Freitag, 25. April 2014

Triathlon Trainingslager Gran Canaria 2014 (1/2)

Erfahrungsbericht über die ERSTE WOCHE des Trainingslagers

Alle Jahr wieder fliegen die Triathleten aus aller Welt auf die kanarischen Inseln um dem schmuddeligem Wetter in Europa zu entfliehen und um unzählige Trainingskilometer für die kommende Saison zu sammeln. Tja, ich gehöre auch zu den Leute die so was völlig verrücktes machen und in Ihrem Urlaub hunderte von Kilometern mit dem Radfahren, laufen und schwimmen. 

Anflug auf Gran Canaria
Und das ist mein Bericht vom Gran Canaria Trainingslager mit Marc Pschebizin Proficoaching. Die Reise begann für mich und meine Mitstreiter auf dem Flughafen Hahn. Gepäck verladen, meiner Freundin noch einen Abschiedskuss aufdrücke und dann für 14 Tage ab ins Trainingslager. 5 Stunden später waren wir dann in Gran Canaria im Hotel und lernten unsere Mitstreiter kennen, mit denen wir die nächsten Tage "rumhängen" würden. 

Die Unterbringung war gut. Eine kleine 2 Zimmer Suite mit Bad und einem netten Sportler aus der Schweiz mit dem ich die Zimmer teilte. So ging der erste Tag zu ende und ich fiel müde und erschöpft von der Reise ins Bett. 


Tag Zwei 16.03.2014 
Wir Starteten nach einem sehr guten Frühstück gegen 10:00 Uhr vor dem Hotel. Es ging nach Osten der Küstenstraße entlang nach St.Lucia. Marc hatte mich der ersten von vier Gruppen zugeteilt und ich hatte echt mühe an den Jungs dran zu bleiben. Bei den harten Rampen von knapp 20% Steigung musste ich Sie aber immer wieder ziehen lassen und mich ran kämpfen. Der Klassenunterschied zwischen uns, war einfach zu groß. 

In St.Lucia angekommen machten wir erst mal eine Pause. Die hatte ich wohl auch bitter nötig, denn ich kam deutlich als letzter an. Am ende der Tour hatten wir 72 km auf dem Tacho und wechselten den Anzug für den anstehenden Koppellauf. Es ging an der Promenade entlang, an ehemaligen Hotelanlagen vorbei in die City. 50min und 10km später kamen wir wieder am Hotel an und gönnten uns eine Abkühlung im Hotelpool. 

TOUERDATEN: 
Bike 72 km 2:59 Std 
Run 10 km 50min 


Saftpaß, kalt war's!
Tag Drei 17.03.2014 
Abfahrt wieder um 10:00, wieder Gruppe eins. Diesmal ging es aber nach Westen. Ziel der "Saftpaß". Wir führen an der Küste entlang Richtung Porto Mogan. Ich hatte frische Bein und traute mich gleich am Anfang der Tour nach vorne in den Wind. Nach 10km wurde ich dann von Marc abgelöst und reihte mich hinten ein. 

Nach dem wir Porto Mogan erreicht hatten ging es ins Landesinnere. Ich hatte wieder mühe an der Gruppe dran zu bleiben und hoffte mein Herz würde mir nicht den Brustkorb sprengen, denn ich fuhr ständig bei HF150 und um die 235 Watt. Eindeutig zu viel für eine Tages Tour und ein Trainingslager von insgesamt 14 Tagen Dauer. 

Nachdem mich Marc als letzter wieder eingesammelt und zum Saftpass eskortiert hatte, ließ ich mich in die Ecke fallen. Der leckere frische Fruchtsaft gab mir jedoch neue Hoffnung und Kraft und so ging es nach einigen Minuten wieder ins Tal zurück nach Maspalomas und dann zum Schwimmen. 
Vorher überquerten wir jedoch noch den Tauropass und konnten weitere 500 Höhenmeter (HM) auf der Habenseite verbuchen. 

Im Schwimmbad war ich dann wieder in meinem Element, schwimmen macht einfach SPAß !!! Die Sonne schien vom Himmel, es war warm und wir waren in einem Freibad. Was kann es schöneres geben? 

TOURDATEN: 
Bike 110 km, 2.200 HM 
Swim 1,8 km 48 min 


Tag Vier 18.03.2014 
Nach dem ich gestern meine Grenzen in Gruppe eins aufgezeigt bekommen hab, schloss ich mich am vierten Tag Gruppe zwei an. 

Soriatal - ein Traum in grün
Es ging ins herrliche Soria Tal. Das Schöne dort sind die langen Anstiege mit 9% und 14% und alles nur um zum Einstieg des Tauropasses zu kommen, wo es dann mit knapp 20% knackig hoch geht. 
Was macht man nicht alles in seinem Urlaub. Aber der Blick in die grünen Täler entschädigte uns für die mühen. 

In Gruppe zwei konnte ich wesentlich besser mithalten. Das Tempo war zwar immer noch recht hoch, aber dafür konstant, was ich wesentlich besser vertrug, als den ständigen Tempowechsel in Gruppe eins. 

In Ayacata gönnten wir uns eine kleine Pause in der Sonne vor einem Restaurant, dann ging es über San Bartalome und St. Lucia und heftigem Gegenwind an der Küste entlang nach Maspalomas und zurück zum Hotel. 

