Freitag, 4. Mai 2012

ŠKODA Velotour - Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt

Erfahrungsbericht zum Jedermannrennen der ŠKODA Velotour


01. Mai 2012 in Eschborn/Frankfurt

Bereits in der Hexennacht gingen die Vorbereitungen zu meinem ersten Saison Highlight los. Nachdem ich bei Freunden auf einem Geburtstag nochmal meine Kohlenhydratspeicher richtig füllen konnte, musste mir meine Freundin beim Tasche packen und Rad startklar machen helfen.

Rennrad Vorbereitung
Samstags morgens ging es schon recht früh los nach Eschborn. Dort erwartete mich im Rahmen des Radklassikers "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" ein super Event. Dieses Jahr wurde mit 4500 Startern ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt und so kam man sich eher wie auf dem Maimarkt vor und nicht wie bei einem Radrennen, wären da nicht überall die Rennräder gewesen.


Der Veranstalter bot verschiedene Strecken für Biker und Skater an, unter anderem Strecken über 42, 70 und 103 km, bei der ich an den Start ging. Als besonderes Highlight des Tages galt die Überquerung des "Großen Feldberges". Das ist der höchste Berg im südwestlichen Taunus, ca. 880 m hoch und dort sollte der Bergkönig gesucht werden.

Um kurz vor 09:00 reihte ich mich im letzten Startblock der 103km Etappe ein und wartet dort auf den Start. Da ich bis dahin über keine Referenzzeiten im Radrennen verfügte, musste ich mit dem letzten Startblock vorlieb nehmen. Das ist zwar nicht unbedingt die Ideal Position um in einem Radrennen schnell nach vorne zu kommen, aber so konnte ich wenigsten sicher sein, dass ich den Großteil der über 1.900 Starter auf der "Langdistanz" mal kurz sehen würde.

Das Wetter versprach schön zu werden und so ging ich um kurz nach 9 Uhr, voller Zuversicht, auf die Jagd. Das Rennen ging ohne langes Geplänkel direkt los. Ich fand recht schnell eine starke Gruppe, die mit Dampf auf Frankfurt zu jagte. Wir flogen regelrecht Rad an Rad durch Mainhattan. Bei einem kurzen Blick auf meine Uhr, sah ich meine Geschwindigkeit mit 46km/h aufblinken. Ich hatte jedoch keine Zeit um mich darüber zu freuen und musste sofort wieder meinen Vordermann ins Visier nehmen, um nicht den Anschluss an die Gruppe zu verlieren. So bekam ich von der Skyline und dem drumherum in Frankfurt nichts mit. Das einzige woran ich mich jetzt noch erinnern kann, ist der unglaublich starke Wind der aus den Seitenstraßen kam. Mit so starken Winden hätte ich in Frankfurt City nie gerechnet.

Von Frankfurt aus ging die Jagd weiter über Oberusel auf den Feldberg zu. Unterwegs traf ich den einen oder anderen Bekannten mit dem ich in Frankfurt niemals gerechnet hätte. Nach einem kurzen Plausch, trennten sich jedoch schon wieder unsere Wege und nach 01:06:11 Stunden erreichte ich den Feldberg.

Ab hier hieß es nun, wer die Bergwertung für sich entscheiden will muss die 12km so schnell wie möglich hoch. Ich ließ mich von der Hektik nicht mitziehen und rollte in ca. 36min den Berg ganz gemütlich hoch. Mit der Zeit erhielt ich jedoch nicht das Shirt des Bergkönigs, sondern wurde im Nebel des Feldberges am Gipfel nur 699igster.

Auf der anderen Seite ging es dann mit wahnsinnigem Tempo bergab. Meine Uhr verriet mir nachher, dass ich Spitze 79 km/h drauf hatte. Wahnsinn, und das auf einem Fahrrad mit 22mm breiten Reifen, aber ich hatte ja einen Helm auf! Dann kann ja nix passieren!!!

Von da an ging es wellig bis bergig zurück nach Eschborn.

Polardaten Radrennen
90km lagen nun hinter mir und ich dachte auf den letzten 13km gibste nochmal richtig Gas. Gesagt getan, ich schaltete hoch und beschleunigte noch einmal um an meiner Gruppe vorbei zu ziehen. In Aeroposition liegend schob ich mich nun Kilometer für Kilometer im Wind nach vorne, auf die vor mir fahrende Gruppe zu. Doch statt die Gruppe zu erreichen blieb der Abstand konstant und meine Kräfte schwanden. So erging es mir wie vielen anderen die ihr Heil in der Flucht suchten. Sie wurden von der Gruppe nicht nur eingekascht, sondern auch vernascht und nach hinten durchgereicht.

Ich fand mich dann am Ende der Gruppe wieder und reihte mich dort ein. Der Einzelne ist halt nicht so stark wie eine Gruppe. Die letzten 3km absolvierte ich so im Gruppenrahmen und beendet den Radklassiker nach 03:09:19,1 als 754. im Gesamtklassement der Männer und als 261. in der Altersklasse Rad Masters 1 männlich, ca. 29min hinter dem Gesamtsieger.


Anschließend ging es in den Bereich der Zielverpflegung in dem ich mich satt essen und trinken wollte. Nach 3 Stunden mit Gels und Riegeln hatte ich mal Lust auf was anderes. Tja, viel gab es dort allerdings nicht! Fast jeder kleine Volks- oder Crosslauf hat ein besseres Angebot in seinem Zielbereich als das Radrennen in Eschborn. Wasser, Kaffee-Kekse, Äpfel und grüne Bananen (die sich nicht schälen ließen) waren alles was bereitgestellt wurde. Das enttäuschende Ende eines richtig geilen Rennens und so rollte ich nach einer kurzen Pause zurück zum Auto und machte mich auf die Reise in den Süden der Republik.

Sonntag ist dann schon wieder der nächste Einsatz. Beim 1. City Triathlon in Koblenz werde ich mich wieder ins Triathlon Geschehen stürzen. Bin mal gespannt ob ich bis dahin wieder Blut geleckt habe und für den Sprint-Triathlon Angriffslustig genug bin.

Ergebnisliste

1 Kommentar:

Aksha rani hat gesagt…

Alle Radfahrer sind jetzt in auszuziehen Stimmung für ausgezeichnete Reise von Radfahren auf diese Art von wunderbaren Straßen, ich hoffe, sie werden mit dieser fantastischen Reise zu genießen.