um den drei VfR'lern so schnell wie möglich hinterher zu kommen.

Nach knapp 5km konnte ich dann zu Stefan und Joachim aufschließen und nach 2 weiteren Kilometern sogar an ihnen vorbei ziehen. Im weiteren Rennverlauf überholte ich weiter fleißig und fuhr zum teil, mit einer Spitzengeschwindigkeit von 66,6km/h durch die Gegend. Die 44km lange Radstrecke war in zwei Runden unterteilt, auf der es insgesamt 595 Höhenmeter zu überwinden galt.  Irgendwie hatte ich mich hier müde gemacht, denn bei Minute 45 kam auf einmal Stefan von hinten an mir vorbei geflogen und schrie mich an, ich solle sein Tempo aufnehmen und dranbleiben. Aber keine Chance nach einem kurzen Kraftakt musste ich ihn ziehen lassen. Ich hatte an diesem Tag einfach keine Kraft, um an ihm dran zu bleiben und so ging es zurück nach Remagen und in die Wechselzone.

Der abschließende 10km Lauf verlief eigentlich flach am Rheinufer, nur mit einer kleinen Kuppe am Wendepunkt bei der man knapp 15 Höhenmeter erklimmen musste. Eigentlich eine sehr schnelle Strecke und im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich entschärft. Aber auch hier sollte es nicht so laufen wie ich es mir im Vorfeld ausgemalt hatte. Bis Kilometer 4 oder 5 brauchte ich, um wieder mit Stefan gleichzuziehen aber ich konnte nicht vorbeiziehen. Meine Beine waren schwer und ohne Kraft, der Kopf müde und nicht bereit über die Schmerzgrenze hinaus zugehen. Dann kamen noch Krämpfe im rechten Oberschenkel dazu und so musste ich Stefan wieder ziehen lassen. So beendete ich nach 02:24:48 als gesamt 160. das Rennen nur 12 Sekunden hinter Stefan. Nachdem ich die Ziellinie überquerte, fiel ich in die nächstbeste Ecke des Zielbereichs, erschöpft und völlig zerstört.

Das war einfach nicht mein Tag gewesen. Bereits beim Schwimmen konnte ich nur als 290. das Wasser verlassen und dann auf dem Rad die starke Leistung der vergangenen Saison nicht bringen. Der Lauf hielt sich in Grenzen, war aber auch nicht wirklich eine Bestleistung. Die Saison mit ihren über 15 Wettkämpfen scheint ihren Tribut zu fordern und so kann ich jetzt beruhigt in die Off-Season starten, um meinem Körper und vor allem meinem Kopf mal ruhe zu gönnen.

Aber das Gute des Tages war, dass wir den Abstieg verhindert haben! Meine Leistung war an diesem Tag vielleicht nicht die beste, aber das Team hat sein Ziel erreicht. Damit bleibt das Triathlon Team des VfR-Simmern auch im Jahr 2014 Erstklassig.

Montag, 16. September 2013

münz extrem Kannenbäckerlauf

Am 08.09.2013 hat mich mal wieder das Cross-/Hindernisslauf Fieber gepackt!
Wer mich kennt, weiß dass ich mich ab und zu beim Sport auch gerne mal dreckig mache oder mich über, unter und durch Hindernisse quäle. Nach einer erfolgreichen Triathlon Saison, war es nun endlich mal wieder an der Zeit und deshalb hat es mich in den WW verschlagen.

Es ging nach Höhr-Grenzhausen um von dort im Rahmen des münz extrem Kannenbäckerlaufs nach Ransbach-Baumbach zu laufen. Aber da das viel zu einfach ist, wurden auf die anspruchsvolle Trailstrecke noch 14 Hindernisse aufgebaut, die es schnellstmöglich zu überwinden galt. Hier warteten unter anderem so Hindernisse wie die "Westerwälder Wand", Strohballenberge oder auch mal ein Bach. Quasi ein kleiner Strongman Run nur nicht in der Eifel sondern im Westerwald.



Das Streckenprofil war das Salz in der Suppe. Die Hindernisse waren nicht so schwierig wie erwartet und so konnten wir richtig Tempo machen. Wenn da nicht diese steilen Anstiege gewesen wären...... 