Zum Abschluss des Tages liefen wir dann noch in den "Stadtpark". Hier stand noch einmal Vollgas Training auf dem Plan. Mit einem leichten Lauf ABC wärmten wir unsere müden Knochen noch einmal auf und gingen dann über in Lauf-Intervalle (20 sec max. laufen, 30 sec locker laufen als Pause und das ganze 8x hintereinander). Dieses HIT (High Intensiv Training) hört sich eigentlich nach nicht viel an, aber mit der Intensität kommt erst die Würze in die Speise. Völlig KO lief ich dann zurück ins Hotel und füllte mir beim Abendessen mit drei vollen Tellern den Bauch für den nächsten Tag. 

TOURDATEN: 
Bike 107 km, 1.881 HM, 4:19 Std 
Run 6 km, 45 min 


Tag Fünf 19.03.2014 RUHETAG 
Nach drei Tagen auf dem Fahrrad stand für uns am fünften Tag ein Ruhetag auf dem Plan. Nicht das wir am Pool gelegen hätten und uns ausruhen konnten, nein ! Wir gingen ins Freibad zur Videoanalyse unserer Schwimmtechnik. 

Videoanalyse beim Schwimmtraining
In unserer Gruppe hatten wir ja mit dem Cross-Triathlon Amateurweltmeister Jens Roth einen ausgewiesen Schwimmexperten am Start. Und er nahm sich für uns Zeit, um zusammen mit Marc Pschebizin jeden einzelnen mit einer GoPro Kamera aufzunehmen und anschließend die Technik am Laptop zu zerpflücken. 

Das Fazit des Tages, ich komm im Wasser schon ganz gut voran, aber es ist noch viel zu tun :) Um doch noch was für die allgemeine Entspannung zu tun, ging es nach getaner Arbeit an den Stand, wo ich mir den ersten Sonnenbrand des Jahres einfing. 

TOURDATEN: 
Swim 1,5 km 01:45 Std 
(man merkt wir haben richtig viel Technik geübt; nach dem Prinzip Vormachen / Erklären / Nachmachen / Üben ;) 


Tag Sechs 20.03.2014 
Mit frischen Beinen ging es los in den nächsten Biketag. Es sollte eine der längsten Runden im Trainingslager werden, daher waren die frischen Beine durch den Ruhetag genau richtig. 

Blick auf den Anstieg in Tal der Männertränen
Es ging wieder Richtung Mogan und am Saftpass vorbei nach St. Nicolas einer Stadt nahe der Westküste von Gran Canaria. Nach einer kurzen Pause in einem "sehr kleinen" Supermarkt ging es weiter ins Landesinnere. Unsere Route führte dabei natürlich wieder in die Berge. Wie auch nicht anders zu erwarten. Wir kämpften uns durch eine Welt von Bergen und Tälern, mit imposanten Feldwänden und Straßen, die am Berg zu kleben schienen. 
Wir passierten zwei Stauseen, die unsere Beine noch einmal richtig leer saugten. Ich denke Steigungen um die 20% mussten wir dort auf kurzen Passagen mehrmals überwinden, um uns die Serpentienen der Straße hoch zu kämpfen. 

Oben könnten wir dann einen herrlichen Blick ins "Tal der Tränen" genießen. Rechts von uns ging es steil weiter hoch ins Tal der Männertränen, wir jedoch wollten nach links weiter hoch ins "Tal der Tränen". Ich glaube man konnte von dieser Postion aus die gesamte Strecke der nächsten Stunden erblicken. Ein Anblick der einen echt fesselte. 

Nach dem wir die tollen Berge überwunden hatten, ging es auf dem Hochplateau um die Gipfel von Gran Canaria und vorbei am Wahrzeichen Gran Canarias, dem Roque Nublo (einer sehr markanten Bergspitze) und über die "Asphaltblase" zurück zum Hotel.

TOURDATEN: 
Bike 150 km, 3.209 HM, 06:36:30 Std 
Run 6,3 km, 29 min


Tag Sieben 21.03.2014 
Wiedereinmal ging es mit dem Rennrad raus in die Berge. Wir fuhren über die Aspaltblase nach Ayacata und weiter hoch zum Roque Nuble, der ja wie bereits bekannt, das Wahrzeichen von Gran Canaria ist. Hier oben war es sau kalt !!! Und ich war froh, Ärmlinge und eine Mütze eingepackt zu haben. Einen abstecher zum höchsten Punkt Gran Canarias schenkten wir uns an diesem Tag, denn keiner wollte bei der Kälte auch nur eine Minute länger oben in den Bergen bleiben und so traten wir die Abfahrt Richtung Telde an. Unterwegs fing es dann auch noch leicht zu regnen an, so das wir im Ort unten erst einmal anhalten mussten und uns in einen "Schnellimbis" setzten mussten um uns aufzuwärmen. 