Gestartet wurde in 4er Gruppen mit 10sec Zeitversatz. Damit sollte verhindert werden, dass zu viele Sportler an den Hindernissen warten müssen. Da ich in der 4. Startgruppe an den Start ging, hatte ich dieses Problem jedoch gleich ausgeschlossen und so konnte ich mich auf das Überholen konzentrieren. Bereits nach 3 Kilometern war ich auf Position vier und näherte mich Schritt für Schritt den beiden Läufern auf 3 und 2. Bei Kilometer acht hatte ich sie dann auch gestellt und durchquerte mit ihnen zusammen das strömende Wasserhindernis, den Bach. Leider konnte ich am Berg das Tempo nicht mehr halten und musste Sie wieder ziehen lassen.

Im weiteren Rennverlauf konnte ich immer mal wieder an die Position drei heran laufen, aber nie an dem Sportler vorbei ziehen. Zwei Kilometer vor dem Ziel verließen mich dann meine Kräfte und ich musste die anderen ziehen lassen und so begnügte ich mich damit, Rang vier zu verteidigen. Auf den letzten 100 m hatte der Veranstalter dann nochmal vier "Hindernisse" für uns aufgebaut. Einmal mussten wir die Treppen an einer Häuserfront ablaufen, dann unter einem Bauzaun drunter durch kriechen, durch ein Wasserbecken laufen und zum guten Schluss noch über einen Reifenstapel klettern, bevor es ins Ziel ging.

Nach 01:06:36 überquerte ich 17 sec nach dem dritten das Ziel. Somit konnte ich den Platz vier mit über einer Minute Vorsprung ins Ziel retten. In der AK belegte ich einen glücklichen 2. Platz. Jetzt wird es Zeit, dass die Saison sich dem Ende zuneigt, denn so ausgebrannt und müde wie nach diesem Lauf war ich schon lange nicht mehr. Aber noch ist nicht aller Tage Abend und jetzt warten nur noch 3 Wettkämpfe vor der Off-Season auf mich.

Sonntag, 18. August 2013

Deutsche Meisterschaften Cross Tritahlon - Olympische Distanz




Gestern ging es für mich mit beladenem Auto mal wieder zu einem Wettkampf. Nach gerade mal zwei Wochen Erholung, stieg  ich nach der Challenge Roth mit den Vorbereitungen für das Rennen in der Eifel wieder ein und bereitete mich gezielt auf dieses Crossrennen vor. Letztes Jahr wurde ich in der Eifel Vize-Rheinland Pfalz Meister der Altersklasse 30ig und diesen Titel wollte ich dieses Jahr verteidigen.

Bild von Jens Roth bereitgestellt.
In Schalkenmehren angekommen, bereitete ich die Wechselzone vor und machte mich mit dem neu gestalteten Wechselbereich vertraut. Dieser wurde aus Platz gründen noch weiter vom Maarbad entfernt aufgebaut und sollte für über 400 Athleten Platz bieten. Des weiteren gab es dieses Jahr ähnlich wie beim Mittelmosel-Triathlon, eine Brücke an der sich die Rad- und die Laufstrecke kreuzten. Der Anblick bei der ersten Begehung versprach nichts gutes, sau steil das Ding! Nachdem ich alles gesehen hatte und wusste wo ich nach der jeweiligen Sportart rein und raus wechseln sollte, ging ich ins Maarbad zum RTL Radio live Interview mit Jens Roth und Marc Pschebizin. Jens war vor kurzen Altersklassen Amateurweltmeister im Cross Triathlon geworden und galt als großer Favorit auf die Krone des deutschen Meisters.

Bild von Christian Sieben bereitgestellt
Kurz vor dem Start ging ich nochmal in die Wechselzone um meine restlichen Klamotten abzulegen, als plötzlich der komplette Fahrradständer mit knapp 150 MTB's durch einen Windstoß umkippte. Der Start wurde um ein paar Minuten verschoben und wir räumten unsere Räder auf einen anderen Ständer. Dann ging es ohne Neo zum Start, aufgrund der hohen Wassertemperaturen von ca. 21°C hatte die Wettkampfleitung beschlossen, dass es zu warm ist um mit Neo zu schwimmen. Außerdem waren es ja schließlich die deutschen Meisterschaften und da sollte dann auch der Beste aus allen drei Disziplinen gewinnen und nicht einer der nur mir Neo schnell schwimmen kann.