Froh warmen Boden unter den "Füßen" zu habenNachdem ich eine Cola und eine Banane gegessen hatte, die anderen gefühlte 12 Kaffee getrunken hatten, ging es wieder weiter. Natürlich wurde das Wetter nicht besser. Nein !!! Jetzt fing es richtig an zu Regnen. Na klasse ! Alles jammern hilft nix, wir mussten weiter, weiter Richtung Telde. Unterwegs wurde das Wetter dann wieder besser, erst wurde der Regen warm und später hörte er ganz auf. In Telde angekommen, steuerten wir gleich eine Tankstelle an. Dort wartete bereits Gruppe 1 auf uns, die uns bei unserer ersten Rast passiert hatte. Zusammen lagen wir auf dem warmen Teer vor der Tankstelle rum und traten später auch gemeinsam die Rückreise zum Hotel an.

Im Anschluss ging ich noch für 30min Koppel und gönnte mir danach am Pool ein alkoholfreies Radler :)

TOURDATEN:
Bike
Run

Der Erfahrungsbericht zur zweiten Woche folgt bald.

Anfahrt zum Saftpaß

Sonntag, 16. Februar 2014

5. OIE Nahe-Crosslauf Serie

Lauf 2 Veitsrodt (TuS Veitsrodt)

Veitrodt Crosslauf - Start- und Zielbereich
Samstag, 15.02.2014 Veitsrodt 6°C es regnet.

Der zweite Lauf der 5. OIE Nahe-Crosslauf Serie fand in Veitsrodt statt und führte die Läufer und Läuferinnen durch das "Steinerne Gästebuch" des Ortes.

Der Sportplatz von Veitsrodt war an diesem Tag mal nicht von Fußballern belagert, sondern von Crossläufern die  von Petrus mit Regen gesegnet wurden.

Veitrodt Crosslauf - schon beim Aufwärmen dreckig gemacht
Während sich auf dem Sportplatz die Starter für die "Mittelstrecke" bereitmachten, wärmte ich mich auf und startete zu einer Streckenbesichtigung auf den 2km langen Rundkurs. 
Der Weg führte zuerst über den Unterwasser stehenden Sportplatz und dann in den nahen Wald. Dort ging es über tiefe und ausgetretene Wege Richtung "Steinernes Gästebuch", über kleine Brücken und durch Wasser. Viel Wasser! 
Ein kompletter Abschnitt der Stecke wurde von einem Bach überspült und so hatte ich trotz Hopserlauf schon beim Aufwärmen nasse Füße. Aber jetzt wusste ich was, mich bei dem "8km" langen Rennen erwarten sollte. Als ich die Aufwärmrunde beendet hatte liefen auch schon die ersten der Mitteldistanz ins Ziel ein. Darunter wieder einige Bekannte aus der Region:

Mittelstrecke 4000m
AK45 M 1.Platz -  13:26  Dirk Müller       Hunsrück Marathon e.V.
AK60 M 1.Platz -  15:16  Wilhelm Storr   Hunsrück Marathon e.V.
AK40 M 4.Plazt -  23:03  Freddy Martin   X-Sport Kastellaun
AK35 W 4.Platz - 23:04  Nadine Martin   X-Sport Kastellaun

Nun ging es aber an den Start über die 8.000 Meter. Hier starteten laut Veranstalter 77 Sportler, die es kaum noch erwarten konnten beim mittlerweile eingesetzten Regenwetter los zu laufen.

Als der Startschuss viel spurteten wir zügig los und auf das erste "Hindernis" zu. In einer engen Kurve direkt hinter dem Sportplatz, hatte sich das Regenwasser in einem ausgetretenen Wiesenstück gesammelt, die ersten sprangen einfach durch und konnten so wertvolle Meter gegenüber denen, die einen trockeneren Weg suchten gut machen. Da meine Füße ja schon nass waren, blieb ich an der Spitzengruppe dran. Diese erhöhten auf dem folgenden abschüssigem Abschnitt das Tempo auf unter 4 min/km und zogen die Spitze damit auseinander. 
Nach zwei Brücken und einem Bach, durch den wir laufen mussten, befand ich mich in einer kleinen dreier Gruppe die ungefähr das gleiche Tempo lief. In dieser Konstellation beendeten wir nach einem ca. 300m langem Anstieg die erste von vier Laufrunden und gingen auf die zweite Runde.

Auf dem Sportplatz konnte ich meine Postion im dreier Feld verbessern und ließ die beiden anderen hinter mit. Jedoch wurde ich auf dem abschüssigen Abschnitt wieder von einem Konkurrenten überholt. Ich hielt mich hinter ihm um Kräfte für das weitere Rennen zu sparen. Dann plötzlich öffnete sich der Schnürsenkel meines Gegners und ich ergriff die Gelegenheit! Während er seinen Schuh binden musste, erhöhte ich das Tempo und baute binnen weniger Schritte einen gehörigen Vorsprung gegenüber dem Pechvogel auf. So ging ich auf Platz neun liegend in die dritte und vierte Runde.

Veitrodt Crosslauf - Rang 10. Sven Steffens AK35M 3. Platz
In Runde vier hieß es jetzt nur noch Position halten und Angriffe von hinten abwehren. Bei dem im letzten Abschnitt kurz vor der Steigung angesetzten Angriff eines anderen Sportlers, hatte ich jedoch nichts entgegen zu setzen. Mit langen Schritten zog er bergauf an mir vorbei und verwies mich auf Rang 10. 
Diese Postion sollte ich bis zum Schluss auch halten. Trotz beherztem Kampf bergauf, sollte es mir nicht mehr gelingen die Lücke zu meinem Vordermann zu schließen und so lief ich nach 29:53 Minuten als 10. im gesamt Ranking und 3. in der AK35 M ein.

Gesamtsieger auf der tiefen und nassen 7,1 km langen Crossstrecke wurde Bernardon, Ramon vom TuS Heltersberg in einer Zeit von 26:07. Zweiter wurde in 26:21 Übel, Steffen von der LAZ Birkenfeld.

Jetzt heißt es weiter trainieren und dann sehen wir uns beim 3. Lauf der 5. OIE Nahe-Crosslauf Serie in Hahnenbach am 08.03.2014 wieder an der Startlinie.

Hier die inoffiziellen Ergebnisse:

Ergebnisse 4.000 Meter Ergebnisse 8.000 Meter
Veitsrotd Crosslauf 15.02.2014 Ergebnisse 1.Seite Veitsrotd Crosslauf Langdistanz 15.02.2014 Ergebnisse 1.Seite
Veitsrotd Crosslauf 15.02.2014 Ergebnisse 2.Seite Veitsrotd Crosslauf Langdistanz 15.02.2014 Ergebnisse 2.Seite
Veitsrotd Crosslauf 15.02.2014 Ergebnisse 3.Seite Veitsrotd Crosslauf Langdistanz 15.02.2014 Ergebnisse 3.Seite

Link zu den Ergebnissen des Veranstallters

Sonntag, 19. Januar 2014

5. OIE Nahe-Crosslauf-Serie

Atzenkleb Crosslauf in Oberbrombach


Neues Jahr, neues Glück. So verschlug es mich am 18.01.2014 zum ersten Wettkampf der neuen Saison nach Oberbrombach zur alljährlichen OIE Nahe-Crosslauf Serie.

Das Wetter war gut und daher der Lauf stark besucht. Ich hatte zuerst das Gefühl, ich wäre beim falschen Wettkampf. Noch nie hatte ich in den letzten Jahren, bei einem Crosslauf , einen so vollen Parkplatz gesehen. Anscheinend hatte sich der Crosslauf in der Region sehr gut etabliert und herumgesprochen. Nachdem ich meine Startunterlagen abgeholt hatte, zog ich mich an der Stecke um und feuerte hierbei den einen oder anderen Bekannten an. Diese liefen zu der Zeit in dem Rennen der Mitteldistanz (3.700m).

Da das Wetter mit 2°-3°C noch recht gut zum laufen war, mir der Boden jedoch nass erschien und die Strecke zu 100% über Wald- und Wiesenwege verlief, entschied ich mich vor dem Rennen für einen Laufschuh mit Spikes, von denen ich mir einen besseren Grip erhoffte. Da ich aber nichts dem Zufall überlassen wollte ging es zum einlaufen direkt auf die Cross Stecke.

Wie erwartet war der Boden durch den Regen der letzten Tage sehr tief und schwer geworden. Die Kurven waren durch die Rennen zuvor ausgetreten und sehr matschig, was meine Wahl der Laufschuhe nur noch festigte. So ging es um 15:20 Uhr an den Start des ersten Wettkampfs im Jahr 2014, der zudem meine Premiere bei den "SENIOREN" in der AK M35 darstellte.
(Senioren ... #ARG#, seit gestern fühle ich mich "alt")

Atzenkleb Crosslauf - Streckenverlauf
Nachdem der Startschuss fiel, ging es gleich schnell zur Sache. Eine zwanzigköpfige Gruppe eilte nach vorne, wurde aber durch die engen und matschigen Wege schnell in die Länge gezogen. Ich versuchte mich in dieser Gruppe gut zu positionieren und wählte erst einmal ein weniger aggressives Tempo, um hinten heraus noch genug Energie für die steilen Anstiege zu haben.




Gelaufen wurde übrigens auf einem Rundkurs von knapp 1,23km Länge, bei dem es entweder Bergab, oder Bergauf ging. Insgesamt mussten 6 Runden gelaufen werden (7.400m), in denen jeweils 50 Höhenmeter über einen kleinen Trail überwunden werden mussten.

Ich wurde in der Gruppe recht schnell nach hinten durchgereicht, hielt mich jedoch im Windschatten der anderen Läufer und versuchte nicht abreißen zu lassen. Für mich war das Tempo, zu dem frühen Zeitpunkt in der Saison einfach zu hoch.
Am ende erreichte ich nach 33:00,20 Minuten als gesamt 18. das Ziel. Nicht meine Bestzeit in dem Rennen, aber immer noch besser als am Anfang erwartet. In der AK35 belegte ich mit der Zeit den dritten Platz und sicherte mir so mein erstes Podest in der neuen Altersklasse.

Gesamtsieger wurde Stefan Hinze ein Berglaufspezialist der LG DUV Kaiserslautern mit einer Zeit von 00:28:37,2 Minuten. Zweiter wurde Christian Cullmann vom VfL Algenrodt der in 00:29:12,60 Minuten das Ziel erreichte.Auf der Mitteldistanz siegte Florian Lauck von der LSG Saarbrücken-Sulzbachtal in einer Zeit von 00:13:05,7 Minuten. Sechster wurde Dirk Müller, 16. Wilhelm Storr, 24. Holger Rhein alle vom Hunsrück Marathon e.V., 28. wurde vom TEAM X-Sport Kastellaun Freddy Martin.