Bild von EIFELBIKE bereitgestellt
Als der Startschuss fiel, ging vor den 2000 Zuschauern der Kampf um die besten Plätze los. Von den knapp 150 gemeldeten Sportlern stürzten sich 128 in die Fluten und schwammen 350m hinaus ins Schalkenmehrener Maar um an einer Boje wieder zu wenden und dann zurück zum Maarbad zu schwimmen. Dort angekommen, halfen einem zwei kräftige Ordner am Schwimmausstieg aus dem Wasser und dann ging es nach einem kurzen Landgang (ca. 50m) wieder zur Boje raus. Nach 1500m schwimmen kam ich nach 27:13 auf Rang 38 liegend aus dem Wasser und lief Richtung Wechselzone. Jens Roth war da bereits als Führender mit einem Vorsprung von 07:23 min vor mir auf der Radstrecke unterwegs. Der Wechsel gelang mir relativ zügig und so konnte ich den zweiten Teil in Angriff nehmen.

Der Radstrecke, wie immer meine schwache Disziplin, hatte ich dieses Jahr in der Vorbereitung mehr Aufmerksamkeit gewidmet.  Zweimal war ich in den letzten Wochen die Strecke abgefahren und kannte daher jede Kurve und jede Steigung wie aus dem Effeff. Die Radstrecke bestand aus zwei Runden a 16km mit ca. 425 Höhenmetern pro Runde. Klingt erst mal nicht wild, aber wenn man richtig Gas gibt brennt jeder Meter wie Feuer in den Beinen. Meine Position konnte ich wie zu erwarten war, nicht halten und wurde auf Rang 42 durchgereicht. Aber das Rennen wird ja bekanntlicher weise erst beim Laufen entschieden, daher machte ich mir während des Radrennens darüber keine Gedanken. Auf dem staubigen Untergrund kam ich dennoch sehr gut vorwärts und konnte mich an einer fünf Mann starken Radgruppe festbeißen. Nach 01:34:43 war die Radstrecke dann auch schon beendet und ich wechselte auf Postion 42 liegend zum laufen.



Auf meiner Paradedisziplin konnte ich wie immer die Jagd aufnehmen und sammelte nach und nach die Sportler vor mir auf der Stecke ein. Auf der ersten Runde kam mir dann Jens Roth gehend entgegen. Im kurzen Gespräch erfuhr ich das er disqualifiziert wurde !!! Warum fragte ich noch, konnte die Antwort aber nicht mehr hören, da ich weitergelaufen war. Es mussten drei Runden a 3,2 km gelaufen werden, der erste Teil war ein richtiger Crosslauf über schräge Wiesenpassagen und über die eben erwähnte Brücke, der zweite Teil verlief über Teer und war daher deutlich schneller und besser zu laufen. Für die bereits ermüdeten Oberschenkel waren die steilen Anstiege in den Wiesenhängen eine wahre Freude. Als ich Kilometer 4 erreichte, lief bereits der Sieger und damit deutsche Meister Lars Erick Fricke vom AC Apolda ins Ziel. Er gewann das Rennen mit einer Gesamtzeit von 02:16:52 knapp vor Malte Plappert vom Tri-Team Heuchelberg. Für mich hieß es aber weiterlaufen und vor allem weiter kämpfen, denn jeden den ich jetzt noch überholen konnte, würde sich in der Ergebnisliste hinter mir wieder finden.

Nach 40:02 min beendet ich als 22. den lauf und finishte damit den VCT 2013 in einer Gesamtzeit von 02:41:59 als 31.in der Gesamtwertung.

1. Platz Rheinland-Pfalz Cross Triathlon AK30 Urkunde
In der Wertung zur deutschen Meisterschaft belegte ich mit der Zeit Rand 23. und in meiner Altersklasse, der AK30 den 4. Platz.

In der Wertung zur Rheinland-Pfalz Meisterschaft erreichte ich den 4. Gesamtplatz und in meiner Altersklasse den 1. Platz und wurde Rheinland-Pfalz Meister im Cross Triathlon 2013


Für mich geht es jetzt langsam dem Ende der Triathlon Saison entgegen. Am 15. September werde ich nochmal in der 1.RTV Liga an den Start gehen und dann war es das mit Triathlon für das Jahr 2013. Aber wie bekannt ist, ist nach der Saison vor der Saison und ich hab ja noch einige andere Rennen vor mir. Mir wird also bestimmt nicht langweilig. Ich halte euch auf dem laufenden!

1. Platz Rheinland-Pfalz Cross Triathlon AK30

Sonntag, 21. Juli 2013

Challenge Roth 2013

Mein längster ganzer Tag


Mein Abenteuer Challenge Roth begann am Freitag dem 12.Juli. Im Konvoi fuhren Christian Sieben, Nina und ich mit der kompletten Ausrüstung und Koffern für den anschließenden Urlaub Richtung Nürnberg über die A6. Nach gut 3 1/2 Stunden fahrt, kamen wir in Roth am Expo Gelände des Triathlon Parks an und stellten dort unsere Autos ab, um unsere Startunterlagen abzuholen.

Nach einem kurzen Boxenstop bei Thorsten Neuls von DEXTRO Energy ging es über das Messegelände. Für den Anreisetag hatten wir uns vorgenommen Neuheiten zu bestaunen, Giveaways an den Herstellerständen abzugreifen und alte und neue Bekannte zu treffen. Anschließend ging es nach Hilpoltstein ins Hotel. Naja, nicht direkt nach Hilpoltstein. Wie sich herausstellte war unser Hotel im Bezirk K und damit nicht im Ort sondern etwas außerhalb, es war aber immer noch nahe genug, um schnell mit dem Auto überall hinzukommen. Und so ging es am Abend wieder zurück nach Roth, um Nudeln zu essen und an der Eröffnungsfeier teilzunehmen, naja sagen wir anwesend zu sein. Das Essen hat uns an diesem Abend mehr gefesselt als die Party. Da die Nudeln an diesem Tag in Roth wohl Mangelware waren, gab es nach der Pasta als Nachtisch noch einen Döner.

Der Samstag, begann sehr entspannt bei einem gemütlichen Team-Frühstück mit allen Startern und Lebenspartnern der im Hotel untergebrachten Tri-Friends. Nach einem kurzen Entspannungskakao ging es dann zur letzten Trainingseinheit vor dem Rennen. Ein Koppeltraining Richtung Solarer Berg. Auf dem Plan standen 20km Rennrad mit 3x 1min max Speed und einem anschließenden lockeren Koppellauf über 3km. Christian und ich machten diese Radeinheit zusammen, um gemeinsam Druck auf dem Rad aufbauen zu können und so rasten wir Richtung Roth. Am Solarer Berg fuhren wir zum ersten mal den wohl berühmtesten Abschnitt des Rother Rennens und konnten uns zu dem Zeitpunkt noch nicht vorstellen, was uns nur einen Tag später genau dort erwarten sollte. 

Am Nachmittag ging es an den Schwimmstart zum Check-In der Fahrräder. Hierbei hatten wir auch die Gelegenheit, uns die Wechselzone genauer anzuschauen und uns die Laufwege einzuprägen. Hier erhielten wir einen ersten Eindruck, von dem was uns am nächsten Tag erwarten sollte. Anschließend ging es wieder zum Messegelände nach Roth. Leute treffen, Souvenirs kaufen und natürlich Essen. Gegen Abend gingen wir mit einem Teil des Teams, nach einem kurzen Zwischenstopp bei einem Imbiss, in eine Pizzeria um vor dem Rennen nochmal richtig Kohlenhydrate zu Bunkern. Mit vollem Bauch, ging es dann zurück ins Hotel, um die letzten Vorbereitungen abzuschließen und früh schlafen zu gehen.  

Sonntag RACE DAY
Der Tag begann um 4:00 Uhr morgens. Nach einem ausgewogenem Frühstück ging es an den Main-Donau Kanal in dem das Schwimmen stattfand. Es starteten 16 Startgruppen, die erste mit den Profis um 06:30, ich war in Startgruppe 9 eingeteilt und startete um 07:25h als vorletzter Tri-Friend. Somit hatte ich an diesem Tag genug Leute zum überholen vor mir auf der Strecke.

Die ersten Profis verließen den Kanal bereits als ich mich um 07:20h für meinen Start vorbereitete. Fünf Minuten später, war das Rennen und mein erster längster ganzer Tag auch für mich offiziell eröffnet. 3,8km Freiwasser schwimmen, 180km Radfahren und 42,192km Laufen lagen jetzt noch zwischen mir und meinem großen Ziel, dem SUB10 Finish. Das Wetter war sonnig, das Wasser ca. 22°C warm und so arbeitete ich mich Armzug für Armzug im Neoprenanzug den Main-Donau Kanal entlang Richtung erstem Wendepunkt. Vor dort ging es zurück Richtung Start und entlang unzähliger Menschenmengen, die das Schwimmen als Auftakt des Rennens hautnah mitverfolgen wollten. Laut Veranstalter waren Sonntags übrigens über 240.000 Menschen an den Strecken rings um Roth, um die Athleten anzufeuern.