Link zu Serie

Link zu den AK-Ergebnissen


Ergebnisse Atzenkleb Crosslauf Langdistanz
Ergebnisliste Langdistanz 18.01.2014 - 7,4 km

Ergebnisse Atzenkleb Crosslauf Mitteldistanz
Ergebnisliste Mitteldistanz 18.01.2014 - 3,7 km

Dienstag, 10. Dezember 2013

Off-Season 2013



Das war die Off-Season 2013


Seit meinem letzten Wettkampf in München sind nun knapp neun Wochen vergangen, in der Zeit haben mein Trainingsplan und ich getrennte Wege eingeschlagen. Sport nach Lust und Laune oder auch einfach mal nix machen stand auf dem Programm. In dieser Zeit, habe ich viele neue Sachen ausprobiert und neue Bewegungserfahrungen gesammelt.

Crossfit Box Augsburg
So habe ich z.B. an einem achtwöchigen Crossfit Basisworkshop teilgenommen. Hierzu besuchte ich die Rebook Crossfit Box Augsburg und lernte neben "richtigen" Kniebeugen, Kettlebell swings, Turkish get ups, Front und Back Squats, Olympisches Kreuzheben ... und nebenbei den Begriff Muskelkater neu zu definieren. 

Nachhaltig in Erinnerung blieb mir ein ganz besonderer WOD (Workout of the day). Am ende der Übungsstunde machen wir einen WOD bestehend aus wallball und squats. Ziel des WOD war es einen 5kg schweren Medizinball 3m hoch an die Wand zu werfen, aufzufangen und dann eine tiefe Kniebeuge zu machen. Das ganze für 30 Sekunden ohne Pause. Als kurze Erholung durften wir nach dem ersten Durchgang 10 Sekunden verschnaufen, bevor es an die anderen 11 Runden ging. Ich glaube ich hatte noch nie so Muskelkater in den Oberschenkeln und ich behaupte meine Beine sind eigentlich ganz gut trainiert. 

Danke für die Schmerzerfahrung Jaz!


An den Wochenenden zog es mich mit ein paar Leuten vom Team X-Sport Kastellaun back to the roots and to the woods. So waren wir in der Ehrbachklamm und im Baybachklamm zum trail running. Das hat super viel Spaß gemacht! Die Wege sind übrigens auch zum Wandern echte Klassiker, die jeder mal gegangen sein sollte. Etwas Trittsicherheit ist bei dem Wetter zu empfehlen. Die Wege sind von der Aussicht und der Lage einfach ein Traum. Also wer noch nicht da war, nix wie hin!!!





Hallenbad Aqua Fit Kastellaun
Natürlich hab ich auch noch normale Sachen wie Schwimmen, Radfahren und Laufen gemacht. Das absolute Highlight war eine Schwimmeinheit von 100 x 100 m. Hierfür hatten wir uns den letzten öffentlichen Schwimmtag im Hallenbad Kastellaun ausgesucht. Zu dritt gingen wir an den Start, Abgangzeit 02:00 Minuten. Nach 4,575 km spielte mein Magen nicht mehr mit und ich musste aussteigen. Nur Christian Sieben schwamm die 10km in 03:20 Stunden durch und wurde von uns zum "Aquaman" gekürt ("Aquaman sucks" I know :) 

Nochmal ein dickes Dankeschön an das Team vom Hallenbad Aqua Fit für die Verlängerung des Sportschwimmens. Ende 2014 kommen wir garantiert wieder für diese Einheit vorbei.

Hallenbad Aqua Fit Kastellaun - C7
Hallenbad Aqua Fit Kastellaun - Verpflegung 





Spinning Marathon
Als zweite verrückte Einheit der Off-Season, bestritt ich einen 4 Stunden Spinning Marathon im Gesundheitszentrum Hunsrück. Mit von der Partie war natürlich C7 der solche Events zu lieben scheint. Während ich in den vier Stunden brav den Anweisungen der Coachs folgte (hoch, runter, vor, zurück, leichter, schwerer) verfiel Christian öfter mal in einen Trittfrequenzwahn und strampelte mehrere Minuten was das Zeug hielt. Das sein Bike dabei nicht umkippte war wohl reines Glück. Nach vier Stunden und einer frischen Dusche folgte das Abschluss Nudel essen, bei dem wir die verbrannten Kohlenhydrate direkt wieder nachschieben konnten.

Auf diesem Weg ein Dankeschön an die Organisatoren und die Spinning Coachs des Gesundheitszentrum Hunsrück! Ihr habt das echt klasse gemacht ! Ich komme nächstes Jahr gerne wieder vorbei, vielleicht dann ja für fünf Stunden :)


Die restlichen Tage verbrachte ich entweder mit extrem Couching, extrem Relaxen oder mit Stabitraining. Jetzt mit knapp sieben Kilogramm mehr auf der Hüfte neigt sich die ruhige und schöne Zeit wieder dem Ende zu. Die Ziele für 2014 sind bereits klar definiert (DM Mitteldistanz, Kraichgau und EM Mitteldistanz, Wiesbaden), dort will ich versuchen eine Zielzeit unter 04:30:00 zu erzielen. (In Wiesbaden aufgrund des Streckenprofils darf es auch etwas langsamer sein). Aber auch in der Liga wird wieder angegriffen. An den Rennen in der 1.RTV werde ich wieder für den VfR Simmern an den Start gehen, hoffentlich mit mehr Erfolg als in dieser Saison.

Es geht also wieder los !

Wir sehen uns im Ziel

Donnerstag, 3. Oktober 2013

2. Festungslauf Koblenz

oder, Quäl dich du Sau, du bist noch nicht oben !!!


Donnerstag 03.10.2013, Deutsches Eck Koblenz 

Festungslauf Koblenz 2013 Start - Deutsches Eck (Sven Steffens)
Zum zweiten mal fand nun der Festungslauf in Koblenz statt. Gestartet wurde am Deutschen Eck bei traumhaften Wetter und kühlen 8°C Aussentemperatur. Einige der Starter sind diese kühlen Temperaturen wohl noch nicht gewohnt und trauten sich nur mit dicken Winterhandschuhen, Wollmützen und langen Laufklamotten an den Start. Gelaufen wurde in drei Wertungen: Laufen, Walking und Nordic Walking. Allen gemeinsam war die Strecke 8,45km lang und insgesamt 195 Höhenmeter mussten bis zum Ziel auf der Festung Ehrenbreitstein überwunden werden.

Festungslauf Koblenz 2013 Start - Deutsches Eck (Sven Steffens)

Für die 366 Läufer viel der Startschuss pünktlich um 11:00 Uhr. Die Spitzengruppe in der ich mich am Anfang noch befand, wollte es gleich wissen und lief den ersten Kilometer in 3:36,5 min/km an. Einer jedoch enteilte uns bereits auf dem ersten Kilometer und sollte von da an das Rennen ganz alleine von vorne bestimmen. 

2. Festungslauf Koblenz - Strecke
Kilometer 2: Ich halte noch den Kontakt zu einer neun Mann starken Gruppe. Wir laufen vom Deutschen Eck Richtung Oberwerth am Rheinufer entlang und halten das Tempo mit 3:39 min/km weiter hoch. Ich hatte hier bereits die leise Hoffnung das unser Tempo doch bitte etwas langsamer werden könne, denn sonst müsste ich die Gruppe ohne mich ziehen lassen.

Kilometer 3: Ich werde in der Gruppe nach hinten durchgereicht und versuche krampfhaft dranzubleiben. Mein Tempo von 3:47 min/km ist aber deutlich zu langsam und mein Abstand wird immer größer. Mein letzter Hoffnungsschimmer ist, dass ich nicht der einzige bin, der das Tempo nicht mehr halten kann und tatsächlich lassen sich drei weitere Läufer zusammen mit mir aus der Spitzengruppe zurückfallen.

Kilometer 4: Ein Läufer vom SRL Triathlon Koblenz zieht von hinten an mir vorbei. Das kann ich mir natürlich nicht gefallen lassen und versuche an im dran zu bleiben. Wir laufen jetzt die ersten wirklichen Höhenmeter auf die Pfaffendorferbrücke zu. Hier kann ich Boden gut machen und zu ihm aufschließen. Auf Mitte der Brücke bei Kilometer 5,5 ziehe ich dann an ihm vorbei und kann den Abstand bis Kilometer 7 weiter ausbauen.

2. Festungslauf Koblenz - Höhenprofil
Dann kam die erwartete 180° Kurve, die uns von der Hauptstraße auf die Festungs-straße hoch zur Festung Ehrenbreitstein führte. Es waren zwar nur knapp 900 Meter, aber die hatten es in sich!
Mit einem gefühlten Puls von über 200 Schlägen pro Minuten lief ich den Berg hoch und konnte noch einen Läufer überholen. Die weiter vorne laufenden Sportler hatte ich zwar im Visier konnte aber aufgrund der Steigung keinen Boden mehr gut machen. Ich kämpfte auf den letzten Metern mit dem Gedanken "Ab jetzt gehst du! Das hier geht nicht mehr. Es ist viel zu steil zum hoch laufen!" Aber dafür quäle ich mich doch viel zu gerne, also "lief" (Tempo 07:04 min/km) ich weiter. Dann kam plötzlich der Punkt an dem ich ging. Aber nicht weiter als zwei Schritte. Denn dann sah ich schon den Zielkanal und ich tankte neue Kraft und so lief ich unter Schmerzen nochmal an.

Überglücklich und total zerstört lief ich die letzten Meter über den Innenhof der Festung auf den Zielbogen zu. Nach 34:07 Minuten war das Rennen und die Schmerzen dann endlich vorbei und ich legte mich erschöpft an die Seitenbegrenzung der Zielzone.


Festungslauf Koblenz 2013 Start - Deutsches Eck (Sven Steffens)
Mit der Zeit von 34:07 belegte ich in der Gesamtwertung Platz 8. und in der Altersklasse SEN30M (Senioren .... Hallo !!! Geht's noch ???) den 2. Platz. Gewonnen hat das Rennen ein Berliner mit Wurzeln in Lahnstein, der rein zufällig auf Urlaub in Koblenz war. Sebastian Dennis von der LG Nord Berlin stellte mit einer Zeit von 29:35 einen neuen Streckenrekord auf und legte somit einen souveränen Start-Zielsieg hin. Zweiter wurde der Vorjahressieger Uwe Honsdorf von der TUS Rot-Weiß Koblenz mit einer Zeit von 32:32 Minuten. 