Nach 01:05:12 kam ich dann nach offiziell 3,8km aus dem Wasser. Bei der Auswertung meiner GPS Uhr musste ich mit erschrecken feststellen, das ich wohl mehrere Schlenker geschwommen bin. So 100%ig würde ich mich auf diese Daten aber doch nicht verlassen. Zickzack schwimmen ok, aber einmal im Gegenverkehr schwimmen, hm... daran kann ich mich nicht erinnern. Laut GPS soll ich übrigens 4,23km geschwommen sein :)

Nachdem mir freundliche Helfer aus dem Kanal geholfen hatten, ging es im Laufschritt zum Wechselzelt. Unterwegs musste ich noch schnell den Wechselbeutel für den Neo aufnehmen und dann ging es im gewohnten Triathlon-Sprint Tempo aus der schwarzen Pelle raus und rauf auf die Radstrecke.

Hier galt es 180km auf zwei Runden à 90km zu fahren. Gemäß Streckenbeschreibung erwarteten uns auf dieser Strecke 1.500 Höhenmeter und mehrere Stimmungsnester wie zum Beispiel Greding oder den Solarer Berg in Hilpoltstein. Der "Magic Moment - Solar Hill" ist das Markenzeichen der Challenge Roth und macht dieses Rennen durch seine atemberaubende Stimmung und einmalige Atmosphäre in der ganzen Welt berühmt und so einmalig.

Die Radstrecke ging ich genau nach Plan an. Im Vorfeld hatte ich mit meinem Coach die Marschrichtung für das Rennen besprochen und so hatten wir für das Radfahren festgelegt, das ich mich auf dem Rad bei 200-210 Watt bewegen sollte. Bei den Bergen und Stimmungsnestern sollte ich verstärkt auf die Wattwerte achten, da die Zuschauer am Streckenrand uns Athleten die
Berge hoch peitschen würden. Und so arbeitete ich Kilometer für Kilometer der Stecke nach Plan ab. Nach knapp 70km kam ich dann auch zum ersten mal in Hilpoltstein an. Hier erwartete mich der Solarer Berg. Der Berg, der Triathletenherzen höher schlagen lässt und einen für jede verregnete Trainingseinheit 1.000 fach entschädigen sollte. 

Bereits als ich unten um die Kurve fuhr, gingen mir die Nackenhaare hoch knapp 40.000 Menschen drängten sich auf kleinstem Raum direkt am Streckenrand und feuerten die Athleten diesen Berg hoch an, wahrlich ein Magischer Triathlon Moment. Da vor mir eine etwas langsamerer Radgruppe war und überholen auf diesem Streckenabschnitt so gut wie unmöglich war, genoss ich die Fahrt hoch und saugte soviel positive Atmosphäre wie nur möglich in mich auf. Es war der reine Wahnsinn, so was hatte ich bisher nur bei der Tour de France im Fernsehen gesehen und jetzt erlebte ich es live und mitten drin. HAMMER !!! Ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich an diesen Moment zurück denke.

Mit einem Grinsen im Gesicht fuhr ich weiter und konnte nach 05:06:22 die 180km als erledigt abhacken. Mit einer solchen Zeit hatte ich im Vorfeld nicht gerechnet. Das ist ein Schnitt von knapp 35 km/h auf 180km Streckenlänge. Mein Plan SUB10 schien aufzugehen, jetzt musste ich nur noch einen Marathon unter 03:47:00 laufen. Es schien möglich zu sein...

Marathon 42,192 km laufen, der Weltrekord liegt bei 02:03:38, 2011 gelaufen in Berlin durch Patrick Makau Musyoki. Profi Triathleten laufen diese Strecke nach dem Schwimmen und Radfahren noch in unter 02:50:00, ich hatte jetzt nur noch 03:47:00 bis zu meinem ersten Langdistanz Finish. Zeit genug um den Traum des SUB10 Finish zu erfüllen und so ging ich die ersten Kilometer mit 4:50 min/km an. Im laufe des Tages, war das Wetter zum leid der Läufer immer besser geworden. An der Laufstrecke am Kanal stand die Luft und Lufttemperaturen um die 25-28°C machten das Laufen nicht gerade leichter.

Auf der Strecke begegneten mir nach Linda, die ich bereits auf der Radstrecke getroffen hatte, die anderen Teammitglieder der Tri-Friends. In den kurzen Momenten wurden schnell Informationen ausgetauscht und danach wieder auf Tunnelblick geschaltet. Für mich liefen die 42,192km ganz gut. Ich trank an jedem Verpflegungsstand Cola und nahm an jedem zweiten ein Gel zu mir, um mir verlorene Energie und Flüssigkeit wieder zuzuführen. Die Versorgung durch die Streckenposten war echt genial, neben Gels und Cola gab es noch Wasser, Isotonische Sportgetränke, Obst, Riegel und sogar klare Brühe. Aber gerade Wasser war an diesem Tag ein wichtiger Schlüssel für den Erfolg. Gefühlte 20 Liter Wasser schüttete ich mir zur Kühlung meines Körpers wegen der Hitze über Kopf, Arme, Brust und Rücken. Ohne diese Zusatzkühlung wäre bereits nach dem Halbmarathon für mich Schluss gewesen.

In der Zwischenzeit waren die Profis sowie die schnellsten Starter des Tages im Ziel eingelaufen und wurden in der DATEV Arena von unzähligen Zuschauern würdig in Empfang genommen. Das Männer Rennen gewann der Wahl-Luxemburger Dirk Bockel in 07:52:01 vor dem Titelverteidiger James Cunname aus Südafrika. Bei den Frauen kamen während ich noch lief, die Schweizerin Caroline Steffen in 08:40:35 und die Niederländerin Yvonne van Vlerken als zweite im Ziel an.

Mein angepeilte Renntempo von 04:50 min/km konnte ich bis zur Hälfte der Rennstrecke ganz gut halten, entschied mich dann aber auf Rat meines Coachs dazu, dass Tempo auf 05:10 min/km zu verlangsamen. Schließlich wollte ich mein SUB10 Ziel nicht durch eine Wanderpause auf der Marathonstrecke in Gefahr bringen. Zwischen Kilometer 27 und 31 quälte ich mich dann mit Seitenstechen über die Strecke und kämpfte mich Stück für Stück Richtung Roth und damit Richtung Ziel.

Auf dem Weg zum Ziel überholte ich noch den einen oder anderen Sportler und bog gegen Ende zu derr Ehrenrunde am Rohter Markplatz ab.

Jetzt knapp 2 Kilometer vor dem Ziel machten sich dann doch noch erste Krämpfe in meinen Füßen bemerkbar. Zeit zum dehnen nahm ich mir jedoch keine, sondern versuchte die Füße beim Laufen zu lockern und so den Krämpfen entgegenzuwirken. Mein Plan ging auf und nach knapp 03:28:00 betrat ich den Zielkanal am Tri-Park in Roth. Hier standen wieder einmal Jörg und Hannes die mich bereits des öfteren an der Strecke angefeuert hatten und riefen mir schon Glückwünsche für das tolle Rennen zu. Alle anderen Freunde warteten in der DATEV Arena auf unseren Zeileinlauf und nach 03:30:17 war es dann auch endlich für mich soweit. Ich überquerte in einer Gesamtzeit von 09:46:36 die Ziellinie und war damit ein SUB10 Triathlet. 


WOW !!! Was ein Gefühl! Den Tränen nahe, warf ich nochmal einen Blick zurück in die Arena um diesen Moment aufzusaugen und für später abzuspeichern. Das sind die Momente für die man sich im Winter quält. Für die man am Wochenende um 06:00 Uhr aufsteht um Radfahren zu gehen oder abends um 20:00h noch einmal Laufen geht. Die unschönen Tage und Momente gehen - aber der Stolz, den man beim Überschreiten der Ziellinie erlebt, der bleibt für immer !!!


Mit einer Gesamtzeit von 09:46:36 belegte ich am Ende den 221. Platz von 3407 Einzelstartern und in meiner Altersklasse den 67. Platz. In der Wertung zu den deutschen Meisterschaften über die Triathlon Langdistanz erreichte ich mit der Zeit den 122. Platz in der Gesamtwertung und den 38. Platz in der Altersklasse 30-34.
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