Dienstag, 1. Oktober 2013

11. Griesson – de Beukelaer Stadtlauf Polch powered by münz sportkonzept.

Sonntag, 29. September 2013,  leicht bewölkt und knapp 13°C warm, perfektes Wetter zum laufen. In Berlin war gerade beim 40. BMW BERLIN-MARATHON  durch Willson Kipsang ein neuer Weltrekord aufgestellt worden. Er unterbot die alte Bestmarke, die seinem Landsmann Patrick Makau 2011 ebenfalls in Berlin gelaufen war (2:03:38), um 15 Sekunden. Damit war die Lust zum laufen bei mir geweckt und so fuhr ich gut gelaunt nach Polch zum 10km TUC Hauptlauf des 11. Stadtlaufs ins Polch.

Zielbogen beim 11.Griesson - de Beukelaer Lauf PolchDas Rennen beim 11. Griesson – de Beukelaer Stadtlauf Polch ist traditionell in zwei Gruppen unterteilt. In der ersten Gruppe starten alle Läufer, die 10 km unter 42 Minuten laufen können. In der zweiten Gruppe starten alle anderen Sportler. Neben den beiden TUC Hauptläufen fanden aber noch jede menge andere Läufe über die unterschiedlichsten Distanzen statt (Prinzen-Rolle Schülerlauf, 5km Leicht & Cross Jedermannlauf, DeBeukelaer Walking & Nordic Walking und der Griesson Bambini Lauf). So das über den Tag verteilt über 1.300 Sportler in allen Altersklassen an den Start gingen. 

Start TUC Hauptlauf beim 11.Griesson - de Beukelaer Lauf Polch


Beim TUC Hauptlauf über 10 km gingen an diesem Tag über 350 Männer und Frauen an den Start.











Läufer beim 11.Griesson - de Beukelaer Lauf PolchIch hatte mir für das Rennen nichts besonderes vorgenommen. Aus der Off-Session heraus läuft man nun mal keine Bestzeiten mehr und daher gab ich dem Lauf das Motto "genießen statt Bestzeiten jagen". Nach dem einlaufen und warm-up stand ich dann in der zweiten Startreihe, als der Startschuss fiel und ich ließ das Hauptfeld mit einem geschätzten 3:20 min/km Schnitt ziehen. 



Gelaufen wurde auf einem Stadtkurs rund durch Polch. Pro Runde legten wir knapp 1,5km zurück, so das am Ende 6 Laufrunden und ein Spurtkilometer zu laufen waren. Dabei mussten wir sage und schreibe 18 Höhenmeter überwinden. Quasi eine nahezu flache Strecke die schnelle Zeiten garantiert.

Sven Steffens beim 11.Griesson - de Beukelaer Lauf Polch
Nach der ersten Runde wurde es mir dann jedoch zu blöd. In Berlin wurde ein neuer Weltrekord aufgestellt und auch hier waren Top Lauf-bedingungen, also warum nochmal trödelte ich auf der Strecke rum ??? 

Von da an legte ich den Schalter um und nahm Tempo auf. Am ende sollte ich mich bei einem Schnitt von 3:56 min/km einpendeln. Ab jetzt begann die Jagd nach Plätzen. Pro Runde überholte ich mindestens zwei Läufer und konnte so, die am Anfang verlorenen Plätze wieder gut machen.


Auf dem letzten Kilometer der Rennstrecke kämpfte ich mich an die letzten Läufer heran. Nummer ein schnappte ich mir knapp 600 Meter vor dem Ziel.





Sven Steffens - Zielsprint beim 11.Griesson - de Beukelaer Lauf Polch


Nun arbeitete ich mich auf den letzten Metern an Nummer zwei heran und lief zusammen mit ihm in den Zielkanal ein. Knapp 50 Meter vor dem Ziel eröffnete ich dann meine letzte Attacke. Ich beschleunigte und zog an ihm vorbei, den Blick starr nach vorne auf den nächsten Läufer gerichtet.


Auf den letzten Metern gaben wir jetzt nochmal alles, denn niemand von uns wollte sich geschlagen geben.








Sven Steffens - Zielsprint beim 11.Griesson - de Beukelaer Lauf Polch
Für den dritten Läufe reichte es dann aber leider nicht mehr und so lief ich knapp drei Schritte hinter ihm ins Ziel ein. 
(Aber Angst hatte er, es sieht zumindest auf dem Bild so aus :)


Am ende sollten wir alle drei mit der selben Zielzeit in der Ergebnisliste aufgeführt werden.


Das Rennen in der TUC Hauptklasse gewann an diesem Tag Christian Schmitz von der LG Maifeld Pellenz mit einer Zeit von 31:56. Knapp zwei Minuten später überquerte Andreas Knopp von Running@1&1 als zweiter das Ziel. Ich wurde mit einer netto Zeit von 39:04 Minuten 13 (zeitgleich mit dem 12. und 14.). In der Altersklasse AK30 belegte ich für das TEAM ERDINGER ALKOHOLFREI den 3. Platz.




Für mich heißt es jetzt wieder Füße hochlegen und ab und an mal trainieren. Am 03. Oktober geh ich dann beim 2. Festungslauf in Koblenz wieder an den Start. Mal schauen was da so geht.

Montag, 23. September 2013

21. Rhein-Ahr-Triathlon

Am 15.09.2013 ging es zum letzten Rennen der 1.RTV Liga nach Remagen. Hier ging es um alles oder nichts, denn von unserem Ergebnis an diesem Tag hing der Verbleib in der 1.RTV Liga ab. Aktuell waren wir Tabellenletzter mit nur einem Punkt Abstand auf das Team vom DJK Dudweiler. Wir (Christian Sieben, Stefan Scherer, Holger Michels, Joachim Wölke und ich) mussten also alles geben, um die Liga zu halten.

Der Start in Remagen ist wie in Mainz, etwas besonderes. Da wir im Rhein geschwommen sind, ist aufgrund der starken Strömung die Strecke länger und zum es gibt keinen Wasserstart. Die Strömung würde uns bei einem Wasserstart einfach wegtreiben und so starteten wir von einer Fähre gut 2,2km entfernt vom Schwimmausstieg, mitten auf dem Rhein. 



Ich hatte mich mit Holger in der letzten Reihe aufgestellt und nach dem Startsignal sprangen wir in die Fluten. Ich hatte an diesem Tag ein gutes Gefühl im Wasser und hielt mich links nahe am Ufer, da ich hoffte die Strömung sei dort etwas schneller. Ich kam gut durch und zog an manch einem anderen Schwimmer vorbei. Nach 21:37 Minuten hatte ich die 2,2km lange Schwimmstrecke beendet und wurde von helfenden Händen aus dem Wasser gezogen. Dann ging es im Laufschritt, die knapp 600m vom Schwimmausstieg zur Wechselzone, in der auf die Räder gewechselt wurde. Und hier traf mich fast der Schlag! Mein gutes Gefühl vom Schwimmen wurde auf einen Schlag zerstört. Denn in der Wechselzone waren bereits Stefan und Joachim am Wechseln, Christian war sogar schon weg. Normal war das nicht und so beeilte ich mich um den drei VfR'lern so schnell wie möglich hinterher zu kommen.

Nach knapp 5km konnte ich dann zu Stefan und Joachim aufschließen und nach 2 weiteren Kilometern sogar an ihnen vorbei ziehen. Im weiteren Rennverlauf überholte ich weiter fleißig und fuhr zum teil, mit einer Spitzengeschwindigkeit von 66,6km/h durch die Gegend. Die 44km lange Radstrecke war in zwei Runden unterteilt, auf der es insgesamt 595 Höhenmeter zu überwinden galt.  Irgendwie hatte ich mich hier müde gemacht, denn bei Minute 45 kam auf einmal Stefan von hinten an mir vorbei geflogen und schrie mich an, ich solle sein Tempo aufnehmen und dranbleiben. Aber keine Chance nach einem kurzen Kraftakt musste ich ihn ziehen lassen. Ich hatte an diesem Tag einfach keine Kraft, um an ihm dran zu bleiben und so ging es zurück nach Remagen und in die Wechselzone.

Der abschließende 10km Lauf verlief eigentlich flach am Rheinufer, nur mit einer kleinen Kuppe am Wendepunkt bei der man knapp 15 Höhenmeter erklimmen musste. Eigentlich eine sehr schnelle Strecke und im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich entschärft. Aber auch hier sollte es nicht so laufen wie ich es mir im Vorfeld ausgemalt hatte. Bis Kilometer 4 oder 5 brauchte ich, um wieder mit Stefan gleichzuziehen aber ich konnte nicht vorbeiziehen. Meine Beine waren schwer und ohne Kraft, der Kopf müde und nicht bereit über die Schmerzgrenze hinaus zugehen. Dann kamen noch Krämpfe im rechten Oberschenkel dazu und so musste ich Stefan wieder ziehen lassen. So beendete ich nach 02:24:48 als gesamt 160. das Rennen nur 12 Sekunden hinter Stefan. Nachdem ich die Ziellinie überquerte, fiel ich in die nächstbeste Ecke des Zielbereichs, erschöpft und völlig zerstört.

Das war einfach nicht mein Tag gewesen. Bereits beim Schwimmen konnte ich nur als 290. das Wasser verlassen und dann auf dem Rad die starke Leistung der vergangenen Saison nicht bringen. Der Lauf hielt sich in Grenzen, war aber auch nicht wirklich eine Bestleistung. Die Saison mit ihren über 15 Wettkämpfen scheint ihren Tribut zu fordern und so kann ich jetzt beruhigt in die Off-Season starten, um meinem Körper und vor allem meinem Kopf mal ruhe zu gönnen.

Aber das Gute des Tages war, dass wir den Abstieg verhindert haben! Meine Leistung war an diesem Tag vielleicht nicht die beste, aber das Team hat sein Ziel erreicht. Damit bleibt das Triathlon Team des VfR-Simmern auch im Jahr 2014 Erstklassig.